Handball: TuS 97-Mädchen gewinnen erstes Endspiel gegen Minden-Nord 23:22 »Da war mehr drin«

Bielefeld (WB). Die C-Mädchen des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck gehen mit dem knappsten aller Vorsprünge in das zweite Finale um die westfälische Handball-Meisterschaft: In eigener Halle besiegten die Jürmkerinnen den HSV Minden-Nord am Mittwochabend mit 23:22 (9:10).

Von Henrik Wittenborn
Überragende Torschützin: Emma Pfennig (links) traf gestern Abend zwölf Mal gegen den HSV Minden-Nord.
Überragende Torschützin: Emma Pfennig (links) traf gestern Abend zwölf Mal gegen den HSV Minden-Nord. Foto: Henrik Wittenborn

Richtig glücklich konnte und wollte Jöllenbecks Trainerin Tina Steinsiek mit dem ersten gemachten Schritt in Richtung Titel allerdings nicht sein – denn er hätte ein gutes Stück größer ausfallen können. »Da war mehr drin. So ein Spiel können wir höher gewinnen«, gestand Steinsiek. Denn gerade in der Schlussphase verpasste es der TuS 97, sich eine deutlich bessere Ausgangslage für das zweite Endspiel am Sonntag (16 Uhr) in Stemmer zu verschaffen.

Überhasteter Abschluss und das 23:22 im Gegenzug

23:20 blinkte es auf der Anzeigetafel der gut besetzten Jöllenbecker Realschulhalle knapp vier Minuten vor dem Ende bereits auf. »Aber dann haben wir unsere Absprachen nicht mehr eingehalten«, bemängelte Steinsiek.

Nach dem Gegentreffer zum 23:21 nahm die Trainerin ihre letzte Auszeit, die Wirkung ihrer klaren Ansage verpuffte allerdings an den Händen von Mindens Torhüterin Jasmin Friesen: Die mit zwölf Toren auf Jöllenbecker Seite überragende Emma Pfennig nahm einen überhasteten Wurf aus dem Rückraum, den Friesen sogar festhalten konnte. Im Gegenzug fiel zehn Sekunden vor Schluss das 23:22.

Damit verpassten es die Jürmerkerinnen auf den letzten Metern tatsächlich, sich angemessen für ihre deutliche Leistungssteigerung nach der Pause zu belohnen. Nach gutem Start (2:0) musste Steinsiek verletzungsbedingt von ihrer 5:1-Deckung auf 6:0 umstellen. Dazu schlich sich auf Jöllenbecker Seite Mitte der ersten Halbzeit der ein oder andere technische Fehler zuviel ein, was der HSV zum zwischenzeitlichen 10:8 nutzen sollte.

5:1-Lauf nach der Pause

Nach Wiederbeginn überrollte der TuS 97 seine Gäste dann allerdings förmlich. Ein 5:1-Lauf brachte die Jöllenbeckerinnen beim 14:11 erstmals deutlicher in Front. »In dieser Phase hätten wir uns aber vielleicht noch ein Stückchen weiter absetzen können«, haderte Tina Steinsiek. Der Vorsprung bis in die Schlussphase weiterhin bestand – und schmolz in den Schlusssekunden dahin.

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