Fußball-Oberliga: DSC-Reserve unterliegt Paderborns U23 mit 1:4 Arminias U23 spielt wie ein Auslaufmodell

Bielefeld (WB). Nach einer absolut enttäuschenden Vorstellung hat Arminias U23 am Mittwochabend das Nachholspiel der Fußball-Oberliga gegen die bis dato punktgleiche »Zwote« des SC Paderborn deutlich mit 1:4 (0:2) verloren. »Wir waren als Kollektiv nicht gut«, sagte Trainer André Kording.

Von Jörg Manthey
Arminias U23, hier mit Dersim Kaynak, war Paderborn II in allen Belangen unterlegen und verlor verdient mit 1:4. »Der Gegner hat uns gut hin- und herlaufen lassen«, bekannte der enttäuschte DSC-Trainer André Kording.
Arminias U23, hier mit Dersim Kaynak, war Paderborn II in allen Belangen unterlegen und verlor verdient mit 1:4. »Der Gegner hat uns gut hin- und herlaufen lassen«, bekannte der enttäuschte DSC-Trainer André Kording. Foto: Bernhard Pierel

Paderborn II war in allen Belangen besser. So räumte Kording denn auch eine »verdiente Niederlage« ein, die, »wenn es schlecht gelaufen wäre, auch höher hätte ausfallen können.« Die Mannschaft hatte sich »etwas anderes vorgenommen. Ich hatte ein gutes Gefühl, trotz der Gesamtsituation.« Die Bielefelder spielten fade, verunsichert, dem Tabellenstand entsprechend – wie ein Auslaufmodell. Zur möglichen Auflösung der U23-Mannschaft, die nach WB-Informationen beschlossene Sache sein soll, wollte sich NLZ-Leiter Finn Holsing nicht weiter äußern. »Es gibt von uns keine Wasserstandsmeldungen. An Spekulationen beteilige ich mich nicht.«

Verstärkt mit David Ulm und Torhüter Baboucarr Gaye aus dem Profikader – der erwischte einen schwarzen Abend – startete der Gastgeber ordentlich. Kasumovics Flachschuss knapp neben den Pfosten (2.) sollte für lange Zeit die einzige erwähnenswerte Chance bleiben. Der DSC war um einen konstruktiven Spielaufbau bemüht. Rätselhafterweise verpufften alle Bemühungen, sobald die Strafraumnähe in Sicht war.

Paderborn II wirkte erheblich entschlossener, hatte schon nach neun Minuten drei Ecken kreiert und war weiter im Vorwärtsgang. »Wir waren immer fünf Schritte zu spät«, kommentierte Kording den leidenschaftslosen, statischen Auftritt seiner Truppe. Sebastian Wimmer brachte den Gast mit einem Flachschuss aus halblinker Position in Front (18.).

0:2 ein haltbarer Treffer

Das 0:2 in der 25. Minute war ein Bielefelder Geschenk. Arminias rechte Abwehrseite ließ Darryl Julian Geurts gönnerhaft gewähren, der legte sich den Ball zurecht und zog ab. Gaye flutschte der definitiv haltbare Schuss unten durch. Kurz nach dem Wechsel hätte Tim Mannek erhöhen können; er verpasste knapp (47.). Sekunden nach seiner Einwechslung vergab auch Sergio Gucciardo (53.), war aber drei Minuten später konsequenter und haute den Ball in den Winkel – 0:3.

Nun tauchten die Blue Boys mal wieder gefährlich vor dem Kasten auf. Erst drosch Mahboub Nori einen Ball über die Latte (60.), dann scheiterte der ebenfalls eingewechselte Finn Rausch-Bönki an SCP-Keeper Till Brinkmann (63.). Der rechte Außenverteidiger Eugene Ofosu-Ayeh, mit seinen gelegentlichen flotten Ausflügen über den Flügel einer der auffälligsten Arminen, wurde in der 82. Minute von Anton Safonov von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte David Ulm sicher zum 1:3. Nach einer sehenswerten Gaye-Parade gegen den freistehenden Gucciardo stellte Geurts zum zweiten mit einem Schuss in den Winkel den Endstand her – 1:4 (89.). »Wir haben nicht das gezeigt, was wir können«, resümierte André Kording.

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