Tischtennis: Brackwede meldet nicht mehr für die 3. Liga – Neustart in der Regionalliga SVB findet sich mit Abstieg ab

Bielefeld (WB). Die SV Brackwede wird in der nächsten Saison nicht mehr in der 3. Tischtennis-Bundesliga aufschlagen. »Wir werden nicht für die 3. Liga melden, sondern planen einen Neuanfang in der Regionalliga«, gab SVB-Abteilungsleiter Thorsten List am Sonntag während des Heimspiels gegen den TTC Ruhrstadt Herne (2:6) bekannt. Grund für den Rückzug sei laut List die fehlende sportliche Perspektive in der 3. Liga.

Von Arndt Wienböker
Dwain Schwarzer befindet sich mit der SV Brackwede auf Abschiedstour aus der 3. Bundesliga.
Dwain Schwarzer befindet sich mit der SV Brackwede auf Abschiedstour aus der 3. Bundesliga. Foto: Thomas F. Starke

Spitzenspieler Yang Lei (Trainer bei Bundesligist Schwalbe Bergneustadt), Dwain Schwarzer (SC Staig), Balazs Hutter (ASV Süchteln) und Maximilian Dierks (Hannover 96) hatten bereits vor ein paar Wochen erklärt, dass sie in der kommenden Saison für einen anderen Verein spielen werden. »Und vier neue Spieler für die 3. Liga zu verpflichten, hätte nicht unserer Vereinsphilosophie entsprochen. Darum haben wir uns dazu entschieden, einen Schnitt zu machen. Das ist natürlich schade, aber in dieser Situation der bessere Weg«, erklärt Thorsten List, der die Meldefrist für die 3. Liga Nord (15. März) verstreichen lassen wird.

Vernünftig aus der 3. Liga verabschieden

In der Regionalliga West wird die SVB in der nächsten Saison dann mit einem Sechserteam an den Start gehen. Gesetzt dafür scheint Stefan Höppner, aktueller Spitzenspieler der 2. Mannschaft, zu sein. List: »Wir haben noch weitere Spieler im Verein, die dafür in Frage kommen. Außerdem gibt es in der Region genug Talente, die Regionalliga spielen können und wollen. Wir werden eine gute, neue Mannschaft aufbauen.«

Zunächst einmal gilt es aber, sich vernünftig aus der 3. Liga zu verabschieden. Der Klassenerhalt ist nach der gestrigen 2:6-Heimniederlage gegen den TTC Ruhrstadt Herne sowieso in unerreichbare Ferne gerückt. Der Rückstand ans rettende Ufer beträgt drei Spieltage vor Saisonschluss sechs Punkte.

Allerdings müsste der vorletzte Platz am Ende nicht zwangsläufig den sportlichen Abstieg bedeuten, da es in der Vergangenheit häufig so war, dass zum Beispiel der Regionalliga-Meister auf sein Aufstiegsrecht verzichtet hat. Das spielt für die SVB nun aber keine Rolle mehr, dennoch will sich das Team bestmöglich verabschieden. Dwain Schwarzer: »Es ist zwar nicht einfach, jetzt noch die Motivation aufrecht zu erhalten, aber wir wollen nicht Letzter werden.«

Gegen den Tabellenfünften aus Herne fehlte der verletzte SVB-Spitzenspieler Yang Lei (Tennisarm), was die Aufgabe von vornherein mehr als schwierig machte. Für ihn rückte Chris Klinksiek aus der SVB-Reserve ins Team. Schwarzer/Dierks sorgten mit einem klaren Dreisatzsieg im Doppel für den ersten Punkt. Im Einzel konnte dann nur noch Maximilian Dierks punkten – 2:6!

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.