2. Frauen-Bundesliga: Arminia feiert beim 2:0 gegen Herford den dritten Derbysieg Lattentreffer bringt DSC in Schwung

Bielefeld (WB). Die Derby-Bilanz bleibt makellos: Frauenfußball-Zweitligist DSC Arminia hat auch das dritte OWL-Duell der Saison für sich entschieden. Beim 2:0 (1:0) gegen den Herforder SV reichte den Bielefelderinnen dafür schon eine mäßige Leistung. Schon das Hinspiel (7:0) und das Derby gegen den FSV Gütersloh (1:0) hatte der DSC jeweils ohne Gegentor gewonnen.

Von Henrik Wittenborn
Entscheidend dazwischen: Maxine Birker stört Kira Kutzinski und leitet die Bielefelder Führung ein.
Entscheidend dazwischen: Maxine Birker stört Kira Kutzinski und leitet die Bielefelder Führung ein. Foto: Thomas F. Starke

DSC-Trainer Markus Wuckel hatte sichtlich Mühe, den letztlich über weite Strecken kaum gefährdeten und verdienten Erfolg einzuordnen – und irgendwie mit dem 1:4 gegen Meppen vor drei Wochen in Kontext zu bringen. »Da spielen wir gut und verlieren. Heute haben wir keinen guten Tag und gewinnen trotzdem«, kokettierte Wuckel. Denn vom angesprochenen Druck, den sein Team ab Minute eins aufbauen sollte, war mit Ausnahme der absoluten Anfangsphase (Maxine Birker scheiterte an Torhüterin Kira Kutzinski/2.) kaum etwas zu sehen.

Herford hat die erste Großchance

Stattdessen muckte der Nachbar aus Herford, der sich laut Trainer Ralf Lietz beim 0:3 gegen Delmenhorst zuletzt in allen Belangen desolat präsentiert hatte, plötzlich auf und überraschte den DSC immer wieder mit guten Kombinationen – und einer funktionierenden Abseitsfalle. Allein in den ersten 20 Minuten standen die Bielefelder Offensivkräfte vier Mal in der verbotenen Zone.

Und der HSV hatte sogar die Möglichkeit zur Führung: Erst ließ Giustina Ronzetti Arminias Außenverteidigerin Lea Malin Mößinger aussteigen und scheiterte mit ihrem strammen Schuss aufs rechte Eck an Vivien Brandt. Dann legte Ronzetti nach dem besten Angriff der gesamten Partie im Strafraum zu Lisa Lösch, die allerdings ebenfalls an der stark reagierenden Brandt scheiterte (26.).

Ein Wachmacher, den der DSC ganz offensichtlich dringend gebraucht hat. Nach einem langen Ball von Laura Liedmeier tauchte erneut Birker vor Kutzinski auf, überlupfte die Torhüterin gedankenschnell, traf dabei allerdings nur die Unterkante der Latte. Arminia konnte die Schlagzahl jetzt deutlich erhöhen. Nachdem Lena Schulte per Kopf das 1:0 noch verpasst hatte, brauchte der DSC zur Führung dann allerdings die Hilfe das Gegners: Kutzinski vertändelte am Strafraum gegen Birker, Sarah Grünheid stand genau richtig und musste nur noch zur Führung einschieben.

Grünheid macht erst spät alles klar

Und hätten Lena Schulte (62.) und Annabel Jäger (69.) ähnliche Qualitäten vor dem leeren Tor gezeigt, dann wäre das Derby schon weit vor der Schlussphase entschieden gewesen. Die beiden Mittelfeldspielerinnen schossen (Schulte) beziehungsweise köpften (Jäger) allerdings aus kurzer Distanz vorbei. »Wir müssen so ein Spiel eher entscheiden«, klagte Wuckel. Genau das war dann wieder seiner Torjägerin überlassen. Kutzinski konnte sich in der 84. Minute im Luftkampf gegen Laura Liedmeier nicht durchsetzen, wieder stand Grünheid auf der Torlinie richtig und musste dem Ball nur noch den entscheidenden Richtungswechsel zur Entscheidung verpassen.

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