Arminia-Frauen erwarten Nachbar Herforder SV Von der ersten Minute an Druck ausüben

Bielefeld (WB/jm). Markus Wuckel hat seine Mannschaft wieder mal auf der einen oder anderen Position ein bisschen umgekrempelt. »Lass dich überraschen«, sagt der Trainer des Frauenfußball-Zweitligisten DSC Arminia vor dem Heimspiel gegen den Herforder SV Borussia Friedenstal (So., 14 Uhr, Schillerstraße) ebenso amüsiert wie geheimnisvoll.

Arminias Sarah Grünheid (links) war beim souveränen 7:0-Hinspielsieg in Herford viermal erfolgreich. Hier umkurvt sie SCH-Torhüterin Lisa Ostwald.
Arminias Sarah Grünheid (links) war beim souveränen 7:0-Hinspielsieg in Herford viermal erfolgreich. Hier umkurvt sie SCH-Torhüterin Lisa Ostwald. Foto: Henrik Wittenborn

»Es ist wirklich schade, dass wir durch Spielausfälle und Länderspielpausen keinen Spielrhythmus bekommen. Darum freuen wir freuen uns, dass es endlich losgeht«, sagt Kapitänin Maxi Birker stellvertretend für ihr Team. Gut drei Wochen nach der 1:4-Heimpleite gegen SV Meppen ist Arminia im 13. Meisterschaftsspiel um Wiedergutmachung bemüht. Da der Rasenplatz im Queller Waldstadion gesperrt worden ist, findet die Partie auf dem Kunstrasen an der Schillerstraße statt.

Wuckel, der noch nicht auf Winter-Neuzugang Leni Jakober zurückgreifen kann: »Die Trainingswochen haben uns gut getan. Die Mannschaft macht jetzt einen besseren Eindruck.« Er möchte Sonntag einen DSC sehen, der »von der ersten Minute an zeigt, wer als Sieger vom Platz gehen wird. Wir wollen so einen Druck ausüben, dass Herford gar nicht auf den Gedanken kommt, etwas Zählbares mitzunehmen.«

»Selbstbewusst auftreten«

Maxi Birker sieht das OWL-Duell als »unser wieder mal erstes Saisonspiel« an und warnt davor, den kriselnden Nachbarn zu unterschätzen. »Wir müssen die Zweikämpfe von Anfang an annehmen und gewinnen. Sie haben vorne die individuelle Klasse, aus dem Nichts ein Tor zu erzielen.« Damit dürfte sie besonders Giustina Ronzetti ansprechen, die schon achtmal getroffen hat – die Hälfte der gesamten HSV-Saisonausbeute.

Birkers Rezept für den achten DSC-Dreier, der gerne ähnlich souverän ausfallen darf wie beim 7:0-Hinspiel: »Selbstbewusst auftreten, den Ball gut in den eigenen Reihen laufen lassen.« Meint: »Den Ball auch einfach mal halten und Sicherheit gewinnen, statt mit dem Kopf durch die Wand zu wollen.« Das sieht Laura Liedmeier ähnlich: »Wir brauchen Spielfreude, aber auch die nötige Ruhe am Ball. Dann sollte es auch mit den Toren und dem Sieg klappen.«

Der Herforder SV Borussia Friedenstal, Drittletzter, hat erst sechs Punkte auf seinem Konto und ist die schwächste Auswärtsmannschaft der 2. Liga: fünf Spiele, fünf Niederlagen, 5:20 Tore. Nach dem lust- und fantasielosen 0:3 gegen Mit-Kellerkind Jahn Delmenhorst wollte sich der nach dieser Saison ausscheidende Trainer Ralf Lietz am liebsten bei jedem Zuschauer entschuldigen.

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