Basketball: TSVE-Dolphins wollen Klassenverbleib aus eigener Kraft schaffen Im 57:86-Hinspiel ohne Energie

Bielefeld  (WB/hw). Die zweite Chance, vorzeitig den Ligaverbleib zu markieren: Mit einem Sieg gegen Tabellennachbar Werne würden die Basketballer der TSVE-Dolphins auch in der nächsten Saison definitiv in der 2. Regionalliga auflaufen. Die Lady Dolphins wollen auswärts ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

Dzemal Taletovic hat zu lernen, dass er ein TSVE-Führungsspieler ist.
Dzemal Taletovic hat zu lernen, dass er ein TSVE-Führungsspieler ist. Foto: Henrik Wittenborn

2. Regionalliga

TSVE Bielefeld – Lippe Baskets Werne (Sa., 19 Uhr, Carl-Severing-Halle 1). Höchstwahrscheinlich müssen die Dolphins für den Klassenverbleib selbst gar nicht mehr aktiv werden. Dass der VfL Bochum II ausgerechnet beim Spitzenteam SVD Dortmund die dringend benötigten Punkte einsammelt, ist nicht unbedingt zu erwarten. Verliert Bochum, spielt das eigene Ergebnis in den Rechenspielen zum Ligaverbleib keine Rolle mehr. »Aber wir wollen das jetzt selbst zu Ende bringen«, sagt Bielefelds Trainer Emre Atsür. Blicke nach Dortmund, wo die Partie eine halbe Stunde eher beginnt, gibt es also frühestens nach dem Schlusspfiff. »Es wäre uns wichtig, es aus eigener Kraft zu schaffen, nachdem wir die erste Chance schon vergeben haben«, meint Atsür. Mit einem Heimsieg gegen SVD Dortmund wäre die Rechnerei schon am Vorwochenende zu den Akten gelegt worden. Atsür ist die Konstellation allerdings durchaus recht. »Wir haben noch etwas gutzumachen.« Spricht man die Dolphins auf das Hinspiel in Werne an, wird dem 57:86 postwendend das Prädikat »schlechtestes Spiel der Saison« verliehen. »Da hatten wir überhaupt keine Energie auf dem Feld und haben nicht gekämpft«, erinnert sich Atsür an die Klatsche. Zum Teil habe das auch am Gegner gelegen. »Sie sind technisch nicht wirklich versiert, aber kämpferisch dafür umso mehr. Damit sind wir nicht klargekommen.« Eine andere Erklärung: Personell sind die Dolphins damals wie heute nicht optimal aufgestellt. »Marc Lehmkühler ist im Prinzip unser einziger echter Aufbauspieler«, sagt Atsür. Immerhin füllt sich der zuletzt krankheitsbedingt dezimierte Kader wieder. Nico Rixe und Miles Osei haben ihre Erkältungen auskuriert. Olaf Weiß muss hingegen erneut zuschauen. Für seine Leitwölfe Dzemal Taletovic und Mirko Derek hat Atsür nach dem unauffälligen Auftritt gegen Dortmund einen Spezialauftrag parat. »Sie müssen Energie reinbringen. Gerade Dzemo muss lernen, dass er bei uns ein Führungsspieler ist.«

Regionalliga Damen

Velberter SG – TSVE Lady Dolphins Bielefeld (So., 15 Uhr). Die Gastgeberinnen kämpfen gegen den TSVE um ihre letzte Chance auf den Klassenverbleib. Bei einem Bielefelder Sieg wäre Velbert vorzeitig abgestiegen. »Deshalb erwarte ich auch, dass sie hart kämpfen werden«, sagt TSVE-Trainer Emrah Turan. Für sein Team sieht die Ausgangslage derweil anders aus. Mit 17 Punkten und Platz sechs sind die Lady Dolphins am Maximum angekommen. Weiter nach oben kann es nicht mehr gehen. »Wir haben am Anfang zu viele Punkte liegen gelassen. Umso wichtiger ist es, unsere Position jetzt bis zum Schluss zu verteidigen«, sagt Turan. Mit Ausnahme von Julia Brinkmann, die im Urlaub die Skipisten unter die Bretter nimmt, steht Turan der gesamte Kader zur Verfügung.

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