Westfalenliga: VfB muss beim SC Herford auf Schwesig und Szeleschus verzichten Unentschieden helfen Fichte nicht mehr

Bielefeld (WB/hw). Schon acht Mal hat der VfB Fichte als Unentschieden-König die Plätze der Fußball-Westfalenliga in dieser Saison mit einem Punkt verlassen. »Das wäre jetzt zu wenig. Wir müssen dieses Spiel irgendwie gewinnen. Zur Not auch dreckig«, sagt Co-Trainer Güven Aydin vor der Partie beim SC Herford am Sonntag (15.30 Uhr).

Bloß nicht zu Fall kommen: Jan Menne (rechts) und der VfB Fichte müssen in Herford punkten – am besten dreifach.
Bloß nicht zu Fall kommen: Jan Menne (rechts) und der VfB Fichte müssen in Herford punkten – am besten dreifach. Foto: Hans-Werner Büscher

Denn allmählich müssen die Hüpker im Abstiegskampf in die Gänge kommen – am besten gegen den direkten Konkurrenten. Überraschend tut sich auch der vor der Saison namhaft verstärkte Nachbar schwer und steht mit einem Punkt Vorsprung auf den VfB auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Der Haken für Güven Aydin: Herford hatte am vergangenen Wochenende frei und könnte mit zwei Siegen gegen Fichte und im Nachholspiel gegen Beckum davonziehen.

Erstes Pflichtspiel für Herford

SC-Trainer Sascha Cosentino sieht seine Herforder allerdings nicht unbedingt im Vorteil: »Fichte ist im Rhythmus, für uns geht es jetzt erst los.« Allerdings darf Ex-Armine Cosentino durchaus optimistisch sein. Vor der Winterpause rettete sich sein Team mit einem 2:0 gegen Preußen Münster II auf die Nicht-Abstiegsplätze und setzte den positiven Trend auch in den Testspielen gegen höherklassige Gegner fort.

Dass die Bielefelder trotz des vorhandenen Drucks guten Mutes nach Herford fahren dürfen, liegt vor allem an der couragierten Leistung gegen den 1. FC Gievenbeck am vergangenen Wochenende. Über 90 Minuten war beim 1:2 kein echter Unterschied zwischen dem Spitzenreiter und dem Aufsteiger vom VfB zu erkennen – nur in einer letztlich entscheidenden Größe. Aydin: »Gievenbeck hat die Tore gemacht und unsere Fehler bestraft und wir eben nicht. Aber positiv ist, dass wir die vielen Gelegenheiten überhaupt bekommen.«

Das könnte auch gegen Herford der Fall sein: Mit 42 Gegentoren – fünf davon beim 1:5 im Hinspiel – stellt Herford die schwächste Defensive der Liga. »Mehr als die Hälfte davon haben wir nach Standards kassiert und ein paar Spiele sehr deutlich verloren«», erinnert sich Cosentino vor allem an das schmerzliche 0:8 gegen den SV Schermbeck.

Schwesig fällt mit Schulterproblemen aus

Unaufmerksamkeiten wie beim Gievenbecker Siegtreffer sind für Fichte allerdings nicht drin. »Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen«, weiß Aydin. Neben Niklas Szeleschus (Muskelfaserriss) müssen die Hüpker allerdings auch auf David Schwesig verzichten. Der Abwehrmann zog sich gegen Gievenbeck eine Bänderdehnung in der Schulter zu.

Die Herforder setzen laut Cosentino vor allem auf ein »schnörkelloses Spiel. Wir sollten unsere Angriffe abschließen, weil Fichte nach Ballverlusten schnell umschaltet.« Der SCH muss dabei allerdings auf eine Reihe in Bielefeld bestens bekannter Gesichter verzichten. Die Ex-Arminen Khalil Kleit und Jannis Wehmeier fallen aus, bei Michael Zech (ehemals Theesen) »wird es eng.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.