Fußball: Arminia, BSV West und Jöllenbeck gewinnen Finals der Endrunde Altliga: Träume werden wahr

Bielefeld(WB). Alle drei Titel bleiben in Bielefeld: Die Altliga-Hallenmeister heißen DSC Arminia (Ü50), BSV West (Ü40) und TuS Jöllenbeck (Ü32). In der Carl-Severing-Halle 1 wurden dabei nicht nur die Vertreter für die Westfälischen Meisterschaften ermittelt, sondern sogar noch lang gehegte Träume erfüllt.

Von Henrik Wittenborn
Auch die KSC-Doppelbewachung konnte seine Kreise nicht einschränken: Sören Siek führte den TuS Jöllenbeck zum 8:2-Sieg im Finale der Ü32.
Auch die KSC-Doppelbewachung konnte seine Kreise nicht einschränken: Sören Siek führte den TuS Jöllenbeck zum 8:2-Sieg im Finale der Ü32. Foto: Henrik Wittenborn

Ü50: Arminia mischt Teams

DSC Arminia I – DSC Arminia II 8:5 (2:2). Schon vor dem Anpfiff der Partie war für Arminias Dirk Bockholdt klar, dass es seine letzte in der Altliga sein würde. »Ich habe mit Arminia alle Titel gewonnen, die es gibt. Und mit 55 reicht es dann irgendwann auch«, sagte der Deutsche Ü50-Meister von 2015. Ausgerechnet auf den letzten Metern seiner Altliga-Laufbahn erfüllte sich der Trainer der Bielefelder Ü32-Mannschaft dann aber noch einen lang gehegten Traum.

»Ich wollte mir beim Torjubel schon immer mal das Trikot ausziehen«, scherzte Bockholdt. Doch beinahe hätte er seinen großen Moment am Samstag noch verpasst. Nach seinem Treffer zum 8:5-Endstand drehte Bockholdt jubelnd ab und erinnerte sich gerade noch rechtzeitig an sein Vorhaben. Glück für den Altmeister: Schiedsrichter Klaus Münstermann ließ noch einmal Gnade vor Recht ergehen und verzichtete darauf, Bockholdt die für seine Jubelarie eigentlich fällige Gelbe Karte zu zeigen.

Ü40: West in letzter Sekunde

Glücksmoment: Der BSV West feiert den späten 1:0-Sieg über Steinhagen. Foto: Henrik Wittenborn BSV West – Spvg. Steinhagen 1:0 (0:0). Der Schlüssel zum zweiten Bielefelder Titel des Tages war ebenso simpel wie effektiv. »Wenn man spät trifft, dann kann der Gegner eben nicht mehr reagieren«, sagte Olaf Brodziak als Mann des Tages beim BSV. Ein besseres Timing hätte Wests Nummer 9 gar nicht beweisen können.

Fünf Sekunden vor dem Ende tauchte Brodziak plötzlich noch einmal frei vor Steinhagen Torhüter Carsten Johanning auf und versenkte flach zum umjubelten Sieg. Bis zum späten Siegtreffer hatte eigentlich alles auf eine Entscheidung im Sechsmeterschießen hingedeutet.

West und die Steinhagener, die ohne den ehemaligen Arminia-Profi Detlev Dammeier auskommen mussten, begegneten sich über die gesamten 50 Minuten auf Augenhöhe und vergaben ihre wenigen Torchancen. »Es ging sehr taktisch zu. Jeder hat auf den ersten Fehler beim Gegner gewartet und keiner wollte ihn machen«, sagte Brodziak. In der Schlussphase riskierte die Spvg. dann zu viel und kassierte nach einem Balverlust in der eigenen Offensive den späten Knock-Out. Der BSV krönte damit seine starke Hallensaison. Im Halbfinale hatten die Westler unter anderem den Favoriten vom DSC Arminia ausgeschaltet.

Ü32: Jöllenbeck souverän

KSC Bosna i. Hercegovina – TuS Jöllenbeck 2:8 (2:3). Gerade einmal zwei Tage lang gehörte Jöllenbecks Sören Siek zum Klub der Ü32er ehe er seinen TuS am Samstag zur Altliga-Meisterschaft schoss. Zwar feierte Siek erst am Donnerstag seinen 32. Geburtstag, war laut Statuten allerdings schon seit Jahresbeginn spielberechtigt.

»Aber eigentlich wollte ich hier gar nicht spielen und musste ein bisschen überredet werden«, berichtete der regionalligaerfahrene Siek, der sonst in der Jöllenbecker Bezirksliga-Mannschaft aufläuft. War’s das Problem mit dem Stempel »Altliga«? »Nein, das überhaupt nicht. Alt werden wir schließlich alle mal«, flachste Siek nach seinem Viererpack im Finale.

Dabei musste der TuS nach dem Treffer von Nihat Becirovic zunächst einem Rückstand hinterher laufen. Den drehte Siek mit drei Treffern zwischen der 7. und 14. Minute beinahe im Alleingang, ehe Bosna erneut durch Becirovic noch vor der Pause verkürzte.

Nach Wiederbeginn wurde die Klasse der Jöllenbecker allerdings von Minute zu Minute zu übermächtig für den KSC. Ilyas Cakar, Bezirksliga-Coach Tobias Demmer, Christoph Stöck, erneut Siek und Peter Schmoranz schraubten das Ergebnis beinahe mühelos in die Höhe. Bosna rannte zwar unentwegt gegen die drohende Niederlage an, scheiterte aber immer wieder am herausragenden Sebastian Blümel – noch so eine Leihgabe aus Demmers Bezirksliga-Kader – im Jöllenbecker Tor.

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