Handball-Oberliga: TSG beendet VfL-Siegesserie und baut mit 26:20-Erfolg den Vorsprung auf den Dritten aus Siebter Feldspieler bringt den Sieg

Bielefeld (WB/jm). Die TSG A-H Bielefeld hat zu einem guten Zeitpunkt zu alter Stärke zurückgefunden. Dank eines deutlichen 26:20 (13:8)-Sieges beim VfL Gladbeck im ersten Match der Rückrunde der Handball-Oberliga konnte der Vorsprung auf den Tabellendritten auf fünf Punkte ausgebaut werden.

Das war endlich wieder eine Spitzen-Teamleistung: Jubelnde TSG-er nach dem 26:20 beim Tabellendritten VfL Gladbeck.
Das war endlich wieder eine Spitzen-Teamleistung: Jubelnde TSG-er nach dem 26:20 beim Tabellendritten VfL Gladbeck.

Die TSG zockte mutig und überraschte am Samstagabend über weite Strecken mit einer neuen strategischen Finesse. Von der zehnten Minute an schuf ein siebter Feldspieler konsequent Überzahlsituationen. »Wir haben das schon länger trainiert. Ich habe es als sinnvoll erachtet, das Mittel mal einzusetzen«, meinte Boy. Gladbeck sei wohl generell darauf vorbereitet gewesen, »aber wir haben es gut gemacht. Sie haben die Aufgabe nicht lösen können.«

6:0-Abwehr steht

Der Liga-Hit begann mit einer schicken Lichtshow. Gladbecks Serientäter strotzten nach zuletzt sieben Siegen vor Selbstbewusstsein und wollten unbedingt den nächsten Feiertag. Doch der Gast hatte sich mindestens genauso viel vorgenommen und fand in der rappelvollen Riesener Halle auch besser ins Spiel –2:0 (4.).

Weil hüben wie drüben lange Angriffe gefahren wurden und zudem das Bielefelder 6:0-Abwehrbollwerk samt eines starken Maximilian Kroll dahinter tadellos funktionierte, entwickelte sich ein lange Zeit torarmes Spiel. Bis zur 16. Minute (5:3) ließ die erbarmungslose TSG, die immer wieder die VfL-Versuche unterbrach, lediglich zwei Tore aus dem Feld zu.

TSG findet passende Antwort

Gladbecks Topshooter Max Krönung, der sich mit zwei Treffern begnügen musste, markierte in der 18. Minute seinen ersten Treffer zum 6:6-Ausgleich (18.); es sollte der erste und zugleich auch letzte Gleichstand bleiben. Denn in der Folge verbarrikadierte die TSG neun Minuten lang ihren Kasten und zog in dieser Phase bis auf 13:6 davon; die Basis fürs Erfolgserlebnis. Boy: »Das war bombastisch. Jeder hat für jeden gearbeitet. Wir haben nichts zugelassen und technische Fehler provoziert.«

In der 30. Minute sah Gustav Rydergård seine zweite Zeitstrafe. Gladbeck nutzte diese Überzahl vor und nach der Pause zu zwei Treffern und dem 13:9-Anschluss; der engste Spielstand. Denn die TSG wusste zum richtigen Zeitpunkt stets die passende Antwort. Krönungs letzter Treffer zum 19:14 (45.) konterte der Gast mit einer Serie: Nils Prüßner, Arne Kröger, Julius Hinz und Tim Schuwerack in Unterzahl – vorausgegangen war eine Rote Karte gegen den Schweden Rydergård – erhöhten auf 23:14 (54.)! Längst die Entscheidung!

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