Jöllenbeck bekommt von Spenge die Grenzen aufgezeigt Derby muss beim TuS 97 »aus den Köpfen«

Bielefeld (WB). »Wir müssen das Derby schnell aus den Köpfen kriegen und nächstes Wochenende gegen Möllbergen eine andere Leistung zeigen.« Eric Husemann war bereits unmittelbar nach Schlusspfiff am Freitagabend darum bemüht, die 20:33 (10:17)-Klatsche gegen den TuS Spenge ohne Folgeschäden abzuarbeiten.

Von Arndt Wienböker
Leon Ludwigs und der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck blieben im Derby gegen Spenge ohne Chance – 20:33!
Leon Ludwigs und der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck blieben im Derby gegen Spenge ohne Chance – 20:33! Foto: Peter Unger

Der Trainer des Handball-Oberligisten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck musste eingestehen, dass die Niederlage gegen den neuen Tabellenführer, der von der gestrigen Pleite der TSG A-H Bielefeld in Mennighüffen (23:25) profitierte, »auch in dieser Höhe verdient« gewesen war.

Spenger Lernprozess greift

Eine bittere Erkenntnis, aber in der Tat dominierte der Favorit aus Spenge das Nachbarschaftsduell ab der 19. Minute (9:9) nach Belieben. »Wir haben auch ein bisschen was ausprobiert, schließlich haben wir 14, 15 gute Spieler, die alle heiß auf einen Einsatz sind. Der Lernprozess greift«, stellte Spenges Trainer Heiko Holtmann fest.

Jöllenbeck geriet durch einen 0:6-Lauf vor der Pause bereits vorentscheidend in Rückstand (10:17). Die vage Hoffnung, ähnlich wie im Stadtderby gegen die TSG (28:31) noch einmal ins Spiel zurückzukommen – die TSG weilte am Freitag übrigens mit der kompletten Mannschaft unter den 1000 Zuschauern in Jöllenbeck – zerschlug sich schnell. Spenge spielte souverän die komplette Breite seines Kaders aus – mit dem siebenfachen Torschützen Leon Prüßner als Aktivposten im Angriff.

Jöllenbeck dagegen biss sich an der robusten Spenger Abwehr mit Oliver Tesch und Gordon Gräfe im Innenblock die Zähne aus, wobei auch die limitierten Rückraum-Möglichkeiten des Aufsteigers gegen einen Gegner dieses Kalibers offensichtlich wurden.

Heimspiel gegen Möllbergen wartet schon

»Wir haben es nicht geschafft, deren Deckung in Bewegung zu bringen und sind zu wenig auf die Lücken gestoßen. Unsere Quote im Angriff war alles andere als gut«, fasste ein frustrierter TuS 97-Kapitän Leon Ludwigs nach dem einseitigen Derby zusammen. Heiko Holtmann stellte nach dem neunten Sieg in Folge vergnügt fest: »Ich bin ziemlich glücklich darüber, wie gut wir im Moment in der Abwehr spielen.«

Die Häupter müssen die Jürmker nun aber schnell wieder nach oben bekommen, denn am kommenden Samstag wartet das Heimspiel gegen den TuS Möllbergen. »Dann müssen wir wieder punkten«, fordert auch der Sportliche Leiter Thorsten Lehmeier ein anderes Auftreten als am Freitagabend. Glück für den TuS 97: Der Fünf-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge ist nach Abschluss der Hinrunde geblieben, weil der Vorletzte aus Augustdorf am Freitagabend bei LIT Tribe Germania (29:34) ebenfalls leer ausgegangen ist.

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