Handball: Bielefelder empfangen TBV Lemgo zum All-Star Game Uni-Auswahl: Kein Druck, aber ein Ziel

Bielefeld (WB). Als Trainer der Handball-Auswahl der Universität und Fachhochschule Bielefeld hat Ludwig Vogel vor dem All-Star Game am nächsten Mittwoch vor allem eines im Sinn: bloß keinen Druck aufbauen. Zu übermächtig wird der Gegner vom TBV Lemgo sein. Zur Formulierung eines Ziels lässt sich Vogel dann aber doch noch hinreißen: »Unter 40 Tore kassieren und mehr als 20 werfen...«

Von Henrik Wittenborn
Zweites Kräftemessen mit dem Bundesligisten: Trainer Ludwig Vogel, Marius Moning (Fördergesellschaft Sport), Dr. Marc Samson-Baudisch (Hochschulsport), Spieler Robin Wetzel und Lemgos Geschäftsführer Ulrich Kaltenborn freuen sich auf’s All-Star Game.
Zweites Kräftemessen mit dem Bundesligisten: Trainer Ludwig Vogel, Marius Moning (Fördergesellschaft Sport), Dr. Marc Samson-Baudisch (Hochschulsport), Spieler Robin Wetzel und Lemgos Geschäftsführer Ulrich Kaltenborn freuen sich auf’s All-Star Game. Foto: Henrik Wittenborn

Und das Vorjahr darf seinem Team durchaus Mut machen, wenn es heute in einer Woche um 19 Uhr auf die Platte der Uni-Sporthalle geht. Denn Vogels Vorgabe wurde vor einem Jahr mehr als nur erfüllt. Beim 27:37 präsentierte sich die Uni-Auswahl phasenweise sogar als ebenbürtiger Gegner. Mit deutlichen Auswirkungen auf das Gemüt des Lemgoer Trainers: »Florian Kehrmann ist da zwischendurch ganz schön nervös geworden«, scherzte Vogel mit einem Augenzwinkern in Richtung des gestern ebenfalls anwesenden TBV-Geschäftsführers Ulrich Kaltenborn.

Uni-Auswahl muss auf TSG-Block verzichten

Eine Frotzelei, die sich noch rächen könnte? Der TBV-Boss ließ sich gerne auf den vorweggenommenen verbalen Schlagabtausch ein. »Das war sicher keine Glanzleistung von uns. Wir wollen uns wieder besser präsentieren«, sagte Kaltenborn. Für Vogel und sein Team dürfte das keine wirklich gute Nachricht sein. Die Lemgoer müssen auf ihre Nationalspieler Donat Bartok (Ungarn), Azat Valiullin und Piotr Wyszomirski (Polen) verzichten, die ab Freitag bei der Europameisterschaft in Kroatien im Einsatz sind.

Ludwig Vogel hat mit personellen Problemen der ganz anderen Art zu kämpfen. Einen Kader konnte der Coach etwas mehr als eine Woche vor dem großen Spiel nämlich noch nicht final benennen. Zu zäh erweisen sich die Verhandlungen mit den Vereinen seiner Spieler über die nötigen Abstellungen. Für einen großen Block seiner Mannschaft hat er allerdings schon Klarheit: Wie berichtet werden die Oberliga-Spieler der TSG A-H Bielefeld aufgrund einer wichtigen Trainingseinheit vor dem Spiel gegen den VfL Mennighüffen nicht abgestellt. »Damit fehlen uns schon einmal acht Spieler«, sagt Vogel.

Zweites Duell mit dem TBV Lemgo

Zur schlechten konnte er aber auch eine gute Nachricht präsentieren: Mit Dominik Waldhof (VfL Eintracht Hagen) kann die Auswahl, die sich aus Studenten der Universität und der Fachhochschule Bielefeld zusammenstellt, auf einen Zweitliga-Spieler zählen. Zudem sehe es danach aus, als könnte die Uni in diesem Jahr auf seine Studenten, die beim Oberligisten TuS Spenge unter Vertrag stehen, vertrauen.

Das erneute Aufeinandertreffen mit dem TBV Lemgo ist nach zwei Duellen mit dem TuS N-Lübbecke (2013 und 2016) schon das vierte Kräftemessen mit einem Profiklub. Die 350 Tickets wird es nur an der Abendkasse (3 Euro für Studierende, 5 Euro für Externe) geben. Gespielt wird traditionell für den guten Zweck: In diesem Jahr sollen alle Einnahmen dem Projekt »Open Sunday« in der Volkening- und Hellingskampschule zur Verfügung gestellt werden.

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