Handball-Kreispokal: Frauen ermitteln Endrundenteilnehmer In den Wettkampfmodus finden

Bielefeld  (WB/jm). Der TuS Spenge hat’s in der vorigen Saison vorgemacht, warum es sich lohnt, den Handball-Kreispokal zu gewinnen. Die Tingeltour durch die weiteren Pokalrunden endete erst im April 2017 beim Final Four in der Hamburger Barclaycardarena, und am Ende des Tages durfte sich der Oberliga-Zweite das Gütesiegel »Deutscher Pokalsieger der Amateure« anheften.

Sarah Kehde (Nummer 5), neue Trainerin des TuS 97, wurde im Vorjahr als beste Spielerin ausgezeichnet.
Sarah Kehde (Nummer 5), neue Trainerin des TuS 97, wurde im Vorjahr als beste Spielerin ausgezeichnet. Foto: Hans-Werner Büscher

Am Freitag um 17 Uhr startet die nächste Auflage des Kreispokalwettbewerbs, zum zehnten Mal in dem neuen Modus. Diesmal wird an allen drei Turniertagen in der Jöllenbecker Realschulhalle Handball gespielt. Apropos: Nachdem der Handballkreis in den zurückliegenden Jahren zweimal annähernd 2000 Euro Reinigungskosten in Jöllenbeck wegen Harzverschmutzung – abseits des Spielfeldes! – berappen musste, »werden wir diesmal rigoros drauf achten, dass die Mannschaften sorgsam mit der Pecke umgehen«, sagt Kreisvorsitzender Thomas Boerscheper streng. »Das ist ein Problem. Wir werden die Vereine deutlich verdonnern. Klappt’s nicht, spielen wir eben ohne Harz.« Eine Drohung, die seiner Vorfreude nichts anhaben kann. »Die Handballpause war wegen der Frauen-WM doch arg lang. Ich freue mich auf schöne Spiele. Mein Gefühl sagt mir, es wird richtig voll.«

TSG und TuS 97 mit sechs Teams

Die TSG Altenhagen-Heepen und der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck stellen traditionell jeweils sechs Teams im Feld der 16 Frauen- und 20 Männermannschaften. »Bei den Frauen sind’s drei Teams mehr als 2017. Diese Entwicklung freut mich«, merkt Boerscheper an. Heute ermitteln zunächst die Frauen in vier Gruppen jenes Sextett, das den Sprung in die Endrunde nach Jöllenbeck (Sonntag ab 11 Uhr) schafft. Titelverteidiger ist Verbandsligist TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck, der es in eigener Halle in der Gruppe 2 mit der TSG Altenhagen-Heepen und TG Herford II zu tun bekommt. Es ist die erste Bewährungsprobe für die neue Trainerin Sarah Kehde, die vor Jahresfrist von der Jury zur besten Turnierspielerin gewählt worden war. Nach ihrer Amtsübernahme vom zurückgetretenen Benny Hücker will ist sie auf Sieg eingestellt. »Wir hatten genug Zeit und haben sie gut genutzt. Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken. Zum Beispiel die Abwehr und das Tempo im Angriff.«

»Pecke« in Herford nicht erlaubt

Der unterlegene Vorjahresfinalist HT SF Senne spielt in Herford in der Halle des Friedrichsgymnasiums. Dort herrscht Haftmittelverbot. Gegner in der Gruppe 3: TSG Altenhagen-Heepen II und HSG Schröttinghausen-Babenhausen. »Interessante Aufgaben, die nicht superschwer erscheinen«, findet HT-Coach Timo Brändel, der die 97-er wiederum als Topfavoriten ausmacht. »Auch die TG Herford ist nicht zu unterschätzen. Wir wollen den Wettbewerb als Vorbereitung nutzen, um gut ins Jahr zu kommen.«

Spenger Duo zum TuS 97?

Bei den Männern hat es die Gruppe 2 in sich. Mit dem TuS Spenge und VfL Mennighüffen treffen zwei der vier teilnehmenden Oberligisten direkt aufeinander. In der Gruppe 1 bekommt es Ligarivale TuS 97 unter anderem mit dem HT SF Senne zu tun. »Wir wollen möglichst weit kommen, haben aber kein einfaches Programm. Im Überkreuzspiel werden wir es mit Spenge oder Mennighüffen zu tun bekommen«, schwant Trainer Sven-Eric Husemann, der auf Arne Kämpfer (Knie) und Moritz Pieper (Urlaub) verzichten muss, Böses. »Das Punktspiel in der Woche darauf in Gevelsberg ist für uns wichtiger.« TuS 97-Chef Ralf Klusmann wünscht sich für beide Topteams des Klubs, dass »sie sich positiv verkaufen und den Schwung mitnehmen in die Serie. Die ist wichtiger als der Pokal.« Unterdessen feilen sie beim TuS 97 an spektakulären Transfers. Ralf Klusmann bestätigt Gespräche mit Sebastian Reinsch und Sebastian Kopschek vom TuS Spenge. »Aber es ist noch nichts hundertprozentig!«

TSG nimmt den Pokal ernst

Oberligaprimus TSG A-H Bielefeld nimmt den Kreispokal »ernst«, betont Trainer Michael Boy. »So eine Vorbereitung ist immer besser als Training. Die Spielzeiten sind kurz, also muss jeder gleich parat sein.« In der Gruppe 4 geht’s in Brake gegen die »Dritte« der TSG (Bezirksliga), HSG EGB Bielefeld II (Kreisliga A) und TV Lenzinghausen (Kreisliga B). Die verletzten Marius Kastening, Gustav Rydergård, Dr. Carl-Moritz Wagner und Jonas Zwaka werden noch pausieren müssen. Linksaußen Zwaka war wegen eines Leistenbruchs in der Woche vor Weihnachten operiert worden und wird frühestens Ende Januar wieder eingreifen können. »Ich qualifiziere mich lieber auf andere Weise für den DHB-Pokal. Aber das ist noch Zukunftsmusik«, schmunzelt Michael Boy – Drittligisten wären 2018/19 automatisch im Lostopf! Für Christian Sprdlik ist der Wettbewerb eine Premiere in aktiver Funktion. »Als Zuschauer war ich schon öfter da. Die Geschichte ist gut aufgezogen. Wenn wir teilnehmen, wollen wir den Pokal am Ende auch hochhalten«, erklärt der TSG-Geschäftsführer kämpferisch. »Das ist ein wichtiger erster Auftakt, um wieder in den Wettkampfmodus zu finden. Wir nehmen den Kreispokal so ernst wie ein Meisterschaftsspiel.«

Boerschepers Finale: TSG – Spenge

Thomas Boerscheper tippt auf ein Endspiel TuS Spenge gegen die TSG. »Das ist möglich; mit etwas Taktieren«, sagt er schelmisch. Insgesamt werden Prämien von 2500 Euro ausgeschüttet. Jeweils 500 Euro gehen an die Sieger.

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