Junioren-Bundesligen: DSC steht auf einem Abstiegsplatz – U17 weiter voll im Soll Arminias U19 braucht eine Siegesserie

Bielefeld (WB). Das Warten auf die Wende: Arminias U19 muss in der A-Junioren-Bundesliga auf dem unliebsamen ersten Abstiegsplatz überwintern. Seit Saisonstart kam das Team von Uwe Grauer zu keinem Zeitpunkt wirklich in Tritt. Deutlich besser läuft es für die U17 des DSC – Trainer Oliver Krause steht in der Rückrunde zwar nicht unbedingt unter Druck, aber vor ganz anderen Herausforderungen

Von Henrik Wittenborn
Schlüsselspieler: Roberto Massimo (rechts) zählt eigentlich zu Arminias U19-Bundesliga-Kader. Zuletzt spielte sich der Angreifer gemeinsam mit Kapitän Cerruti Siya allerdings auch in den Fokus von Profi-Trainer Jeff Saibene.
Schlüsselspieler: Roberto Massimo (rechts) zählt eigentlich zu Arminias U19-Bundesliga-Kader. Zuletzt spielte sich der Angreifer gemeinsam mit Kapitän Cerruti Siya allerdings auch in den Fokus von Profi-Trainer Jeff Saibene. Foto: Thomas F. Starke

U19 steht vor personellen Herausforderungen

Kommentar von Henrik Wittenborn

Als es Arminias Roberto Massimo zum Ende der Hinserie immer wieder in den Bielefelder Profikader schaffte, war sein U19-Trainer Uwe Grauer hörbar hin- und hergerissen. Auf der einen Seite durfte Grauer Massimos Nominierungen auch als Ergebnis seiner eigenen Arbeit verbuchen, auf der andere Seite zwang der Verlust seines Torjägers den Coach zum Umdenken und Umplanen. Die sportlich Verantwortlichen beim DSC sind gut beraten, auch Massimos wichtige Rolle in der A-Junioren-Bundesliga im Blick zu behalten. Denn so viel ist nach der Hinrunde klar: Selbst mit dem Sturmtalent wird der Weg zum Klassenerhalt noch weit genug.

Schon mehrfach äußerte Uwe Grauer während der enttäuschend verlaufenen Hinrunde der Bielefelder einen Wunsch für die kommenden Aufgaben. Wenn es sein Team nur einmal schaffen würde, eine kleine Siegesserie zu starten, könnte es endlich auch tabellarisch vorangehen. Nach 14 von 26 Partien hat die Erfolgswelle allerdings noch nicht wirklich in Bielefeld Station gemacht. Nach den rar gesäten Höhepunkten gab es stets mehr oder weniger zeitnah einen Rückschlag.

So folgte auf das erlösende 2:0 gegen Fortuna Köln prompt ein enttäuschendes 1:3 im Derby gegen Preußen Münster. Nach dem Sieg im Abstiegskampf gegen Borussia Mönchengladbach (3:1) und einem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf brachten sich die Arminen mit dem 1:2 gegen Überraschungs-Aufsteiger Arminia Klosterhardt wieder selbst in erhebliche Schwierigkeiten. »Gerade solche Spiele dürfen wir einfach nicht verlieren. Wir haben mindestens sechs Punkte zu wenig geholt«, sagt Grauer. Auch ein 1:1 gegen das Spitzenteam vom VfL Bochum brachte den DSC nicht in Schwung, setzte es danach doch ein mutloses 0:6 beim FC Schalke.

Für die Arminen wird es in der Rückserie in Sachen Personal allerdings nicht einfacher. Uwe Grauer muss stets zweigleisig planen: Eine Mannschaft mit und eine ohne Roberto Massimo und Cerruti Siya. Beide spielten sich zuletzt in den Profikader. Ob das Duo Grauer im Abstiegskampf noch zur Verfügung steht, ist offen und wird sich immer wieder aufs Neue entscheiden. Dessen ungeachtet nimmt Uwe Grauer den Rest seines Kaders in die Pflicht. »Wenn Roberto und Cerruti uns fehlen, dann müssen eben andere in ihre Fußstapfen treten.«

Drei Abgänge in der U17

Vor ganz anderen Herausforderungen steht derweil Uwe Grauers Trainerkollege Oliver Krause mit Arminias U17 in der B-Junioren-Bundesliga. Zur Winterpause, die nach der Spielabsage gegen den MSV Duisburg Mitte Dezember unfreiwillig eine Woche eher begonnen hatte, rangiert der DSC auf einem bestens abgesicherten siebten Platz. Zu den Abstiegsrängen haben die Arminen komfortable neun Punkte Luft, zur Spitzengruppe sind es zehn.

Dass es für den DSC nach Lage der Dinge nur noch darum geht, ob man selbst oder der derzeit punktgleiche VfL Bochum am Saisonende auf Rang sechs einlaufen wird, ist Oliver Krause durchaus recht. »Wir sind über die Entwicklung der Mannschaft total erfreut. Wir konnten unser Potenzial in den meisten Spielen auf den Platz bringen und sind ohne größere Rückschläge über die Runden gekommen.« Einzig die Zahl der Gegentore – 24 – lasse noch Luft nach oben für die Rückserie. Auch der Zeitpunkt der kassierten Treffer musste den DSC zuletzt zwei Mal ärgern: Gegen Schalke 04 (2:2) und Bayer Leverkusen (2:3) schlug es jeweils unmittelbar nach Bielefelder Führungen hinter Torhüter Jan Fauseweh ein.

Drei Arminen werden allerdings nicht weiter von Krauses wachsendem Erfahrungsschatz profitieren können: Sefai Colak und Moritz Bahlburg wechseln auf eigenen Wunsch zum SC Paderborn in die Westfalenliga, Max Rimkus kehrt zum SV Rödinghausen zurück.

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