5:3 im Finale gegen Arminias U23 – 2500 Zuschauer in der Seidensticker Halle Fichte kürt sich zum Hallen-Stadtmeister

Bielefeld (WB). Der VfB Fichte ist neuer Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeister. In einem spannenden Finale vor 2500 Zuschauern in der Seidensticker Halle setzte sich der Westfalenligist mit 5:3 gegen Oberligist DSC Arminia II durch.

Von Arndt Wienböker
Der VfB Fichte feiert den Gewinn der Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft.
Der VfB Fichte feiert den Gewinn der Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Foto: Bernhard Pierel

17 Jahre musste der VfB auf diesen Moment warten. »Wir waren einfach mal wieder dran. Die Jungs waren voll motiviert und in der Endrunde hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite«, freute sich VfB-Trainer Mario Ermisch. Unter dessen Regie hatten die »Hüpker« im Jahr 2000 das letzte Mal den Bielefelder Hallentitel geholt.

Torhüter-Duell im Endspiel

Im umkämpften Endspiel legten zunächst die Arminen vor. Dersim Kaynak brachte sein Team zweimal in Führung, Maximilian Helf glich jeweils für Fichte aus.  DSC-Keeper Christopher Rump, der später zum besten Torwart des Turniers ausgezeichnet wurde , sorgte mit einem Distanzschuss für die 3:2-Pausenführung des Oberligisten. 

Das ließ sein Gegenüber Berkay Yilmaz nicht lange auf sich sitzen. Der VfB-Schlussmann glich kurz nach der Halbzeit (11.) zum 3:3 aus. Entschieden wurde das Finale und damit auch die 21. Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft erst in der Schlussphase.

Spannung in der Schlussphase

Fichte-Kapitän Volkan Ünal brachte seine Farben in der 18. Minute mit 4:3 in Führung. Sekunden vor dem Ende machte Clemens Bachmann nach einem Ballverlust von Rump mit dem Treffer zum 5:3 den Deckel drauf. Der Rest war Jubel in Grün: Die VfB-Spieler feierten ausgelassen ihren Triumph. »Wir haben einfach Bock auf diesen Titel gehabt. Jetzt lassen wir es richtig krachen«, strahlte VfB-Kapitän Volkan Ünal, der zudem zum besten Torschützen des Turniers gekürt wurde.

Mark Sawkill, Teamchef von Arminias U23, zeigte sich als fairer Verlierer: »Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir das Finale verloren haben, aber Fichte hat in der entscheidenden Phase die Tore gemacht und wir nicht. In der Halle entscheiden Kleinigkeiten, wir sind mit unserem Abschneiden trotzdem zufrieden.« 

Neunmeterschießen im Halbfinale

Im Halbfinale hatte der VfB den  starken Bezirksligisten VfR Wellensiek mit 6:4 nach Neunmeterschießen ausgeschaltet. Auch das andere Halbfinale musste im Neunmeterschießen entschieden werden. Hier hatte Arminias U23 den längeren Atem und setzte sich mit 8:7 gegen Landesligist VfL Theesen durch. 

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»Die Art und Weise, wie wir ausgeschieden sind, ist ganz bitter« fand VfL-Trainer Andreas Brandwein, der zum einen die Schiedsrichterleistung kritisierte, aber auch zugab: »Verloren haben wir das Spiel selbst, denn wir haben viel zu viele Chancen ausgelassen.«  Als Trostpflaster blieb Theesen die Auszeichnung von Futsal-Nationalspieler Memos Sözer zum besten Turnierspieler. 

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