Fußball: Team von Uwe Grauer noch nicht in Tritt – U17 überrascht Arminias U19 auf der Suche nach Balance

Bielefeld (WB). Für die anstehende Saison in der A-Junioren-Bundesliga hatte Uwe Grauer, Trainer beim DSC Arminia, im Sommer ein durchaus mutiges Saisonziel formuliert: der Verstoß ins Mittelfeld der Liga. Die Realität sieht nach acht Spieltagen anders aus.

Von Henrik Wittenborn
Hinter den eigenen Erwartungen zurück: Nach acht Spieltagen belegt Arminia U19 in der A-Junioren-Bundesliga einen Abstiegsplatz. Das Team von Uwe Grauer (links) und Gil Kwamo-Kamden ist noch auf der Suche nach seiner Balance.
Hinter den eigenen Erwartungen zurück: Nach acht Spieltagen belegt Arminia U19 in der A-Junioren-Bundesliga einen Abstiegsplatz. Das Team von Uwe Grauer (links) und Gil Kwamo-Kamden ist noch auf der Suche nach seiner Balance. Foto: Thomas F. Starke

Der DSC steht seit dem Wochenende auf dem ersten Abstiegsplatz und gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag unter Druck. »Wir sind noch auf der Suche nach unserer Balance«, sagt Grauer. Sportlich bleibt sein Team bisher hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Nur ein Sieg aus acht Spielen – das hatten sich bei Arminia vor der Saison viele anders vorgestellt. Bei der Ursachenforschung für die Misere wird Grauer gleich an mehreren Orten fündig. »Wir hatten immer Unruhe und haben unseren Rhythmus noch nicht gefunden.«

Offensive noch nicht in Tritt

Da seien zum einen die häufigen Abstellungen an die eigene U23 oder den Profikader gewesen, zum anderen fehlten dem DSC immer wieder Spieler aufgrund schulischer Verpflichtungen. Dazu machte es sich Arminia mit den bisher eingefahrenen Ergebnissen nicht unbedingt leichter. Vor allem die vor der Saison so stark eingeschätzte Offensive kam bisher noch nicht richtig in Tritt.

Mit Roberto Massimo stieß der Toptorjäger der B-Junioren-Bundesliga zum Team, zudem überzeugten die Angreifer Nick Flock und Rui-Jorge Monteiro-Mendes schon als Jungjährgänge in Arminias U19. Der ertrag des Offensivtrios liest sich da mit sieben erzielten Treffern (drittschwächster Wert der Liga) eher mager.

Nervenschlacht um den Klassenerhalt steht bevor

Setzen sich die bisherigen Eindrücke in der Bundesliga weiter fort, steht Arminia im Kampf um den Klassenerhalt wohl eine kleine Nervenschlacht bevor. Namensvetter Arminia Klosterhardt ist auf dem ersten Nichtabstiegsplatz zwar nur einen Punkt entfernt, davor klafft jedoch schon eine Lücke von sechs Punkten auf Platz zehn. Die Formel im Tabellenkeller könnte also »Eins aus Vier« lauten. Ein Team schafft den Ligaverbleib, drei nicht. Am Wochenende empfangen die Arminen den noch sieglosen Tabellenletzten von Borussia Mönchengladbach. Dass die Gladbacher auch am Saisonende noch im Tabellenkeller stehen, hält Grauer für unwahrscheinlich. »Da wird in der Winterpause sicher etwas passieren.

U17 »absolut im Soll«

Ganz anders sieht das erste Zwischenfazit von U17-Trainer Oliver Krause aus. »Wir sind mit Blick auf die Ergebnisse absolut im Soll.« Der DSC liegt mit zehn Punkten auf Platz acht der Tabelle. Das große Plus der Bielefelder: Gegen »Gegner auf Augenhöhe (Krause) punktete der DSC zuletzt zumeist dreifach. So auch beim 1:1 gegen Viktoria Köln am Wochenende. »Wir hatten nur wenige Spiele, in denen die Leistung nicht gestimmt hat. Trotzdem ist die Tabelle nur eine Momentaufnahme. Wir sind zufrieden, dürfen jetzt aber nicht weniger machen«, sagt Krause.

Einer der Erfolgsgaranten sei dabei etwa die rasche Integration der Neuverpflichtungen gewesen. Bestes Beispiel: Maxim Bairamov. Der quirlige Angreifer besuchte bisher ein Internat in München, stellte sich in der Pause bei mehreren Klubs vor und wurde von Arminia aufgenommen. »Ein paar Vereine haben Maxim abgelehnt. Da wird sich der ein oder andere noch richtig ärgern«, scherzt Krause.

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