Handball-Oberliga: TSG verliert 33:35 In Unterzahl von 26:27 auf 26:31

Bielefeld (WB/jm). Mittelmaß hält Einzug im Heeper Dom. Nach der 33:35 (16:19)-Niederlage beim HTV Sundwig-Westig wird die TSG A-H Bielefeld in der Tabelle der Handball-Oberliga zwar weiter auf Platz vier geführt, doch die Spitze – SG Menden Sauerland – ist bereits acht Zähler weg.

Phil Holland, der die TSG verlässt, markierte elf Treffer.
Phil Holland, der die TSG verlässt, markierte elf Treffer. Foto: Jens Senfter

»Bei 33 Treffern musst du was mitnehmen«

Die entscheidende Phase der Partie passierte ab Minute 46. Phil Holland , elffacher Torschütze im Grohe-Forum bei 13 Versuchen, war in einem weitgehend ausgeglichenen Spiel gerade der 26:27-Anschluss gelungen. Nach einer Zeitstrafe gegen Moritz Schneider, der in der 55. Minute nach dreimal zwei Minuten disqualifiziert wurde, geriet die TSG in Unterzahl. Sundwig-Westig wusste daraus Kapital zu schlagen und preschte unter anderem mit zwei Gegenstößen bis zur 50. Minute auf 31:26 davon.

»Bei 33 erzielten Treffern musst du auswärts eigentlich was mitnehmen. Calli Welge hat richtig stark gehalten, auch wenn sich das bei 35 Gegentoren blöd anhört«, sagte TSG-Trainer Michael Boy, der seiner Mannschaft einen »super Kampf bis zum Schluss« attestierte. »Die Jungs haben alles gegeben. Einfach ärgerlich.«

Von Beginn an wogte die Partie hin und her. Der Gast, der den Rückraum überwiegend mit drei Rechtshändern bestückte, führte mehrfach: beim 3:2, 4:3, 12:11, 13:12 und zuletzt beim 16:15 (25.). Daraus wurde bis zur Pause ein 16:19-Rückstand, der nicht mehr egalisiert werden konnte. Mehrfach verkürzte die TSG bis auf einen Treffer – bis die Bemühungen wie beschrieben nach dem 26:27 zusammenbrachen. Für Sundwig-Westig war’s nicht zuletzt dank der größeren mannschaftlichen Geschlossenheit über 60 Minuten im vierten Anlauf der erste Sieg über die TSG. »Die Heimsiegserie will einfach nicht reißen«, jubelten sie beim HTV.

Pascal Schumann überzeugt den Coach

Pascal Schumann auf halblinks verlieh Trainer Boy das Prädikat »Lichtblick. Nicht zum ersten Mal in den zurückliegenden Wochen.« Die Abwehr kam weniger gut weg. »Da hat uns an dem Tag die letzte Konsequenz gefehlt. Wir haben viele einfache Tore kassiert.«

Nach nunmehr 4:8 Zählern freuen sich die TSG-Jäger jetzt auf Samstag, aufs Gastspiel in Spenge. »Da brauche ich keinen extra zu motivieren«, so Boy. »Und man sieht ja: Selbst Spenge kann verlieren.« Der entthronte Primus, der wie berichtet um TSG-Personal buhlt, starb beim überraschenden 27:31 im Derby in Augustdorf den Chancentod.

TSG: Welge/Hendrich – Schumann (5), Schmidt (3), Schuwerack (1), Wagner (3), Schneider, Holland (11), Strathmeier (1), Kirsch, L. Prüßner (4), Schulz (5/3), Sewing.

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