Fußball: Unparteiische gründen bundesweit ersten gemeinnützigen Schiedsrichterverein »Pfeifen« wollen Persönlichkeiten

Bielefeld (WB). Der Name sticht ins Auge, ruft sogleich ein Schmunzeln hervor: »Die Pfeife« heißt der neue Verein, den Reiner Stodieck, Daniel Beck und Reiner Koller – Schiedsrichter des Fußballkreises Bielefeld – gegründet haben. »Wir wollen zeigen, dass auch Unparteiische mit einer gewissen Ironie an ihre Tätigkeit gehen können«, erklärt Stodieck.

Von Philipp Bülter
Zusammenhalt unter »Pfeifen« (von links): Reiner Stodieck, Daniel Beck und Reiner Koller bilden den Vorstand.
Zusammenhalt unter »Pfeifen« (von links): Reiner Stodieck, Daniel Beck und Reiner Koller bilden den Vorstand. Foto: Philipp Bülter

Verein setzt sich hohe Ziele

Man wolle kein rein finanzieller Förderer für Schiedsrichter sein und auch nicht in Aufgabenbereiche des Verbandes oder des Kreisschiedsrichterausschusses (KSA) eingreifen, betonen Stodieck und Co. »Wir wollen aber für die Position des Schiedsrichters werben und helfen, echte Persönlichkeiten für den Platz zu entwickeln«, sagt Stodieck. Das sei in dieser Form einmalig in Deutschland.

Die »Pfeifen« haben sich hohe Ziele gesetzt: die Verbesserung des Miteinanders von Vereinen und Unparteiischen (Koller: »Es kann nicht sein, dass die Schiedsrichterdusche durch 30 herumliegende Bälle blockiert ist«), die Stärkung der Basis in den unteren Spielklassen sowie das Anwerben neuer Spielleiter. Stodieck: »Die Zahl der Schiedsrichter, die aus Vereinen kommen, nimmt ab. Ich sage den Jugendlichen: Probiert euch mal als Schiedsrichter aus!«.

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