Handball-Oberliga: TSG unterliegt dem Soester TV mit 25:31 (16:14) Einbruch nach der Pause

Bielefeld (WB). Fehlstart in die Rückrunde für Handball-Oberligist TSG A-H Bielefeld: Im Heimspiel gegen den Tabellenneunten Soester TV kassierte die TSG am Abend nach einer 16:14-Pausenführung noch eine deutliche 25:31-Abfuhr.

Von Arndt Wienböker
TSG-Linksaußen Leon Prüßner tauchte auch immer wieder im Rückraum auf. Ihm gelangen fünf Treffer.
TSG-Linksaußen Leon Prüßner tauchte auch immer wieder im Rückraum auf. Ihm gelangen fünf Treffer. Foto: Thomas F. Starke

»Die Niederlage geht in Ordnung, aber die Höhe ärgert mich. Nach der Pause hat uns die geistige Frische gefehlt«, urteilte TSG-Trainer Michael Boy.

In Abschnitt eins lieferte der Tabellenvierte, der auf Tobias Fröbel (Magen-Darm-Erkrankung), Til Kirsch (Knieverletzung) und Nils Prüßner (Sperre) verzichten musste, eine ordentliche Vorstellung im Heeper Dom ab. Gegen die offensive Abwehr des Drittliga-Absteigers aus Soest fand der TSG-Rückraum mit Phil Holland, Lukas Schulz und Pascal Schumann auf Halbrechts zunächst die richtigen Lösungen. Auch das Kreisläuferspiel über Carl-Moritz Wagner funktionierte.

So erspielten sich die Gastgeber bis zur 13. Minute (Gegenstoßtor durch Moritz Schneider) eine 9:6-Führung. Dann allerdings leistete sich die TSG einen 0:4-Antilauf und geriet erstmals in Rückstand – 9:10 (18.). Es blieb eng und umkämpft. Wagner und Linksaußen Leon Prüßner, der immer häufiger auch im Rückraum auftauchte, warfen einen 16:13-Vorsprung heraus. Beim 16:14 wurden die Seiten gewechselt. »Wir haben eine starke erste Halbzeit gespielt. Da haben wir im Angriff viel von dem umgesetzt, was wir besprochen hatten«, meinte Michael Boy.

Immer größere Lücken in der Abwehr

Dieses Niveau konnte die TSG aber nicht halten. Mit Beginn der zweiten Hälfte offenbarte vor allem die 6:0-Abwehr immer größere Lücken, die Soest geschickt über den Kreis zu nutzen wusste. Pascal Welge, der sich in der ersten Halbzeit den Pfosten-Posten mit Felix Hendrich geteilt hatte, wurde nun immer häufiger von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Und vorne fand die TSG gegen die quirlige, aggressive Gästedeckung, die ihre offensive Abwehrformationen immer wieder wechselte, keine Lösungen mehr. »Soest hatte sich in der zweiten Halbzeit gut auf uns eingestellt«, musste Teammanager Matthias Geukes eingestehen. So wurde aus einem 17:16 ein 17:21 (41.) – auch, weil aus dem TSG-Rückraum nichts mehr kam. »Da hat uns Soest mit der offensiven Deckung den Zahn gezogen«, ärgerte sich Michael Boy.

Beim 19:21 und 20:22 (48.) keimte noch einmal Hoffnung auf, doch diese sollte schnell schwinden. Einfache Ballverluste im Angriff luden den Gegner, der den Sieg nun auch mehr wollte, immer häufiger zu Gegenstößen ein. Die TSG wurde überrannt und kassierte fünf Gegentore in Folge – 20:27 (54.). Auch Soests junger Linkshänder Kim Norman Voll-Fels netzte in dieser Phase ein, wie er wollte. Damit war das Spiel entschieden, die einfachen Rückraumtore von Phil Holland in der Schlussphase kamen zu spät. Die zweite Halbzeit ging unterm Strich mit 9:17 verloren.

»Das war eine wirklich doofe zweite Hälfte. Darum müssen wir die Niederlage auch so akzeptieren«, fasste Matthias Geukes zusammen.

TSG A-H Bielefeld: Welge/Hendrich – Schumann (5), Schmidt, Schuwerack, Wagner (5), Schneider (1), Holland (5), Strathmeier (2), L. Prüßner (5), Schulz (1/1), Sewing (1).

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