Handball-Oberliga: TSG erwartet heute Soester TV Boy: »Wir müssen wach im Kopf sein«

Bielefeld (WB/jm). Mit 8:0 Punkten war der TSG A-H Bielefeld ein erfolgreicher Einstieg in diese Handball-Oberligasaison gelungen. Niemand hätte etwas dagegen, sollte am Abend die Rückrunde ähnlich aussichtsreich beginnen. Der Soester TV kommt (20 Uhr, Heeper Dom).

Pascal Welges Einsatz auf dem Pfosten-Posten soll sich kurzfristig entscheiden.
Pascal Welges Einsatz auf dem Pfosten-Posten soll sich kurzfristig entscheiden. Foto: Jens Senftner

Für die TSG ist es das dritte Spiel binnen sechs Tagen. Trainer Michael Boy glaubt indes nicht, dass das vom gemeinsamen Ausrüster Hummel initiierte Duell gegen den Erstligisten GWD Minden (27:43, hinterher wurde im »Runkelkrug« gemeinsam in netter Atmosphäre gespeist) physische Nachwirkungen zeigt – im Gegenteil. »Das war von der Intensität her weniger als eine Trainingseinheit. Da wären die Jungs mehr ins Schwitzen gekommen.«

Im ersten Treffen hatte sich der Drittligaabsteiger aus der alten Hansestadt, neuer Klub des Ex-TSG-ers Fabian Schnorfeil, einer geduldig spielenden TSG mit 29:31 beugen müssen. Doch die Formkurve des sich stabilisierenden Gegners zeigt nach oben. »Das Hinspiel hat kaum noch Aussagekraft«, mahnt Trainer Michael Boy angesichts der STV-Entwicklung mit zahlreichen knappen Ergebnissen. Haupttorschützen der Gäste sind Kim Norman Voss-Fels (71/10) und Kapitän Max Loer (66/33) auf Platz acht und zwölf der Liga-Werferliste.

Für Trainer Dirk Lohse läuft die zehnte Saison bei den Soestern. Auswärts tut sich seine Truppe schwer (4:10 Punkte), obgleich die jüngsten Auftritte in der Fremde bei Sundwig-Westig (30:24) und über 50 Minuten beim Spitzenreiter TuS Spenge (32:34) ansprechend waren. 32 Tore stellten eine Saison-Bestmarke dar, und die zweite Hälfte ging mit 19:13 an den STV, der Spenge mit einer immer offensiver zupackenden Deckung, ob 3:3 oder 1:5, kräftig zusetzte.

Knifflige Aufgabe

Soest hat zuletzt immer öfter Gefallen an der Option gefunden, anstelle des Hüters den siebten Feldspieler einzusetzen. Knifflig dürfte die Aufgabe aber vor allem für den TSG-Angriff werden. Michael Boy rechnet mit verschiedenen Abwehrformen, vor allem darauf ausgerichtet, die Rückraumwucht von Phil Holland und Lukas Schulz einzudämmen. »Das wird eine große Herausforderung. Viel wird auf individuelle Lösungen ankommen«, glaubt Teammanager Matthias Geukes, derweil Boy angesichts der entstehenden Lücken appelliert: »Wir müssen wach im Kopf sein.« Er möchte seinerseits mit Überraschungsmomenten kontern. So könnte Linksaußen Leon Prüßner auch in der Fernwurfzone seine Kreativqualitäten einbringen. Boy: »Leon belebt das Spiel durch seine besonderen Sachen.«

Der für drei Spiele gesperrte Nils Prüßner fehlt definitiv. Tobias Fröbel (Entzündung in der Schulter) dürfte ebenso ein weiteres Mal pausieren. Ein Fragezeichen steht hinter Til Kirsch (Knie), und im Falle Pascal Welges (Hexenschuss) soll sich der Einsatz kurzfristig entscheiden. »Ich warte das Einwerfen ab. Eine falsche Bewegung reicht, und die Rückenmuskulatur macht zu. Ich habe dann tierische Schmerzen.« Welge war Zeuge des Soester 32:34 in Spenge. »Das ist eine Mannschaft mit großer Moral. Soest besitzt auf jeden Fall die Qualität, viele Mannschaften in der Liga zu schlagen. Ich finde, Tabellenplatz zehn spiegelt deren Können nicht korrekt wider.«

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