Handball-Oberliga: TSG müht sich zum 34:31 Ein »dreckiger« Pflichtsieg

Bielefeld (WB). Die TSG A-H Bielefeld hat die Hinserie der Handball-Oberliga mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen. Ein Leckerbissen war das umkämpfte 34:31 (13:15) gegen den Tabellenletzten VfL Eintracht Hagen II sicher nicht.

Von Jörg Manthey
Hagens Tom Trost unterzieht das Trikot von TSG-Kapitän Carl-Moritz Wagner einem Reißtest.
Hagens Tom Trost unterzieht das Trikot von TSG-Kapitän Carl-Moritz Wagner einem Reißtest. Foto: Jens Senftner

»Man muss auch mal dreckige Spiele gewinnen«, fand Teammanager Matthias Geukes nach einem »ganz fahrigen Spiel.« Der Gastgeber bot Tim Schuwerack im Innenblock der 6:0-Deckung auf (für Tobias Fröbel), den Kasten hütete zunächst Felix Hendrich. Vor etwa 200 Besuchern tat sich der Gastgeber schwer und lag nach sieben Minuten erstmalig im Rückstand (3:4).

Es blieb eng; die TSG kam übers Reagieren nicht hinaus. Für Nils Prüßner war die Partie in der 25. Minute beim Stand von 10:12 beendet. Seine Drohung an einen Hagener (»Beim nächsten Mal hau ich dich um«) wurde von den Referees gehört, mit einer Roten und Blauen Karte geahndet. Der Linkshänder muss mit einer mehrwöchigen Sperre rechnen.

Pascal Welge spielt angeschlagen

Zu dem Zeitpunkt stand schon Pascal Welge im Tor. Der war wegen seines Hexenschusses sichtlich beeinträchtigt und sollte eigentlich gar nicht spielen. Aber Hendrich war nicht unbedingt der Rückhalt, den die Mannschaft brauchte.

»Hut ab vor Calli. Er hat seinen Teil dazu beigetragen, dass das Momentum auf unserer Seite war«, würdigte Trainer Michael Boy seinen Routinier, der mit einigen Paraden Pate stand, damit die TSG sich nach ausgeglichenem Verlauf – 14:16 (32.), 19:17 (37.), 20:20 (41.) und 23:24 (45.) – absetzen konnte.

In dieser Phase zwischen der 45. und 52. Minute war es vor allem der agile Leon Prüßner, der mit vier Treffern bis zum 28:25 die Basis zum Sieg legte. Veredelt von Lukas Schulz’ Siebenmeter zum 29:25 (54.). Der Mittelmann verbuchte eine 100-Prozent-Quote von der Marke und war mit elf Treffern auch wirkungsvollster TSG-Schütze. In der Schlussphase suchte der Letzte mit einer 5:1-, 4:2- und 3:3-Abwehr seine Chance; vergebens.

»Mehr ist im Moment nicht drin. Die Einstellung war in Ordnung. Jeder wollte. Aber wir haben uns das Leben selber schwer gemacht«, sagte Kapitän Carl-Moritz Wagner nach dem »erwartet schweren Spiel.«

Michael Boy hatte im Vorfeld vor Hagen II gewarnt. »Die stehen zu Unrecht ganz unten«, erinnerte er daran, dass der Gegner auch den TuS Spenge am Rand einer Niederlage hatte. Hagen II bleibt bei 4:22 Punkten stehen. Coach Rainer Hantusch seufzte: »Dieses Spiel passt zu unserer Hinrunde. Mit seiner Erfahrung und Ruhe hat Altenhagen verdient gewonnen.«

TSG reduziert den Rückstand nach oben

Für den Halblinken Phil Holland (sieben Treffer) war’s »ein absoluter Pflichtsieg.« Holland sorgte entschlossen für Druck aus dem Rückraum, wenn er benötigt wurde. »Wir sind über kämpferische Elemente gekommen«, sagte Michael Boy erleichtert.

»Gewonnen und gut«, meinte Matthias Geukes. Nach Gladbecks 28:30-Niederlage gegen Menden hat die TSG den Rückstand auf den Tabellendritten auf zwei Punkte reduziert. Morgen Abend (20 Uhr) wird Erstligist GWD Minden zum freundschaftlichen Kräftemessen im Heeper Dom erwartet.

TSG: Hendrich/Welge (ab 23.) – Schumann (2), Schmidt, Schuwerack, Wagner (4), N. Prüßner, Schneider (1), Holland (7), Strathmeier (1), Kirsch, L. Prüßner (7), Schulz (11/6), Sewing (n.e.).

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