Futsal: MCH Sennestadt verspielt im Derby gegen die Black Panthers eine 4:0-Führung »Das ist die Dynamik des Futsals«

Bielefeld (WB). Sein Blick ging sofort in Richtung Hallendecke: Als Nick Mdoreuli in der 37. Spielminute des Futsal-Derbys zwischen seinen Black Panthers und dem MCH Sennestadt den 4:4-Ausgleich markierte, galt der erste Dank des tiefgläubigen Georgiers zuerst Gott und danach seinen Mitspielern. Das fulminante 4:4 (1:4)-Unentschieden war erneute Werbung für den Futsal.

Von Philipp Bülter
Kampf um jeden Ball: Die Black Panthers Robin Bürmann, Hakim Aytan und Nick Mdoreuli (von rechts) versuchen, den Schuss von Sennestadts Ersin Gül (links) zu verhindern. Alle vier Spieler tragen sich beim famosen 4:4 in die Torschützenliste ein.
Kampf um jeden Ball: Die Black Panthers Robin Bürmann, Hakim Aytan und Nick Mdoreuli (von rechts) versuchen, den Schuss von Sennestadts Ersin Gül (links) zu verhindern. Alle vier Spieler tragen sich beim famosen 4:4 in die Torschützenliste ein. Foto: Bernhard Pierel

Sennestädter sind unzufrieden

Große Enttäuschung machte sich auf Seiten des Favoriten MCH Sennestadt nach dem Abpfiff breit. Torhüter Berkay Yilmaz sank auf die Knie und schlug die Hände vors Gesicht. »Das ist viel zu wenig für uns!«, sagte er.

Mit erstaunlicher Leichtigkeit hatte der bisherige Tabellenführer der Futsal-Regionalliga zuvor insbesondere einen starken ersten Durchgang hingelegt. In der mit etwa 400 Zuschauern prächtig gefüllten Sporthalle 1 der Carl-Severing-Schule war die Mannschaft von Trainer Sebastian Rauch in den ersten 20 Spielminuten in allen Belangen überlegen. »Wir waren reifer und in dieser Phase deutlich besser«, sagte Rauch. Die Sennestädter – frisch, spielfreudig und durchsetzungsstark – sicherten sich durch Treffer von Ersin Gül (2.), Serdar Öksüz (9.), Dawid Stroisz (14.) und Hakan Erdem (17.) eine komfortable 4:0-Führung. Da neigten sich die Häupter einiger Raubkatzen schon gen Hallenboden – so klar schienen zu diesem Zeitpunkt die Verhältnisse in der Begegnung.

Im Duell der beiden Nationalspieler, das bis hierher klar Sennestadts Memos Sözer gegen Black Panther Hakim Aytan für sich entschieden hatte, steigerte sich Aytan und mit ihm sein Team aber in der Folgezeit. Der bullige Offensivspieler traf zunächst zum 1:4-Anschluss (18.) und legte nur zwölf Sekunden nach Anpfiff der zweiten Halbzeit mit einem wuchtigen Linksschuss das 2:4 nach (21.).

Mehr lesen Sie am Montag, 16. Januar, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Bielefeld.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.