Tischtennis: SV Brackwede zum »Herbstmeister« TTC GW Bad Hamm – List spricht von einer »Wundertüte« Dierks sieht bessere Chancen als beim 1:6

Bielefeld  (WB/jm). Als krasser Außenseiter begrüßt die SV Brackwede das Tischtennisjahr 2017: Im ersten Rückrundenspiel der 3. Bundesliga Nord geht die Reise zum TTC GW Bad Hamm. Es braucht schon mehr als einen guten SVB-Tag, den Herbstmeister zu ärgern. Bad Hamm ist nach neun Durchgängen als einzige Mannschaft der Liga noch ungeschlagen. Lediglich der Tabellenzweite Hertha BSC schaffte es, dem Primus ein 5:5 abringen. TTC-Trainer Bernd Ahrens definiert den Verlauf der Vorrunde denn auch als »phänomenal. Das war vorher nicht zu erwarten«.

Brackwedes Maximilian Dierks geht die Rückrunde nach einer Tischtennispause mit neuem Tatendrang an.
Brackwedes Maximilian Dierks geht die Rückrunde nach einer Tischtennispause mit neuem Tatendrang an. Foto: Bernhard Pierel

SVB-Abteilungsleiter Thorsten List hatte Bad Hamm schon vor der Saison als »Topfavorit für den Aufstieg« auserkoren. Ein Kennerurteil, wie sich inzwischen gezeigt hat. Beim 1:6 im Hinspiel – damals wurde der fehlende Balazs Hutter von Stefan Höppner ersetzt – konnte lediglich Yang Lei gegen Artur Bialek punkten.

Der Gastgeber hatte sich vor der Saison namhaft verstärkt, um das Ziel 2. Liga seriös anzugehen. Bad Hamm sicherte sich die Dienste des jungen Japaners Masaki Takami, Artur Bialek (Polen/8:5) und Valentin Nad Nemedi (Serbien/10:2). Hinzu kommen die Jugend-Nationalspieler Gerrit Engemann (6:2), zwischenzeitlich verletzt, und Henning Zeptner, der eine starke 8:2-Bilanz aufweist.

List spricht von einer »Wundertüte«

In den ersten Begegnungen und zum Saisonende hatte der Vorjahresvierte auf einen Einsatz Takamis (6:1) verzichtet. Brackwedes Dwain Schwarzer, nach einer selbst verordneten TT-Pause mit neuer Motivation ausgestattet, will mit »voller Kraft angreifen« und sieht »bessere Chancen« für sein Team als in der Hinrunde. »Das wird Sonntag nicht einfach. Aber ich habe gehört, dass Hamms Japaner ziemlich sicher nicht mitspielen wird, und bei uns hat damals Balasz gefehlt. Zudem haben wir in all den Monaten viele Erfahrungen gesammelt. Vielleicht ist an einem guten Tag was zu machen.« SVB-Abteilungsleiter Thorsten List sieht das Match als »Wundertüte. Der Takami hebt sich in der Liga schon von allen anderen ab. Balasz Hutter kennt Gerrit Engemann aus dem Eff-Eff. Unsere Jungs sind selbstbewusst. Es kann alles Mögliche passieren.«

Für die Rückrunde wünscht sich Thorsten List, dass die Akteure »ein paar Spiele mehr gewinnen. Für sich. Denn eine Leistungssteigerung ist klar zu erkennen, obgleich die sich nicht in den Bilanzen widerspiegelt. Da waren knappe Dinger bei. Wenn jeder Einzelne zwei, drei Matches mehr gewinnt, sorgt das für noch mehr Wohlgefühl.« List hat mit den Spielern abgesprochen, die Planungen für die kommende Spielzeit im Februar anzugehen. »Das wird kurz und knapp. Die Tendenz geht dahin, dass alles so bleibt. Es passt menschlich, und wir haben kurze Wege in allen Bereichen.«

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