Turbine auf Touren bringen: Offensive Arminia gegen Potsdam II Zurück zu alten Tugenden

Bielefeld(WB/jm). Das Bielefelder 1:4 gegen den SV Werder Bremen: durchaus richtungsweisend. Denn die Art und Weise der verlorenen Partie gegen den Topfavoriten hat Trainer Markus Wuckel »alles offen dargelegt, was ich in der 2. Liga spielen kann.«

Mit Volldampf: Trainer Markus Wuckel und seine Arminia-Frauen streben den ersten Dreier in der 2. Bundesliga an.
Mit Volldampf: Trainer Markus Wuckel und seine Arminia-Frauen streben den ersten Dreier in der 2. Bundesliga an. Foto: Thomas F. Starke

So kündigt er Veränderungen im taktischen Bereich an. Die sehen eine Rückbesinnung auf das vor, das diese Arminia-Mannschaft am besten beherrscht: mit Herzenslust anrennen! Ein gedrosseltes Team voller Respekt und Vorsicht, das sich fallen lässt und dem Gegner das Agieren überlässt (Wuckel: »Wir wollten gegen Werder die Räume eng machen«), wird es am Sonntag gegen den 1. FFC Turbine Potsdam II nicht geben. Anpfiff ist um 11 Uhr im Waldstadion Quelle.

»Wir wollen einiges besser machen und unseren ersten Sieg holen«, kündigt Kapitänin Maxi Birker kämpferisch an. »In Bremen war das oft viel zu ängstlich von uns. Doch auch die, für die die 2. Liga komplettes Neuland war, haben gemerkt, dass wir uns nicht zu verstecken brauchen.« In Bremen »sind uns nicht zum richtigen Zeitpunkt die Tore gelungen, während wir die Gegentore zum ungünstigsten Zeitpunkt kassiert haben. Soviel Pech wird uns nicht nochmal ereilen«, erklärt Wuckel. »Das hohe Pressing birgt die Gefahr, dass du nach 60 Minuten aus den Latschen kippst. Bis dahin sollte ein komfortabler Vorsprung hergestellt worden sein.«

Die unsortierte Phase nach dem unberechtigten Elfmeter sei eine genauso wichtige Lektion gewesen, findet Werner Jöstingmeyer. »Da braucht’s ein bisschen mehr Mumm, dürfen die Köpfe nicht hängengelassen werden.«

»Es sollte was zu reißen sein«

Bereits am Samstag reist der talentierte Unterbau des Champions League-Siegers (2005, 2010) und sechsmaligen Deutschen Meisters (zuletzt 2012) aus Potsdam an. Turbine-Coach Thomas Kandler fand den 2:2-Auftakt seines Teams gegen den Herforder SV »ärgerlich. Wir waren in der zweiten Halbzeit spielbestimmend und konnten trotz der Hitze vom Tempo immer noch zulegen.« Herfords Remis gegen die Brandenburgerinnen schenkt Jöstingmeyer Zuversicht. »Wir sind keinesfalls schlechter als Herford. Also sollte was zu reißen sein«, findet der Abteilungsleiter, der in Bremen »viele positive Ansätze« sah. »Bei einer besseren Chancenverwertung wäre mit Glück ein Unentschieden möglich gewesen.«

Markus Wuckel freut sich »riesig auf unsere Heimpremiere.« Der DSC-Coach wirbt um lautstarke Rückendeckung: »Die Profis haben spielfrei. Es wäre toll, wenn viele Fans nach Quelle kommen und uns gegen Potsdam II unterstützen. Die Mannschaft hat es verdient.« Erstmals sorgen ringsum aufgestellte Ballmädchen dafür, dass es keine großen Verzögerungen wegen Ballholens gibt; Lutz Bentrup und seiner »D« sei Dank. Am Spieltag wird auch ein Dauerkartenverkauf angeboten: 60 Euro für alle zehn Heimspiele.

Die Auslosung für die zweite Runde im DFB-Pokal der Frauen wird am Donnerstag, 8. September, in der Frankfurter DFB-Zentrale vorgenommen. Glücksfee ist dann Verena Hagedorn, Steffi Jones’ neue Assistenztrainerin bei der Frauen-Nationalmannschaft.

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