Fußball: Landesligist VfB Fichte startet – Künftig ohne »Chief« Sadicki? Neues und Bewährtes

Bielefeld (WB). »Großartige Trainingsbedingungen«, »fußballverrückte Leute«, »ein super Stadion«: Wenn Julian Hesse über seinen neuen Verein VfB Fichte spricht, gerät er ins Schwärmen. Der neue Trainer an der Rußheide will mit dem Landesligisten eine gute Rolle spielen – und setzt dabei auf einen Wohlfühlfaktor.

Von Philipp Bülter
Das Trainerteam um (hinten, von links) Kai Potthoff, Yalcin Dündar, Chefcoach Julian Hesse und David Schwesig begrüßt die Neuen (vorne, von links) Michael-Joel Arnolds, Christian Räker, Dominik Hörster, Lutz Steiger und Maneke Bondzio-Becker.
Das Trainerteam um (hinten, von links) Kai Potthoff, Yalcin Dündar, Chefcoach Julian Hesse und David Schwesig begrüßt die Neuen (vorne, von links) Michael-Joel Arnolds, Christian Räker, Dominik Hörster, Lutz Steiger und Maneke Bondzio-Becker. Foto: Philipp Bülter

Schließlich war der 27-Jährige bis vor kurzem in seiner Funktion als Spielertrainer des Bezirksligisten FC Stukenbrock selbst noch auf dem Feld aktiv und weiß daher, was ein Fußballer im Training will. »Ich möchte das Programm abwechslungsreich gestalten und immer wieder neue Dinge einbauen. Das weckt Motivation bei den Jungs«, sagt Hesse.

Offene Frage im Angriff

Der künftige B-Lizenzinhaber hat mit dem Traditionsderby gegen Zweitligist Arminia Bielefeld (1:7) bereits einen Höhepunkt der Saisonvorbereitung mitgemacht. Nach einer Woche Pause arbeitet Julian Hesse mit seiner Mannschaft nun weiter hart an Kondition, Taktik und mannschaftlichem Zusammenhalt. 27 Spieler sind derzeit im Training, mit Oguzhan Topalca (TSV Oerlinghausen), Murat Memis (SC Wiedenbrück II) und Dogukan Kurt (früher VfB) auch drei Testkicker. Fünf externe Neuzugänge hat Fichte bisher verpflichtet. Dominik Hörster und Christian Räker brachte Julian Hesse dabei vom FC Stukenbrock mit an die Rußheide.

Das Gros des Westfalenligaabsteigers ist zusammengeblieben. »Wir wollen den Kader noch auf 20, 21 Spieler reduzieren«, sagt Hesse. Mit der bisherigen Zusammenstellung sei er sehr zufrieden, betont der 27-Jährige. Offen ist die Frage nach dem künftigen Schlüsselspieler im Angriff. Abubakari »Chief« Sadicki und der VfB haben sich finanziell für die Landesliga noch nicht geeinigt. »Wir würden den ›Chief‹ natürlich gerne halten. Er macht Tore und hält viele Bälle«, betont Hesse. Gleichwohl schaue man sich aktuell ebenso nach möglichen Alternativen um.

Da Leistungsträger wie David Schwesig (künftig auch Co-Trainer), Baris Orhan, Clemens Bachmann oder Lennard Warweg (Hesse: »Er ist für uns ein absoluter Schlüsselspieler, der die Jungen im Team führt«) geblieben sind, sieht der Jungcoach das Team gut aufgestellt: »Wir haben einen starken Kader und müssen uns nicht verstecken.« Auch Furkan Ars bleibt nach starken Leistungen im Saisonendspurt an der Rußheide. »Er ist spielerisch klasse und es freut mich sehr, dass ich mit ihm planen kann«, sagt Hesse.

Hesses Team soll die Akzente setzen

Sein neuer Verein, bei dem er früher als Spieler aktiv war, biete »geniale Bedingungen«: »Wir haben tolle Strukturen und viele fußballverrückte Leute.« Hesse will offensiven Fußball spielen lassen. Sein Team soll selbst die Akzente im Spiel setzen, und sich nicht zu sehr am Spielstil des Gegners orientieren. Mit seiner Mannschaft strebt der Trainernovize ins obere Tabellendrittel. »Ich bin kein Fan von langfristigen Zielen. Lieber überprüfe ich regelmäßig, wie weit wir sind«, erklärt er.

Neben seinem Trainerjob beim VfB ist Hesse Masterstudent an der FHM (Studiengang: Crossmedia & Communication Management) und jobbt bei einem Verlag. Als Topfavoriten auf den Titel sieht er BV Bad Lippspringe. Stark schätzt er zudem die Spvg. Steinhagen und den VfL Theesen ein.

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