Fußball-Oberliga: Arminias U23 trennt sich 0:0 von der U23 des SC Paderborn Zähes Derby ohne Höhepunkte

Bielefeld (WB). Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient. Darin waren sich nach der Nullnummer zwischen Arminias U23 und der U23 des SC Paderborn auch die beiden Trainer einig. Das OWL-Derby der Oberliga war ein zähes Ringen ohne Höhepunkte.

Von Arndt Wienböker
Ein zähes Ringen: Arminias U23 musste sich im »kleinen Derby« gegen den SC Paderborn II mit einer Nullnummer zufrieden geben. Maximilian Dittrich (Mitte) hatte in der 79. Minute mit einem Kopfball die beste DSC-Chance des gesamten Spiels.
Ein zähes Ringen: Arminias U23 musste sich im »kleinen Derby« gegen den SC Paderborn II mit einer Nullnummer zufrieden geben. Maximilian Dittrich (Mitte) hatte in der 79. Minute mit einem Kopfball die beste DSC-Chance des gesamten Spiels. Foto: Bernhard Pierel

»Das Ergebnis geht in Ordnung. Es war sicherlich keine gute Leistung von uns, aber das muss man auch vernünftig einordnen«, meinte DSC-Trainer Daniel Scherning und spielte damit auf die vielen Partien in den vergangenen drei Wochen an. »Das hat Kraft gekostet. Wir wollten auch gegen Paderborn spritziger sein, aber das hat nicht funktioniert.«

Am Mittwoch hatte Arminias U23 noch Spitzenreiter TSG Sprockhövel mit 2:1 auf der Rußheide besiegt »und dabei wesentlich besser gespielt als heute« (Scherning). Der Bielefelder Trainer schickte gegen Paderborn die gleiche Startelf auf den Rasen, doch diesmal konnten die erneut in Rot gekleideten »Blue Boys« keinerlei Akzente setzen. In der Anfangsphase kam Khalil Kleit einmal etwas zu spät gegen Paderborns Keeper Till Brinkmann (7.), danach bestimmte viel Langeweile das Geschehen auf der Rußheide. Beide Teams neutralisierten sich mehr oder weniger im Mittelfeld. So war es auch kaum verwunderlich, dass die beste und einzige echte Chance der ersten Hälfte aus einem Fehler der Arminen resultierte. Nach einem Ballverlust von Profi-Leihgabe Daniel Brinkmann kam Paderborns Marcel Rump von der Strafraumgrenze frei zum Schuss – DSC-Keeper Nikolai Rehnen parierte mit einer starken Fußabwehr (25.). Ansonsten hieß es auf beiden Seiten »Endstation Strafraum«.

»Die letzte Power in unseren Aktionen hat gefehlt. Paderborn hat das gegen den Ball aber gut gemacht«, stellte Daniel Scherning fest.

Gefahr nur nach Standards

In der zweiten Halbzeit hatten die Arminen zwar etwas mehr vom Spiel, konnten aber weiterhin keine zwingenden Offensivaktionen herbeiführen. »Wenn, dann hätte dieses Spiel nur über eine Standard-Situation entschieden werden können«, meinte der DSC-Trainer. So war es. In der 67. Minute kam Paderborns Soyak nach einem Freistoß zum Kopfball – knapp vorbei. Die beste Arminia-Chance der gesamten 90 Minuten resultierte aus einem Eckball. Björn Jopek brachte das Leder herein, doch den Kopfball von Maximilian Dittrich parierte Brinkmann im SCP-Kasten mit einem starken Reflex (79.). Der Nachschuss von Leon Rinke wurde ebenfalls geklärt. »Wie er den gehalten hat, weiß ich auch nicht«, ärgerte sich Dittrich, der von einem »nervigen Spiel« sprach. Kurz zuvor hatte Nico Schneck aus 18 Metern einen Warnschuss abgegeben – natürlich nach einer Ecke (75.). Das war’s auch schon an nennenswerten Aktionen und so mussten unterm Strich alle Beteiligten mit der »Nullnummer« zufrieden sein.

»Es muss natürlich unser Anspruch sein, so ein Heimspiel zu gewinnen, aber heute haben wir nicht gut gespielt und darum geht das Ergebnis auch in Ordnung«, bilanzierte Arminias Sportlicher Leiter Armin Perrey. Auch Daniel Scherning sprach von einem gerechten Ausgang und zeigte sich mit vier Punkten aus den Heimspielen gegen Sprockhövel und Paderborn einverstanden. »Eigentlich wollten wir Paderborn auf sieben Punkte distanzieren, jetzt sind es weiterhin vier. Damit können wir leben. Wichtig war, dass wir zumindest den Punkt mitnehmen, wenn wir nicht gewinnen. Darum bin ich am Ende auch nicht mehr volles Risiko gegangen.«

Paderborns U23-Trainer Mirko Dickhaut, der ohne Unterstützung aus dem Profikader auskommen musste, wertete das Ergebnis als Punktgewinn. »In unserer Situation brauchen wir jeden Zähler. Der Punkt ist wichtig.«

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