Fußball-Oberliga: Arminias U23 schlägt Spitzenreiter Sprockhövel verdient mit 2:1 (0:0) Kasumovic veredelt den Plan

Bielefeld (WB). Die U23 des DSC Arminia hat am Abend den dritten Heimsieg in Folge eingefahren. Trainer Daniel Scherning fühlte schon vor dem so wichtigen 2:1 (0:0) über Spitzenreiter TSG Sprockhövel: »Das wird heute unser Spiel, unser Tag.«

Von Jörg Manthey
»Maskenmann« Orkun Tosun setzt sich hier gegen Tim Christopher Oberdorf durch. Tosun markierte in der 66. Minute mit einem wunderschönen Schuss von der linken Seite Arminias 1:1-Ausgleich gegen Spitzenreiter Sprockhövel.
»Maskenmann« Orkun Tosun setzt sich hier gegen Tim Christopher Oberdorf durch. Tosun markierte in der 66. Minute mit einem wunderschönen Schuss von der linken Seite Arminias 1:1-Ausgleich gegen Spitzenreiter Sprockhövel. Foto: Thomas F. Starke

Nach einem interessanten und flotten Duell, garniert mit dem neunten Saison-Dreier, meinte Scherning stolz: »Riesenkompliment an die Mannschaft für diese Leistung. Wir hatten einen guten und klaren Plan, den wir über viele Phasen auch so ausführten.« In der Startformation standen mit Nikolai Rehnen, Steffen Lang, Daniel Brinkmann und Björn Jopek vier Profi-Leihgaben. Bereits nach zehn Minuten hätte es 1:0 stehen müssen. Nach einer tollen Kombination scheiterte Almir Kasumovic aus kurzer Distanz am aufmerksamen TSG-Schlussmann Robin Benz. Im Gegenzug klärte Rehnen zur Ecke. Mit konsequentem Forechecking gegen den Ballführer und schnellem Umschaltspiel erzwang der Primus manchen Ballverlust der Almbuben. Vor allem über den rechten Flügel schwor Sprockhövel mehrmals gefährliche Situationen herauf. Nachdem zweimal Khalil Kleit scheiterte (29., 30.), steckte Nico Schneck schön auf Kasumovic durch. Kwadwo versetzte dem DSC-Kapitän im Strafraum einen Schubser, der fiel – doch die Pfeife von Armin Hurek blieb stumm (33.). Der einsetzende Regen sorgte für tückische Bodenverhältnisse – 0:0 zur Pause.

Nach dem Gegentor Moral bewiesen

Nach einem Ballverlust im Mittelfeld, der nur durch ein Foul (Wehmeier) repariert werden konnte, narrte Sprockhövel die verdutzte rote Mauer mit einer kreativen Freistoßvariante. Adrian Wasilewski kam frei zum Abschluss und schob zum 1:0 ein (58.). »Wir wussten, was auf uns zukommt. Ich hatte die Jungs in der Kabine eingeschworen, dass wir uns von einem Rückschlag nicht aus der Bahn werfen lassen sollten«, so Scherning. Die Bielefelder Antwort in Minute 66: Björn Jopek setzte mit einem öffnenden Pass auf die linke Seite den aufgerückten Orkun Tosun ein. Der Maskenmann zirkelte den Ball überlegt zum 1:1-Ausgleich in die lange Ecke. »Nach dem Gegentor haben wir das in der zweiten Halbzeit ganz toll gemacht«, fand Daniel Scherning, der eine Vielzahl an Tormöglichkeiten sah. Nach einer Balleroberung des eingewechselten Kosta Papadopoulos setzte der Jopek schön ein; Endstation Benz (67.). Eine Minute später scheiterte Tosun am TSG-Keeper.

Immer wenn Arminia gepflegt über die Flügel kam, brannte es im gegnerischen Strafraum. Nach schöner Vorarbeit von rechts stocherte Almir Kasumovic den Ball zum 2:1 (77.) über die Linie – sein 15. Saisontor. Aytürk Gecim, in Szene gesetzt von Jopek, und Papadopoulos, der aus gut 40 Metern knapp neben das leere Tor schoss, vergaben in der Schlussphase weitere Großchancen. »Das war unser Tag«, wiederholte Scherning sein Mantra. Der Sportliche Leiter Armin Perrey würdigte: »Wir haben schon immer guten Fußball gespielt. Heute haben wir uns endlich dafür belohnt. Der Sieg war absolut verdient.« Sprockhövel war als auswärtsstärkste Mannschaft der Liga auf die Rußheide gekommen und bleibt der Bielefelder »Lieblingsgegner«. Arminias Bilanz der Duelle gegen die TSG seit der Serie 2002/03 liest sich ab heute so: 13 Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage!

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.