Fußball-Oberliga: Arminias U23 setzt gegen Spitzenreiter Sprockhövel auf Heimstärke und eine positive Bilanz Mit Cleverness und Geduld

Bielefeld (WB/wie). Der Spitzenreiter kommt, doch verstecken will sich Arminias U23 im heutigen Oberliga-Heimspiel (19.30 Uhr, Rußheide) gegen die TSG Sprockhövel keineswegs. »Ich traue uns durchaus eine Überraschung zu«, sagt DSC-Trainer Daniel Scherning vor dem Duell mit dem Liga-Primus.

Arminias Innenverteidiger Leon Rinke (hier im Heimspiel gegen Eintracht Rheine) hat seine Gelbsperre abgesessen und kehrt heute Abend gegen Spitzenreiter TSG Sprockhövel in den DSC-Kader zurück. Anpfiff an der Bielefelder Rußheide ist um 19.30 Uhr.
Arminias Innenverteidiger Leon Rinke (hier im Heimspiel gegen Eintracht Rheine) hat seine Gelbsperre abgesessen und kehrt heute Abend gegen Spitzenreiter TSG Sprockhövel in den DSC-Kader zurück. Anpfiff an der Bielefelder Rußheide ist um 19.30 Uhr. Foto: Thomas F. Starke

Seine Zuversicht nimmt der 32-Jährige nicht zuletzt aus der Tatsache, dass es sich um ein Heimspiel handelt. »Wir haben eine super Heimbilanz, die im starken Kon­trast zu unserer Auswärtsbilanz steht«, verweist Scherning auf die Statistik. 22 ihrer 27 Punkte holte Arminias U23 auf heimischem Geläuf, obwohl die Leistungen auswärts teilweise sogar besser waren. Scherning: »Das ist schon kurios, aber zuhause spielen wir effektiver und auch cleverer.«

Beim jüngsten 0:2 in Lippstadt hätte die Leistung erneut gestimmt, »aber wir haben wieder zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht«. Der fehlende Ertrag in der Fremde führt so in unschöner Regelmäßigkeit dazu, dass die »Blue Boys« in den Heimspielen unter Zugzwang stehen. Der Vorsprung des Tabellen-14. aus Bielefeld auf den Vorletzten SV Schermbeck beträgt gerade einmal drei Punkte.

Selbstbewusster Tabellenführer

Mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein ausgestattet ist der Spitzenreiter aus Sprockhövel. Dass das junge Team von Trainer Andrius Balaika, das von Arminias U23 im Hinspiel noch mit 4:1 deklassiert wurde, eine solche Entwicklung nehmen wird, hätten wohl die wenigsten für möglich gehalten. Doch selbst eine kleine Schwächephase gegen Ende der Hinrunde überstand die TSG folgenlos. Durch 13 Punkte aus den letzten fünf Spielen hat Sprockhövel die Tabellenspitze untermauert – drei Zähler beträgt der Vorsprung auf Verfolger SV Lippstadt. Der Verein trägt dem unerwarteten Höhenflug der Mannschaft Rechnung. So hat die TSG einen Lizenzantrag für die Regionalliga gestellt.

Daniel Scherning ist voll des Lobes über den Gegner: »Dem, was dort geleistet wird, muss man Respekt zollen. Sprockhövel spielt sehr konstant und steht zurecht an der Spitze.« Vor allem offensiv bringt die TSG ihre Qualitäten auf den Platz: 56 erzielte Treffer sind der Spitzenwert der Liga, außerdem weist Sprockhövel die beste Auswärtsbilanz auf. »Darum werden wir auch gut verteidigen müssen. Wir dürfen nur wenig Chancen zulassen«, sieht Scherning reichlich Arbeit auf seine Defensive zukommen. Doch nicht nur das: »Wir müssen auch Geduld aufbringen, gut umschalten und vorne unsere Chancen nutzen.«

Personell ist mit keinen großen Änderungen zu rechnen. Leon Rinke kehrt nach seiner Gelbsperre in der Kader zurück. Und diese Statistik sollte den Arminen Mut machen: Sprockhövel konnte noch nie ein Ligaspiel in Bielefeld gewinnen. Seit 2003 hat Arminias U23 alle sieben Heimspiele gegen die TSG gewonnen und von insgesamt 15 Partien nur eine verloren.

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