20-Jähriger träumt von deutscher Mannschafts-Medaille bei Crosslauf-EM in Hyères Amanal Petros: »Ich bin total aufgeregt«

Bielefeld (WB). Amanal Petros schreibt weiter Bielefelder Leichtathletik-Geschichte. »Ich bin total aufgeregt. Ist ja das erste Mal«, bekennt der 20-Jährige vor seiner Premiere im Dress der Nationalmannschaft. Mit den deutschen U23-Junioren strebt Petros bei den 22. Crosslauf-Europameisterschaften in Hyères/Frankreich eine Team-Medaille an. 

Von Jörg Manthey
Versonnener Blick: Zum ersten Mal startet Amanal Petros für Deutschland. Bei der Cross-EM in Frankreich soll Sonntag eine Teammedaille her.
Versonnener Blick: Zum ersten Mal startet Amanal Petros für Deutschland. Bei der Cross-EM in Frankreich soll Sonntag eine Teammedaille her. Foto: Bernhard Pierel

Es ist zwar nicht sein erster internationaler Auftritt am Sonntag, doch das Lampenfieber ist verständlich. Nach seiner Einbürgerung in diesem Jahr hat Petros von solch einer Nominierung geträumt. »Ich werde alles geben, was ich habe, um das in mich gesetzte Vertrauen mit Leistung zu rechtfertigen«, sagt er artig. »Mein Kopf sagt: Ich will gewinnen. Aber ich weiß, dass da unglaublich starke Läufer sein werden. Der Fokus liegt auf einem guten Mannschaftsergebnis. Ich hoffe echt, dass wir eine Medaille kriegen.« Trainer Thomas Heidbreder dämpft Erwartungsdruck. »Da laufen welche in einer ganz anderen Liga.«

Freitag hin, Montag zurück: Das Fest der europäischen Cross-Country-Szene wird ein Kurzausflug. Für die Schönheiten Hyères, dem ältesten Badeort an der französischen Riviera mit blühenden Zitronen- und Orangenbäumen, werden Petros und Co. keine Augen haben. 8087 anspruchsvolle Meter rund um den Hippovar-Trakt, der Pferderennbahn Hyères, liegen vor den 470 Teilnehmern aus 34 Nationen. »Auf den ersten Blick mag der Kurs einfach aussehen«, heißt es von Ausrichterseite, »aber es wird sehr zermürbend.«

Die Uhr vergessen und ganz auf den Körper hören: Amanal Petros liebt das abwechslungsreiche, Körner raubende Laufen im Gelände. Mit 800 Kubikmetern Erde sind fünf künstliche Hügel mit steilen Anstiegen aufgeschüttet worden, jeweils drei Meter hoch und zehn Meter lang. Asche, Gras, ein 15-Meter-Sandkasten, drei Baumstämme und ein Abschnitt durch einen Kiefernwald mit engen Kehren sollen für eine Auslese bürgen. Das alles bei angenehmem Klima von bis zu 15 Grad. Und ohne russische Beteiligung. Denn die Dominatoren der EM von 2014 in Samokov sind gesperrt.

Den ganzen Artikel lesen Sie am Donnerstag im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Bielefeld. 

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