Frauen-Regionalliga: DSC-Frauen siegen 5:0 Erst Winterschlaf, dann Wahnsinn

Bielefeld (WB). Nach einer ersten Halbzeit, der Regisseurin Maxi Birker das Prädikat »Winterschlaf« verlieh, haben die Regionalliga-Fußballerinnen des DSC Arminia   richtig aufgedreht. Fünf Treffer in 20 Minuten bescherten dem Spitzenreiter einen 5:0 (0:0)-Heimsieg über die Warendorfer SU.

Von Jörg Manthey
Arminias rechte Flügelflitzerin Celine Preuß will hier Warendorfs Laura Lea Schillo umkurven.
Arminias rechte Flügelflitzerin Celine Preuß will hier Warendorfs Laura Lea Schillo umkurven. Foto: Hans-Werner Büscher

»Wahnsinn«, schwärmte Trainer Markus Wuckel und würdigte die »Riesenmoral. Ich bin mega-stolz auf die Mädels. Sie haben nochmal alles rausgehauen.« Ein richtig schweres Spiel so dominant zu beenden, »das hat Klasse.«

Warendorf stand in einem defensiven Abwehrverbund und lauerte auf Konter. Der erste Nadelstich: In der siebten Minute eilte Ballion alleine aufs DSC-Tor zu – Kira Klemmer verhinderte den möglichen Rückstand. Maxi Birker zog aus zentraler Position ungehindert ab; Aertker parierte (16.), ebenso kurz darauf einen strammen Kmiecik-Schuss (20.).

Arminia optisch überlegen

Arminia mühte sich redlich, war optisch klar überlegen, doch der Ertrag blieb aus. »Wir tun uns schwer. Die Kreativität ist uns verloren gegangen. Manche Spielerin wirkt ausgebrannt. Wir brauchen die Winterpause«, urteilte Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer nach torlosen 45 Minuten. Das Geduldsspiel wurde nach einer guten Stunde belohnt: Bei einem Flankenball Maxi Birkers von rechts behinderten sich SU-Torhüterin Sandra Aertker und Gianna Grillemeier gegenseitig – das war die 1:0-Führung (61.). In der Folge ging der DSC Arminia ökonomisch mit seinen Torchancen um: Jeder Versuch ein Treffer. Eine polnische Koproduktion bescherte das 2:0. Kamila Kmieciks Pass erlief Karolina Bochra und umkurvte die Torfrau (69.). Im Zwei-Minuten-Takt ging es weiter. Einen präzisen Birker-Freistoß veredelte die grippegeschwächte Laura Liedmeier per Kopfball sehenswert zum 3:0 (71.). Wiederum Bochra knallte den Ball nach einer Birker-Ecke aus dem Gewühl unter die Latte – 4:0 (73.). Mit einem verwandelten Handelfmeter markierte Kamila Kmiecik den 5:0-Schlusspunkt (81.). »Wir haben zugelegt, und Warendorf war stehend K.o.«, grinste Wuckel. 

DSC Arminia: Klemmer – Thormählen (62. Kotjipati), Verlsteffen, Ciesielska, Wiesner, Kmiecik, Liedmeier, Kiezewski (80. Aydin), Preuß (73. Bender), Birker, Bochra.
Tore: 1:0 Birker (61.), 2:0 Bochra (69.), 3:0 Liedmeier (71.), 4:0 Bochra (73.), 5:0 HE Kmiecik (81.).

Als Aufsteiger unverzüglich Herbstmeister: Arminia-Präsident Hans-Jürgen Laufer würdigte ein »schönes Fußballmärchen« und versprach, in der Winterpause »alles zu tun, um einen Aufstieg in die 2. Liga realisieren zu können.«

35 Punkte hatte Markus Wuckel mal als erstrebenswertes Saisonziel ausgegeben. Für diese Marke brauchte sein Team bloß eine Halbserie. Arminia geht mit einem stattlichen Vorsprung von fünf Zählern auf den 1. FC Köln II (3:2 bei Borussia Bocholt) in die Winterpause. Erst am 28. Februar wird die Meisterschaft beim Vorletzten Bayer Leverkusen II fortgesetzt. Die Spielpause, garniert mit drei Hallenturnieren, tut gut. »Die Mannschaft hat in allen Begegnungen körperlich am Limit gespielt«, würdigte der DSC-Coach mit Verweis auf seinen kleinen Kader.

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