Handball-Oberliga: Menden gastiert in Heepen – Jöllenbeck geht als krasser Außenseiter ins Derby beim TuS Spenge TSG baut auf neue Mittel

Bielefeld (WB). Spiel eins ohne Phil Holland: Wie durchschlagskräftig die TSG A-H Bielefeld nach dem verletzungsbedingten Ausfall ihres »Halblinken« ist, wird als erstes die HSG Menden-Lendringsen um Trainer Micky Reiners austesten. Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck tritt zum Nachbarschaftsderby der Handball-Oberliga beim TuS Spenge an.

Von Jörg Manthey und Arndt Wienböker
Dominik Schmidt und die TSG A-H Bielefeld wollen den Heimsieg gegen Menden.
Dominik Schmidt und die TSG A-H Bielefeld wollen den Heimsieg gegen Menden. Foto: Bernhard Pierel

TSG A-H Bielefeld

Den Fünften TSG (11:7) und den Achten Menden-Lendringsen (10:8), der aktuell die zweitbeste Deckung stellt, trennt bloß ein Pünktchen. »Das ist schade für den Jungen«, bedauert der Bielefelder Ex-Coach Micky Reiners Hollands Zwangspause. Wissend, dass dies eine erhebliche Schwächung des Gegners bedeutet. »Das TSG-Spiel war viel auf ihn ausgelegt.« Allerdings weiß Reiners, dass in solchen Situationen »die anderen wissen, dass sie zwei Schippen drauflegen müssen, um das fehlende Mitglied wegzuackern.« Die 6:0-Deckung der Hausherren zu knacken, ist für ihn der Schlüssel. Für diese Herkulesaufgabe kann er seine stärkste Formation aufbieten.

Wie Menden-Lendringsen effektiv beizukommen ist, hat Hamm II vorgemacht. Beim 29:24 wurde der jeweilige Mittelmann kurz gedeckt, um den Spielfluss zu unterbinden – die einzige Niederlage der HSG in den zurückliegenden fünf Spielen. Das hat TSG-Trainer Michael Boy sehr wohl registriert, wirft jedoch gut gelaunt ein: »Unsere 6:0-Abwehr war gegen Jöllenbeck ja auch nicht so schlecht.«

TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck

Dass nach sechs Niederlagen in Folge ausgerechnet am Samstagabend (19.15 Uhr) beim TuS Spenge die Trendwende erzwungen werden kann, erscheint wenig realistisch. »Die Rollen sind klar verteilt. Wir sind der Underdog«, gibt sich Jöllenbecks Sportlicher Leiter Thorsten Lehmeier auch keinen Illusionen hin. TuS 97-Trainer Walter Schubert bläst ins gleiche Horn: »Es ist so oder so schwer, in Spenge zu gewinnen. Unsere augenblickliche Situation macht die Sache nicht leichter. Nach der Niederlagenserie fehlt der Mannschaft natürlich das Selbstvertrauen.« Chancenlos sehen die Verantwortlichen ihre Mannschaft beim Tabellenzweiten allerdings nicht. »Wenn Spenge keinen guten Tag erwischt und wir dafür einen guten, dann ist was möglich«, prophezeit »Moppel« Lehmeier, der weiterhin zur Ruhe mahnt: »Wir sind uns der Situation bewusst und müssen uns da selber rausziehen, aber noch ist die Tabelle nur eine Momentaufnahme.« Diese weist die Jürmker als Zwölften aus. Im Falle einer Niederlage beim Nachbarn könnte der TuS 97 auch erstmals auf einen Abstiegsplatz rutschen, falls der Vorletzte TuS Ferndorf II sein Heimspiel gegen Eintracht Hagen II gewinnen sollte. Rechenspiele, an denen sich Walter Schubert nicht beteiligen will: »Es sind noch genügend Spiele zu spielen. Jetzt geht es erst einmal darum, in Spenge eine vernünftige Leistung abzuliefern.«

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Wochenendausgabe des WESTFALEN-BLATTES, Lokalsport Bielefeld.

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