Zu viele Abzüge in der Kür: Kunstradfahrer Simon Puls wird in Malaysia wie im Vorjahr Vize-Weltmeister Die falsche Medaille umgehängt bekommen

Bielefeld (WB/jm). Simon Puls’  großer Traum, sich zum ersten Mal das  Regenbogentrikot  überziehen zu können, ist in Malaysia nicht kristallisiert. Der Kunstradfahrer aus Oldentrup ist bei der WM in Johor Bahru wie im Vorjahr »nur« Vize-Weltmeister im 1er geworden – und musste sogar um Silber zittern.  

Siegerehrung bei der Hallenrad-WM in Malaysia, von links: »Vize« Simon Puls mit der »falschen« Medaille, Weltmeister Michael Niedermeier und  Wong Chin To aus Hongkong.
Siegerehrung bei der Hallenrad-WM in Malaysia, von links: »Vize« Simon Puls mit der »falschen« Medaille, Weltmeister Michael Niedermeier und Wong Chin To aus Hongkong. Foto: Oliver Stoll

  »Die Platzierung ist immer noch super und grandios«, strahlte der für den Liemer RC startende Deutsche Meister, der  am Sonntag im Stadium Perbandaran Pasir Gudang mit stattlichen 27 Punkten Differenz weit   hinter  Landsmann Michael Niedermeier   (192,63 Punkte) zurückblieb. Den alten und neuen Weltmeister hatte er   in der jetzt  abgelaufenen Saison bis dahin bei allen großen Wettkämpfen bezwingen können. Dritter wurde Wong Chin To aus Hongkong (164,49).

»Ich war perfekt vorbereitet und weiß nicht, was ich falsch gemacht habe«, rätselte Puls, dem wohl  der tückisch-hol-prige Holzboden einen Streich spielte. »Auf so einem Untergrund findet in Deutschland kein großer Wettkampf statt.«  Nachdem für den 28-Jährigen  mit Sturz beim Übergang zum Kehrlenkersitzsteiger und ausgefahrenen 182,85 Zählern schon die Qualifikation nicht ganz wunschgemäß gelaufen war,  lief  es im  Finale noch unbefriedigender. Nach der fünfminütigen fehlerbehafteten  Kür mit Großabzügen blieben magere  165,67 Zähler auf der Anzeigetafel stehen. »Es gibt diese Tage. So ist Sport«, nahm er es  locker. Der  Master-Student für  Mechatronische Systeme an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe sollte bei der  Siegerehrung  die nächste  böse Überraschung erleben. Er bekam irrtümlicherweise die  bronzene Medaille umgehängt, merkte dies aber zunächst gar nicht. »Irgendwann habe ich mir gedacht: Die hat ja ganz schön viel Farbe.«

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montagausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.