»Wettbewerbsfähig«: Footballverband berücksichtigt Absteiger im Nachrückverfahren Bulldogs bleiben Zweitligist

Bielefeld (WB). Der 1. AFC Bielefeld Bulldogs feiert 2016 sein 30-jähriges Vereinsjubiläum. Das erste Geburtstagsgeschenk ist früher als erhofft eingetrudelt – und keine echte Überraschung: Die Footballer werden trotz ihres Abstiegs als Nachrücker auch in der kommenden Saison in der GFL 2 Nord spielen!

Von Jörg Manthey
Mit Volldampf in die GFL 2: Auch 2016 spielen die Bulldogs als Nachrücker auf zweithöchstem Niveau  Football.
Mit Volldampf in die GFL 2: Auch 2016 spielen die Bulldogs als Nachrücker auf zweithöchstem Niveau Football. Foto: Jörg Manthey

»Nun steht noch die Hürde der Lizenzerteilung vor uns. Wir sind jedoch optimistisch, dass wir die auch dieses Mal ohne jegliche Auflagen erteilt bekommen«, heißt es freudig von den Bulldogs. Ein Platz in der Liga war noch frei, weil im GFL-Oberhaus 2015 nach dem Rückzug der Köln Falcons nur sieben Mannschaften angetreten waren und GFL2-Champion Hildesheim Invaders den Aufstieg wahrnimmt.

Sportdirektor Heiko Schreiber: »Dass wir ausgewählt worden sind, ehrt uns. Ich werte das als Würdigung für unsere konstruktive Arbeit an Strukturen. Da die Lizensierung in den zurückliegenden vier Jahren ohne Beanstandung funktioniert hat, gehe ich davon aus, dass das wieder so sein wird.« Schreibers Lob richtet sich ausdrücklich an »alle stillen Helfer und Leute, die das Team umgeben. Dieses Vertrauen des Verbandes ist zugleich ein Dankeschön an sie.«

Auch die Rostock Griffins, Dritter der Aufstiegsrunde, hatten sich fürs Nachrückverfahren beworben. Die offizielle – und einstimmige – Begründung der Bulldogs-Bevorzugung im Wortlaut: »Präsidium und Wettkampfkommission haben den Zuschlag an die Bielefeld Bulldogs erteilt. Da Bielefeld in der Saison 2015 punktgleich mit dem Sechstplatzierten der GFL2 lag und somit über ein wettbewerbsfähiges Team in der Liga verfügt, während die Rostock Griffins in der Aufstiegsrunde beide Spiele verloren hatten, haben die Gremien Bielefeld die Ligateilnahme in 2016 sportlich risikoloser zugetraut als Rostock.« So Robert Huber, der Präsident des American Football-Verbandes Deutschland, mit freundlichen Grüßen an die Ostsee.

»Ein klares Statement«, kommentiert Bulldogs-Vize Sebastian Klein das Votum. »Aber das ändert nichts an unserem zeitlichen Fahrplan.« Der Etat für 2016 bewege sich demnach im typischen Zweitligaschnitt. Ein Unterschied allerdings: »Wir sind erheblich weiter als in den Vorjahren. Vom Organisatorischen her läuft es richtig rund. Wir sind viel strukturierter, straffer organisiert«, beteuert Klein. Die Staffel der GFL 2 Nord ist damit komplett. Die Bulldogs bekommen es 2016 mit den Lübeck Cougars, Paderborn Dolphins, Cologne Crocodiles, Potsdam Royals, Bonn Gamecocks sowie den beiden Aufsteigern Assindia Cardinals und Ritterhude Badgers zu tun.

Am Donnerstag, 7. November (19 Uhr), laden die Bulldogs zum Sponsorentreffen in die Sky-Lounge der Schüco-Arena ein. Nicht nur die aktuellen, auch neue Interessenten. »Das wird eine illustre Runde«, hofft Sebastian Klein, dass sich neugierige Unterstützer in spe vom (nachhaltigen) Weg der Bulldogs begeistern lassen.

»Wir haben eine hervorragende Basis. Jetzt muss die Konkurrenzfähigkeit hergestellt werden«, erklärt Heiko Schreiber. »Das ist eine große Aufgabe für die Coaches.« Mit Denny Meyer ist einer bereits gefunden. Der Rückkehrer zeigt sich beeindruckt von der Maßnahme, dass fürs Wintertraining Positions-Coaches inthronisiert worden sind. Schreiber kündigt zudem Gespräche mit Dick Bergstrom an. Nach einer unruhigen Saison sollen, wünscht sich Schreiber, der entworfene Teamkodex sowie eine verstärkte Handlungsvollmacht für die Coaches als Grundlage dazu dienen, »wieder ein verschworener Haufen zu werden. Wo jeder für den anderen einsteht.«

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