Frauen-Regionalliga: Aufsteiger Arminia Bielefeld setzt auch in der neuen Spielklasse auf die Offensive Das eigene Spiel im Blick

Bielefeld (WB). Am Sonntag geht es los: Für Arminias Frauenmannschaft startet das Abenteuer Regionalliga. Trainer Markus Wuckel vertraut auf alte Stärken und setzt auf das Angriffsspiel seiner Elf.

Von Daniel Keller
Arminias Frauen freuen sich auf die Regionalliga-Saison; hinten von links: Romina Burgheim, Laura Liedmeier, Karolina Bochra, Symela Ciesielska, Vivien Wiesner, Thalea Kiezewski und Marleen Isabel Kappe. Mitte von links: Sportlicher Leiter Werner Jöstingmeyer, Cheftrainer Markus Wuckel, Areti Verlsteffen, Grit Bender, Sandra Szopieray, Torwarttrainer Ralph Schmidt und Betreuer Tobias Lison. Vorne: Veweziwa Kotjipati, Larissa Ahrens, Celine Preuß, Kira Klemmer, Ülkay Kollu, Maxine Birker, Kamila Kmiecik und Natalia Schiano.
Arminias Frauen freuen sich auf die Regionalliga-Saison; hinten von links: Romina Burgheim, Laura Liedmeier, Karolina Bochra, Symela Ciesielska, Vivien Wiesner, Thalea Kiezewski und Marleen Isabel Kappe. Mitte von links: Sportlicher Leiter Werner Jöstingmeyer, Cheftrainer Markus Wuckel, Areti Verlsteffen, Grit Bender, Sandra Szopieray, Torwarttrainer Ralph Schmidt und Betreuer Tobias Lison. Vorne: Veweziwa Kotjipati, Larissa Ahrens, Celine Preuß, Kira Klemmer, Ülkay Kollu, Maxine Birker, Kamila Kmiecik und Natalia Schiano. Foto: Thomas F. Starke

Mit der Reserve von Bayer Leverkusen empfangen Arminias Frauen zum Auftakt gleich einen »klangvollen Namen«, wie DSC-Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer findet. Über Stärken und Schwächen des Gegners kann die Bielefelder Delegation nicht viel sagen. Markus Wuckel ist das aber ganz recht, denn der Übungsleiter will auch in der dritthöchsten Klasse das Spiel seiner Elf in den Vordergrund rücken: »Wir wollen ligaunabhängig den Gegner so weit wie möglich von unserem Tor fern halten und munter nach vorne spielen.«

Fünf Spieltage will Wuckel auf sein bewährtes System setzen, um dann zu entscheiden, »was in der neuen Liga geht und was nicht.« Sechs Wochen lang bat der Trainer seine Spielerinnen an sechs Tagen pro Woche auf den Fußballplatz. Dass sich der Aufwand gelohnt hat, davon konnte sich Wuckel im letzten Test gegen den Zweitligisten Herforder SV (1:4) überzeugen. »Wir konnten in den letzten 20 Minuten nochmal zulegen. Meine Spielerinnen haben richtig Power in den Beinen«, meint Wuckel, der seine Mannschaft auch während eines dreitägigen Trainingslagers in Bad Fredeburg schwitzen ließ. Im Sauerland stand dazu die Integration der neuen Spielerinnen auf dem Programm.

Von Karolina Bochra, einer Polin, die nur »Pocke« genannt wird, ist Wuckel begeistert: »Sie erinnert mich an meine Zeit als Aktiver. Pocke ist kopfballstark und beidfüßig. An ihr werden wir noch viel Freude haben.« Bochra unterzeichnete beim DSC einen Vertrag bis zur Winterpause. Abteilungsleiter Jöstingmeyer ist sich aber sicher, dass die 26-Jährige über die Hinserie hinaus für den DSC aktiv sein wird. »Sie fühlt sich bei uns jeden Tag wohler«, meint der 70-Jährige.

Neu besetzt sind bei Arminias Frauen auch die Außenverteidigerpositionen. Die rechte Seite verteidigt mit Veweziwa Kotjipati eine namibische Nationalspielerin, die vom FSV Gütersloh ihren Weg nach Bielefeld gefunden hat. Auf der linken Seite soll Tanja Thormählen ihre Route einfließen lassen. Die 29-Jährige, die zuletzt beim BV Cloppenburg spielte, war schon in der Bundesliga für den Hamburger SV aktiv. Insgesamt sieht Wuckel sein Team gut verstärkt. Auch Jürgen Prüfer, Trainer in Herford, bescheinigte dem DSC-Team, in der Regionalliga mithalten zu können.

Weil Arminias Kader mit 19 Spielerinnen dünn besetzt ist, hofft Wuckel, vom Verletzungspech verschont zu bleiben. Ebenso wie der Ex-Profi freut sich Abteilungsleiter Jöstingmeyer, dass es am Sonntag losgeht: »Wir haben uns über ein Jahr lang angestrengt, um in dieser Klasse spielen zu können.« In Leverkusens Reserve erwartet Jöstingmeyer »viele junge Talente, die den Weg in die Bundesliga schaffen wollen.« Für das DSC-Team eine hohe Hürde, die mit bewährter Offensivpower bewältigt werden soll

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