Bielefelderin Franziska Bossow 15. beim Triathlon-Klassiker in Roth »Wie auf Wolken«

Roth/Bielefeld (WB/tip). Willkommen in der erweiterten europäischen Spitze: Franziska Bossow aus Bielefeld ist beim Triathlon-Klassiker im fränkischen Roth in persönlicher Bestzeit von 10:33:45 Stunden auf den 15. Platz der Gesamtwertung gelaufen und in die Phalanx der Profis eingebrochen.

Franziska und Chris Bossow nach der Siegerehrung in Roth.
Franziska und Chris Bossow nach der Siegerehrung in Roth.

»Das war der Marathon meines Lebens«, sagte die 27-Jährige über ihre Zeit von 3:15:41 Stunden über die abschließende klassische 42,195 Kilometer-Distanz. Damit war die Hermannslaufsiegerin von 2009 am Sonntag rund 25 Minuten schneller als bei ihren  bisherigen Starts über die Triathlon-Langdistanz. In Roth liefen überhaupt nur sechs Frauen schneller als die Bielefelderin.

Weil das Schwimmen über 3,8 Kilometer (1:05:10) so gut wie nie lief und sie über 180 Kilometer auf dem Rad (5:37:52) im Rahmen ihrer Möglichkeiten blieb, war Franziska Bossow insgesamt zehntbeste Deutsche und beste Amateurin in der Altersklasse W25. Vor einem Jahr wäre sie damit noch Deutsche Meisterin gewesen. Weil aber erstmals auch die Profis in diese Wertung einbezogen wurden, stand die TSVE-Triathletin gestern bei der Siegerehrung auf dem Bronzerang.

Auch 24 Stunden danach war die Freude über einen Tag wie aus dem Bilderbuch noch immer riesengroß. »Beim Schwimmen war ich sechs Minuten schneller als vor zwei Jahren in Roth«, berichtete Franziska Bossow: »Das ist für mich sehr motivierend, wenn ich gut ins Rennen komme.« Die Krönung eines tolles Wettbewerbs sei aber  der Marathon gewesen: »Ich habe eine Läuferin nach der anderen überholt. Es fühlte sich an, wie auf Wolken zu laufen. Das hat sehr viel Spaß gemacht – bis zum Ziel.«

Einen  gelungenen Familientag im Hause Bossow rundete Ehemann Chris ab, der in 9:54:50 Stunden unter der Zehn-Stunden-Marke blieb und sich damit in der Altersklasse M55 hinter dem Franzosen Marc Laffont (9:54:49) Platz zwei und den deutschen Meistertitel sicherte. »Ich bin gut zufrieden«, sagte Chris Bossow, der während des Marathons zunächst  noch ans Aufhören gedacht hatte. Im Ziel freute er sich, dass er diesem mentalen Tief »davongelaufen« war: »Am Schluss wurde es immer besser mit dem Laufen.« Seine Zwischenzeiten:  1:03:03  (Schwimmen), 5:07:41 (Rad) und 3:38:53 (Laufen).

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