Im Handball wird zur neuen Saison der elektronische Spielbericht eingeführt »Das ist die Zukunft«

Bielefeld (WB). Auf die Vereine des Handball-Verbandes Westfalen (HVW) kommt in der Saison 2015/16 eine Neuerung zu. Von der Landes- bis zur Oberliga wird der elek­tronische Spielbericht (ESB) eingeführt. »Wir müssen mit der Zeit gehen. Der elektronische Spielbericht ist die Zukunft für unsere Sportart«, sagt Andreas Tiemann, Männerspielwart und Vorsitzender der Technischen Kommission im HVW.

Von Arndt Wienböker
Auf die Handballvereine von der Landes- bis zur Oberliga  kommt ab der Saison 2015/16 eine Neuerung zu. Der elektronische Spielbericht, der bislang nur in den Bundesligen eingesetzt wurde, wird nun auch auf westfälischer Ebene eingeführt.
Auf die Handballvereine von der Landes- bis zur Oberliga kommt ab der Saison 2015/16 eine Neuerung zu. Der elektronische Spielbericht, der bislang nur in den Bundesligen eingesetzt wurde, wird nun auch auf westfälischer Ebene eingeführt. Foto: Oliver Schwabe

Drei ESB-Schulungstermine in Bielefeld

Über  die Homepage des Handball-Verbandes Westfalen ( www.handballwestfalen.de ) können die Schulungstermine für den elektronischen Spielbericht (ESB) abgerufen werden. In Bielefeld werden drei Termine angeboten, jeweils in der TSVE-Halle Am Niedermühlenhof 3: 15. August (15 Uhr), 29. August (14.30 und 16.30 Uhr). Pro Mannschaft kann jeder Verein zwei Zeitnehmer/Sekretäre anmelden. Die Teilnehmer müssen im Besitz eines Zeitnehmerausweises sein und einen Laptop mit Windows mitbringen. Vorher muss eine Registrierung  im Programm  Phönix erfolgen. Die Anmeldung zur Schulung erfolgt dann über die Homepage des HVW unter der Rubrik Phönix/Seminaranmeldung. Der Kreisvorsitzende Thomas Boerscheper weist darauf hin, dass die   Teilnehmerzahl  pro Schulung auf 25 Personen begrenzt ist: »Unsere  Vereinsvertreter sollten sich schnell anmelden, wenn sie die Schulung in Bielefeld machen wollen.«

Das alte System mit den Spielberichten in Papierform und Durchschriften sei antiquiert, erklärt der Funktionär aus Hille. Tiemann: »Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Wir müssen dahin kommen, das aktuelle Informationsbedürfnis zu erfüllen.« Soll heißen, ähnlich wie bei den Fußballern soll es auch bei den Handballern künftig die Möglichkeit geben, »live« auf Ballhöhe zu sein.

Voraussetzung dafür ist, dass jeder Verein mindestens ein Laptop/Notebook mit Windows-Betriebssystem und einen Drucker in der Halle installiert. Der elektronische Spielbericht der Firma Gatecom (SIS) kann dann offline oder online erstellt werden. »Vor der Saison geben die Vereine ihre Kader mit den Trikotnummern der Spieler im System ein und an den jeweiligen Spieltagen können diese dann aufgerufen werden«, erklärt Andreas Tiemann.

Besteht in der Halle eine Online-Verbindung, so wird der jeweilige Sekretär am Zeitnehmertisch die aktuelle Torfolge samt Torschützen in einen im System hinterlegten Liveticker eingeben. Dieser Liveticker kann auch mit der Vereinshomepage verlinkt werden. Tiemann: »Und so kann jeder den aktuellen Verlauf der Spiele von überall aus verfolgen.« Nach dem Abpfiff wird der elektronische Spielbericht dann per Mail an den Staffelleiter weitergeleitet.

Zur Sicherheit wird der Spielbericht noch einmal vor Ort ausgedruckt. In den Bundesligen (1. bis 3. Liga) habe sich der ESB bereits bewährt, versichert Andreas Tiemann. Das bestätigt auch Thomas Boerscheper, Vorsitzender des Handballkreises Bielefeld-Herford: »Ich kenne den ESB wegen meiner Tätigkeit als Zeitnehmer in der Bundesliga ja schon länger und stehe dem absolut positiv gegenüber. Die ganze Schreiberei entfällt. Das ist die Zukunft.«

Boerscheper ist sich bewusst, dass auf die Vereine zunächst ein Mehraufwand und auch Mehrkosten zukommen, »aber auf Dauer rechnet sich das und wir werden unsere Vereine auch nicht im Regen stehen lassen.« Davon, den ESB bereits zur kommenden Saison ligaübergreifend einzuführen, hat der heimische Handballkreis Abstand genommen. »Wir warten noch etwas ab, aber das wird auch auf Kreisebene kommen«, versichert Boerscheper.

Der Handballkreis Gütersloh – ab der Saison 2016/17 gibt es eine gemeinsame Bezirksliga Bielefeld-Herford-Gütersloh – führt den elektronischen Spielbericht bereits zur kommenden Saison ein. Und auch Andreas Tiemann ist überzeugt: »Der ESB wird sich bis auf Kreisebene durchsetzen.« Seit Mitte Juni werden Schulungen angeboten (s. Kasten).

Andreas Tiemann hat bislang einen »vorsichtigen Optimismus« bei den Vereinen festgestellt. Eingeführt wird der ESB zur kommenden Saison in den Landes-, Verbands-und Oberligen der Männer und Frauen sowie in der männlichen A- und B-Jugend-Oberliga und der weiblichen A-Jugend-Oberliga/Landesliga.Bielefelder Vereine, die den elektronischen Spielbericht 2015/16 einsetzen müssen, sind: TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck, TSG Altenhagen-Heepen, TuS Brake, HT SF Senne und HSG EGB Bielefeld.

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