Volleyball-Relegation: »Der Lohn für harte Arbeit«– »Vierte« bleibt Verbandsligist  Post SV II feiert Regionalliga-Aufstieg 

Bielefeld (WB). Stehende Ovationen und nicht enden wollende Sprechchöre! Die zweite Herrenmannschaft des Telekom Post SV steigt durch ein 3:1 gegen den Moerser SC in die Volleyball-Regionalliga auf. Aus Post SV II wird nun Post SV I. Die Kulisse in der Almhalle am späten Sonntagnachmittag war fast schon erstligareif.

Von Heiko Scholz
Aus Post SV II wird Post SV I. Durch einen 3:1-Sieg über den Moerser SC steigen die Telekom-Herren in die Regionalliga auf. Zu den Aufsteigern gehören: Ruben Krob, Tim Borgstedt, Tobias Borgstädt, Christoph Rothe, Brian Leppin, Jannis Dittmar, Peter Meißner, Dennis Luckas, Lukas Pollex, Alberto Spadoni, Mariusz Chmura und Joey Laporte.
Aus Post SV II wird Post SV I. Durch einen 3:1-Sieg über den Moerser SC steigen die Telekom-Herren in die Regionalliga auf. Zu den Aufsteigern gehören: Ruben Krob, Tim Borgstedt, Tobias Borgstädt, Christoph Rothe, Brian Leppin, Jannis Dittmar, Peter Meißner, Dennis Luckas, Lukas Pollex, Alberto Spadoni, Mariusz Chmura und Joey Laporte. Foto: Thomas F. Starke

Regionalliga-Relegation

Mit 3:1 (25:22, 19:25, 25:10, 25:22) bezwingen Trainerin Anne Schade und ihre Buben den Moerser SC in heimischer Halle und sichern sich einen Platz in Deutschlands vierthöchster Spielklasse. »Das ist der Lohn für unsere harte Arbeit. Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Erst recht, wenn man bedenkt, was wir für eine Saison mit Höhen und Tiefen hinter uns haben«, sprudelte es aus der Telekom-Trainerin heraus.

 Der Sieg war vom ersten Ballwechsel an verdient. Im ersten Durchgang zog die Telekom früh davon (5:1) und konnte sich in der Mitte des Satzes sogar auf 16:9 absetzen. Moers konnte noch auf 20:21 verkürzen, leistete sich dann aber wieder Eigenfehler, während der Post SV die Nerven behielt. Bielefelds schwacher zweiter Satz ließ die rund 300 Zuschauer in der Almhalle noch einmal nervös werden. Hallensprecher Wolfgang »Mucki« Horstmann forderte noch mehr Unterstützung von den Rängen. Die Unterstützung kam und und wurde mit jedem Punktgewinn lauter.

 Im dritten Durchgang fing sich das Team um Kapitän Ruben Krob wieder. Alberto Spadoni und Christoph Rothe gelangen vorentscheidende Aufschlagserien, die über 9:2 in ein 18:8 mündeten. Punkt um Punkt erzielten die PSV-Spieler durch ihren Block, egal ob alleine, zu zweit oder zu dritt. Im entscheidenden vierten Durchgang war Moers der Druck anzumerken. Das Team von Ex-Europapokalsieger und jetzt Spielertrainer Chang Cheng Lee leistete sich im Kopf-an-Kopf-Rennen die entscheidenden (Aufschlag-) Fehler und lud den Telekom Post SV zum Sieg ein. Lukas Pollex wollte nach guter Annahme und ebenso gutem Zuspiel seiner Kollegen auch keinen Zweifel mehr aufkommen lassen und verwandelte den zweiten Matchball souverän zum 25:22-Endstand.

 »Vielleicht stand Moers heute mehr unter Druck als wir«, meinte Telekom-Frau Anne Schade. »Für uns war das Spiel so oder so ein Highlight, während Moers unbedingt die Klasse halten wollte. Die Zuschauer haben mit ihrer großartigen Unterstützung das Ihre dazugetan.«

 Ähnlich begeistert von der Athmosphäre war auch der Bielefelder Kapitän Ruben Krob: »Das war mit Abstand die beste Saisonleistung von unserem Publikum. Großartig.« Abteilungsleiter Wolfgang Stender versprach für die kommende Saison: »Das Line-Up und den Hallensprecher werden wir auch in der nächsten Saison beibehalten. Das haben sich die Jungs verdient.«

Oberliga-Relegation

Durch ein 2:3 bei Humann Essen IV und ein 0:3 vor heimischer Kulisse gegen den TV Hörde II verpasste die vierte Herrenmannschaft des Post SV den Sprung in die Oberliga. Trotz der Niederlagen in der Relegation ließen die Spieler die Köpfe nicht hängen. Dafür war die Kulisse mit 200 ausdauernd jubelnden Fans in der Martin-Niemöller-Gesamtschule zu gewaltig. »Natürlich hatten wir mehr erwartet. Aber vor diesem Publikum zu spielen, war ein großartiges Gefühl«, sagte Telekom-Kapitän Andreas Grau.

 Die Telekom IV startete nervös in die Heim-Partie. Die Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff gelang zunächst nicht. Hörde freute sich über jede Menge »Danke-Bälle«. »Das waren zu viele Eigenfehler«, ärgerte sich Andreas Grau. Ähnlch sah es Trainer Peter Scheffler: »So viele Aufschlagfehler wie heute habe ich noch nie gesehen.« Mehr Kritik wollte Scheffler dann aber nicht äußern: »Es war klar, dass wir zwei schwere Spiele haben würden. Man darf nicht vergessen, dass wir vor einem Jahr erst in die Verbandsliga aufgestiegen sind. Egal ob mit Aufstieg oder ohne. Das war eine tolle Saison mit einer großartigen Belohnung durch diese Kulisse im letzten Spiel.«

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