7170 Aktive warten ungeduldig auf den Start des 44. Hermannslaufes am 26. April Lauffieber am Teuto

Bielefeld (WB). Die Favoritenfrage hatte das WESTFALEN-BLATT bereits am Montag geklärt. Auch Hermannslauf-Organisator Christian Dopheide hatte am Mittwoch beim Pressegespräch zur 44. Auflage am 26. April keine anderen Siegkandidaten auf dem Zettel als die von dieser Zeitung genannten Vorjahressieger Silke Pfenningschmidt und Elias Sansar.

Von Hans Peter Tipp
Elias Sansar (3669) in der ersten Reihe: So könnte es auch bei der 44. Auflage am 26. April nach dem Start aussehen.
Elias Sansar (3669) in der ersten Reihe: So könnte es auch bei der 44. Auflage am 26. April nach dem Start aussehen. Foto: Oliver Schwabe

»Silke Pfenningschmidt hat sich inzwischen angemeldet, Elias wird das wohl wie immer erst am Samstag vor dem Lauf tun«, sagte Dopheide, der beim beliebtesten Volkslauf der Region mit Rudi Ostermann den insgesamt 750 Helfern, davon 450 vom veranstaltenden TSVE 1890 Bielefeld, vorsteht. Für die Startnummer »1« sind aber sowohl Pfenningschmidt als auch Sansar zu spät dran. »Die Nummer hatten wir zwar zurückbehalten, aber zu diesem Zeitpunkt können wir sie aus organisationstechnischen Gründen nicht mehr vergeben«, sagte Dopheide, der das Verhalten des achtmaligen Siegers Sansar als »bedauerlich« einstufte. Er könne sich ruhig zum Lauf und zum TSVE bekennen, erklärte Dopheide.

Top-20-Läufer

Alle anderen Top-20-Läufer des vergangenen Jahres, die sich bislang wieder angemeldet haben, werden am Sonntag in einer Woche auf den 31,1 Kilometern vom Hermannsdenkmal zur Sparrenburg aber gut zu identifizieren sein. Die Ziffer auf der Brust ist nämlich identisch mit ihrer Vorjahresplatzierung: Florian Reichert (2), Björn Kuttich (4), Ole Krumsiek (8), Tim Dally (9), Stefan Raulf (11), Henrich Kolkhorst (12), Boris Piper (13), Konrad Schulz (16), Philipp Kaldewei (19) und Timo Grub (20) – alles alte Bekannte, die auch wieder weit vorn laufen dürften.

Bei den Frauen sind die Besten etwas schwerer zu identifizieren: Silke Pfenningschmidt trägt die 3882. Hilde Aders aus Norwegen, im Vorjahr Fünfte, läuft mit der 3090. Mit Maja Weiffen (7. Platz/Startnummer 2126) und Heike Mohn (8./3960) haben sich nur zwei weitere Top-Ten-Läuferinnen des Vorjahres erneut angemeldet.
Große Überraschungen im Teilnehmerfeld sind nicht mehr zu erwarten – jedenfalls nicht durch das Salomon-Team, das zuletzt so starke Athleten wie den vielfachen Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt nach Bielefeld geschickt hatte. »Sie sind in diesem Jahr stärker bei Straßenveranstaltungen vertreten und deshalb nicht bei uns«, stellte Dopheide fest.

Neue Trophäe

Die Schnellsten an der Sparrenburg dürfen sich auf eine neue Trophäe freuen. »Der Hermannslauf bekommt einen neuen Pokal«, kündigte Dopheide gestern an: »Der Hermannslauf ist etwas Besonderes, und da sollte auch der Pokal etwas Besonderes sein. Deshalb werden die Sieger keinen Blechpokal erhalten, den man kaufen oder nachmachen kann.« Mehr wollte er nicht verraten, ließ sich dann aber zumindest entlocken, dass die Besten in allen Altersklassen ebenfalls damit prämiert werden und die neue Auszeichnung »aus Holz und Glas« bestehe. Und auch das steht bereits fest: Die Läufer erhalten keinen Wanderpokal.

Insgesamt haben sich 7170 Frauen und Männer für den beliebtesten Volkslauf der Region angemeldet. 400, die nicht starten können, haben für ihre Startnummer bereits einen Ersatzmann gefunden. Weitere 400 Änderungen werden bis zum Start am Sonntag, 26. April, um 11 Uhr am Hermannsdenkmal erwartet. 1315 Aktive (19 Prozent) sind weiblich. Das sind exakt fünf mehr als im Vorjahr, aber gut 300 weniger als im Jahr 2010, als sich 1647 Frauen angemeldet hatten.

Dagegen ist das Wandern beim Hermann nicht des Müllers, sondern eher der Müllerin Lust: unter den 585 Menschen, die sich auf Schusters Rappen von Detmold zur Sparrenburg aufmachen, sind die Frauen klar in der Mehrheit: in Zahlen: 353, in Prozenten: 60.

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