Oberliga: TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck spielt nur 29:29 gegen Eintracht Hagen II  Der Wurm ist drin 

Bielefeld (WB).Am Ende war's sogar ein Punktgewinn. Handball-Oberligist TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck kommt nicht vom Fleck und musste sich gegen den Tabellenelften Eintracht Hagen II mit einem 29:29 (13:14) zufrieden geben.

Von Arndt Wienböker
Jöllenbecks Linkshänder Hermann Hippe erwischte auch nicht seinen besten Tag und leistete sich einige Fahrkarten.
Jöllenbecks Linkshänder Hermann Hippe erwischte auch nicht seinen besten Tag und leistete sich einige Fahrkarten.

 »Der Wurm ist drin. Wir dürfen uns über das Unentschieden nicht beschweren«, sagte Christian Hoff nach einer umkämpften Partie, in der die Jürmker wie schon in den Vorwochen in erster Linie an sich selbst scheiterten. »Die Unsicherheit spielt mit. Was wir an freien Würfen vergeben, ist nicht mehr normal«, ärgerte sich Nils Grothaus über eine erneut hohe Anzahl an Fahrkarten und technischen Fehlern. Trainer Walter Schubert sieht eine »verkrampfte Mannschaft, die ihr Potenzial momentan nicht abrufen kann«.

 Spaß-Handball sieht in der Tat anders aus: Kämpferisch war den Jürmkern gegen die Drittliga-Reserve aus Hagen kein Vorwurf zu machen, aber die spielerische Leichtigkeit ist futsch. Nach dem 5:3 durch Geburtstagskind Lukas Heins (27 Jahre) und dem 9:6 durch Benjamin Zöllner (18.) kippte die Begegnung zusehends. Ein gut aufgelegter Björn Minzlaff im Gästetor sowie Hagens Rückraum-Shooter Philipp Hinkelmann (zehn Tore) sorgten für die Wende. Beim 9:10 (22.) gerieten die Jürmker erstmals ins Hintertreffen; nach dem 13:14 zur Pause wuchs der Rückstand auf vier Tore an (14:18, 35.). »Wir hatten in dieser Phase Probleme mit der offenen Abwehr«,urteilte Schubert. Doch die Moral stimmte. David Weinholz parierte einen Siebenmeter, nach Hoffs Ausgleich besorgte Kapitän Leon Ludwigs die Führung zum 20:19 (40.).

Die Zeichen standen zwischendurch auf Sieg

Zwei Gegenstoßtore des nun treffsicheren Ludwigs führten zum 25:23 (45.). Als Benjamin Zöllner in Unterzahl zum 29:27 (58.) traf, standen die Zeichen auf Sieg. Doch Henning Kiel scheiterte beim Spielstand von 29:28 freistehend an Minzlaff, Hagen glich per Siebenmeter aus (59.). In der Schlussminute traf Nils Grothaus mit einem Rückhand-Wurf vom Kreis dann nur den Pfosten, im Gegenzug ging der finale Wurf der Gäste daneben. Kiels allerletzter Wurf zappelte dann sogar im Netz, aber die Zeit war abgelaufen. »Ich hätte mich nicht gewundert, wenn der letzte Wurf von denen drin gewesen wäre – bei dem Pech, das wir haben«, unkte Walter Schubert.

 Nach 1:7 Punkten aus vier Spielen muss nun am kommenden Sonntag beim Tabellenletzten TuS Möllbergen in die Erfolgsspur zurückgefunden werden, um für Ruhe im weiteren Saisonverlauf zu sorgen.

 In der kommenden Saison wird Allrounder Christian Hoff nicht mehr dem TuS 97-Kader angehören. Der Linksaußen, der beruflich in Hannover weilt, konnte sich mit dem Verein nicht auf einen Fortbestand der Zusammenarbeit einigen. »Ich wäre gerne geblieben, aber der Verein möchte den Aufwand nicht mehr mittragen«, erklärt »Hoffi«.

 TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck:Weinholz/Seliger (bei einem 7m) – Grothaus (1), Zöllner (4), Heins (1), Niehaus (1), Hofemeier, Poppe, Hoff (3/1), Hippe (4), Ludwigs (9), Kiel (6), Schneider.

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