Hallen-Stadtmeisterschaften: Umzug in die Seidensticker-Halle zahlt sich aus  Budenzauber neu verpackt 

Bielefeld (WB). Die 18. Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften haben viele zufriedene Gesichter hinterlassen. Allen voran natürlich die Kicker des VfL Theesen, die ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnten. Auch der Kreisvorstand zog ein positives Fazit: Der Umzug in die Bielefelder Seidensticker-Halle am Finaltag hat sich gelohnt.

Von Arndt Wienböker
Neue Halle, neuer Ball, neue Regeln: Der Kreisvorsitzende Markus Baumann zog ein positives Fazit.
Neue Halle, neuer Ball, neue Regeln: Der Kreisvorsitzende Markus Baumann zog ein positives Fazit. Foto: Thomas F. Starke

 Offiziell 2810 Zuschauer bildeten einen schmucken Rahmen für die Endrunde, die sich mehr denn je zu einem »Selbstläufer« entwickelt. »Ich bin sehr zufrieden. Damit liegen wir etwa 300 Besucher über dem geschätzten Schnitt«, bilanzierte Kreiskassierer Lutz-Peter Oberschelp. Soll heißen: Der Umzug aus der Jöllenbecker Realschulhalle, wo »nur« 1200 Zuschauer Platz finden, in die Seidensticker-Halle hat sich auch finanziell ausgezahlt. Nach Abzug der Kosten bleibt ein Plus übrig. »Es war die richtige Entscheidung, in die Seidensticker-Halle zu gehen. Es war ein gewisses finanzielles Risiko dabei, aber die Zuschauer haben die Endrunde trotz des Eintrittsgeldes von fünf Euro angenommen. Außerdem war das ganze Drumherum für alle viel entspannter«, freute sich der Kreisvorsitzende Markus Baumann, der ankündigte: »Es spricht nichts dagegen, in Zukunft hier zu bleiben.« Zumal noch Luft nach oben ist, denn die Tribünen hinter den Toren wurden nicht genutzt. Baumann: »Wir wollten beim ersten Mal keine zu große Halle.«

 Für viele Beteiligte und Zuschauer war der Umzug in Bielefelds größte Sporthalle überfällig. »Endlich können alle, die die Endrunde sehen wollen, auch dabei sein. Das hätte man schon eher haben können«, meinte zum Beispiel Arminias Sportlicher Nachwuchsleiter Armin Perrey. Auch Dornbergs Manager Hans-Werner Freese zeigte sich zufrieden: »Alles richtig gemacht.« Nur mit der Wahl des besten Turnierspielers (Stefan Langemann, DSC II) war Freese nicht einverstanden: »Diese Auszeichnung hätte Ersin Gül verdient gehabt.«

 750 Euro Siegprämie

 Sportlich dominierte Westfalenligist VfL Theesen das Geschehen. Im Finale gegen Arminias U23 benötigte der VfL-Express, der alle elf Turnierspiele gewann, auch das nötige Quäntchen Neunmeter-Glück, aber an der verdienten Titelverteidigung gab es nichts zu rütteln. »Wir sind der letzte Stadtmeister in Jöllenbeck. Wir sind der erste Stadtmeister in der neuen Halle mit dem neuen Ball. Viel mehr geht nicht«, strahlte VfL-Fußballchef Heinz-Werner Stork nach dem Triumph. Der wurde der Mannschaft mit einer Siegprämie von 750 Euro versüßt. Insgesamt heimste Theesen an drei Turniertagen 1050 Euro an Geldprämie ein. »Das ist immer noch viel Geld«, betont Lutz-Peter Oberschelp mit Verweis darauf, dass das Gesamtpreisgeld von 6800 auf 4950 Euro reduziert worden ist.

 Futsal: Zukunft offen

 Die neuen Hallenregeln (sprungreduzierter Futsal-Ball, Grätschverbot, Vier-Sekunden-Regel, Einkicken statt Einrollen) wurden von den meisten Teilnehmern für gut befunden. »Das hat alles geklappt«, meint Markus Baumann. Es gab aber auch den einen oder anderen Aufreger. So wie in der Vorrunde, als sich Arminias U23-Spieler Christian Will (schwere Schienbeinprellung) und Khalil Kleit (Bänderriss) verletzten und die Turnierleitung den Schiedsrichter bei einer Tatsachenentscheidung (Tor oder nicht) im Spiel DSC II gegen Türk Sport überstimmte. »Viele 50:50-Entscheidungen sind gegen uns ausgefallen. Dabei bleibe ich und das nervt auf Dauer«, beschwert sich DSC-Trainer Daniel Scherning, der zudem die Rote Karte und die damit verbundene Sperre gegen Nujin Hassan beklagte.

 Wie es mit den Futsal-Regeln weitergeht, ist ungewiss. »2015 werden wir wohl so weiterspielen wie jetzt. Was ab 2016 ist und ob der Futsal zu hundert Prozent kommt, weiß heute keiner«, so Markus Baumann. Theesens Thies Kambach, der zum fünften Mal in Folge zum Bielefelder Hallen-Stadtmeister gekürt worden ist, hält die aktuellen »Futsal light«-Regeln für angebracht: »Wenn es auf die kleinen Tore geht, höre ich in der Halle auf. Das ist dann wirklich ein ganz anderes Spiel.«

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