Schwimmteam Bielefeld hält die Konkurrenz trotz Grippewelle in Schach – Pia Kleinebekel auf Rekordjagd  Annika Günzel gewinnt sieben Titel 

Bielefeld (WB). Bei den OWL-Meisterschaften in Lemgo hat Annika Günzel vom Schwimm-Team Bielefeld (STB) sieben Titel erkämpft.

Das STB: Natalie Marsollek, Anna-Lena Brüning, Annika Schwalm, Melanie Leitner, Tiffany Puller, Jannik Purschke, Saskia Schwalm, Tobias Huhn, Luisa Hebrok, Pia Oberhokamp, Henning Sonneck, Annika Günzel, Maximilian Schirmer, Tim Twelker und Pia Kleinebekel.
Das STB: Natalie Marsollek, Anna-Lena Brüning, Annika Schwalm, Melanie Leitner, Tiffany Puller, Jannik Purschke, Saskia Schwalm, Tobias Huhn, Luisa Hebrok, Pia Oberhokamp, Henning Sonneck, Annika Günzel, Maximilian Schirmer, Tim Twelker und Pia Kleinebekel.

 Traditionell bilden die OWL-Titelkämpfe den Jahresausklang für die STB-Schwimmer. Im Lemgoer Eau-Le trat allerdings eine erkrankte Bielefelder Crew an – umittelbar vor den Meisterschaften wurde die halbe Mannschaft von einer Grippewelle erfasst. Dennoch kitzelten alle Aktiven ihr Maximum heraus. Das glückte am besten der 15-jährigen Annika Günzel. Sie war mit insgesamt sieben Titeln die erfolgreichste STB-Schwimmerin. Jeden ihrer Starts gewann sie souverän. Die Grippe verhinderte noch bessere Zeiten. Umso bemerkenswerter waren daher ihr neuer Rekord über 200 Meter Rücken (2:34,0 min) sowie die 2:34,7 Minuten über 200 Meter Schmetterling; ein Indiz für richtige Trainingsarbeit.

 Pia Kleinebekel (Jg. 2002) vertrat die Farben des STB genauso hervorragend; sie wurde fünfmalige Bezirksmeisterin. Auf allen Strecken schlug sie in famoser neuer Bestzeit an. »Ihre Leistung im Training hat sich rapide verbessert und dadurch auch im Wettkampf«, lautete die einleuchtende Erklärung ihrer Trainer. Neben gewohnt starken Freistil- und Rückenzeiten in 2:26,5 Minuten über 200 Meter Freistil und 2:44,3 Minuten über 200 Meter Rücken konnte sie erstmalig auch den Titel auf einer Lagendistanz gewinnen. Ihre gute Zeit von 2:48,7 Minuten wurde folgerichtig mit Gold belohnt.

 Jannik Purschke (Jg. 98), ebenfalls von der Grippe und vom Goldsammeln infiziert, gewann in starken 56,9 Sekunden über 100 Meter Freistil. Auf den Rückendistanzen ließ er dem Feld keine Chance. Sein Vorsprung über 200 Meter (2:24,1 min) betrug im Ziel mehr als zehn Sekunden.

 Der 15-jährige Tobias Huhn war gut im Training und konnte seine Leistungen perfekt im Wettkampf umsetzen. Folgerichtig erzielte er ausnahmslos Bestzeiten. Die Trainer verblüffte er mit einer Zehn-Sekunden-Steigerung auf den 200 Metern Schmetterling (2:31,7 min) und aufgrund guter Tauchphasen auch starken 2:31,9 Minuten über 200 Meter Lagen. Sogar sieben Bestzeiten bei sieben Starts erzielte der ein Jahr jüngere Tim Twelker. Sein Ehrgeiz verhalf ihm zu technisch guten 100 Metern Freistil in 1:02,9 Minuten. »Ich habe mir das Rennen sehr gut eingeteilt«, analysierte er im Anschluss. Seine Vielseitigkeit bewies er im Lagenschwimmen. Die 200-m-Distanz war für ihn bereits nach 2:37,4 Minuten beendet.

 Pia Oberhokamp (Jg. 98) konnte in der offenen Klasse zweimal unter die besten drei des Bezirks schwimmen. Über 400 Lagen waren in gut einteilten 5:34,0 Minuten nur zwei andere Schwimmerinnen schneller. Ebenfalls sehr gut schloss sie die halbe Distanz in 2:36,1 Minuten ab.

 Grippegeschwächt und damit mit nicht allzu hohen Erwartungen am Start war Anna-Lena Brüning (Jg. 2000). Sie konnte jedoch auf jeder Rückendistanz eine Medaille ergattern. Gut waren besonders die 1:16,3 Minuten und 2:43,4 Minuten über 100 und 200 Meter.

 Ihre gleichaltrige Vereinskameradin Tiffany Puller sorgte dafür, dass auf dem Podest der 100 Meter Rücken eine zweite Schwimmerin des STB stand. Ihre sehr gute Steigerung auf 1:17,2 Minuten ist auf das verbesserte Training zurückzuführen.

 Die Jungen des STB hatten in Maximilian Schirmer (Jg. 99) einen weiteren Medaillensammler. Sehr überzeugend schwamm er die 100 Meter Brust in 1:17,0 Minuten – Dritter. Eine gute Leistung lieferte er auch im Freistilsprint über 50 m (27,2 sec) ab. ab.

 Melanie Leitner (Jg. 99) hatte zuletzt verstärkt an den Tauchphasen gearbeitet. Das brachte ihr in Lemgo eine Medaille auf den 200 Metern Rücken ein (2:49,1 min). Auch Natalie Marsollek (Jg. 97) wird im Mittelstreckenbereich immer besser, obgleich noch Potenzial in der Einteilung liegt. Nennenswert 2:26,8 Minuten über 200 Meter Freistil.

 Mit mehr als 30 Medaillen und Bestzeiten war das Team zum Saisonende voll im Soll und konnte dem Trainerteam und sich selbst zeigen, was engagiertes und zielgerichtetes Training bringt. Nach einer zweiwöchigen Trainingspause wird der Fokus vom 22. Dezember an auf das Jahr 2015 gelegt.

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