Heimauftakt gegen Dresden: Arminias Torwart zeichnet sich gerne aus Ortega freut sich über Arbeit

Bielefeld (WB). Es ist bekannt: Die Torhüter sind in der Regel die mit dem speziellen Charakter. Wie könnte es auch anders sein, wenn man sich von Berufs wegen gerne in jeden noch so harten Schuss des Gegners wirft.

Von Sebastian Bauer
Gegen Dresden erlebte Stefan Ortega Moreno in der vergangenen Saison gute und schlechte Momente.
Gegen Dresden erlebte Stefan Ortega Moreno in der vergangenen Saison gute und schlechte Momente. Foto: Thomas F. Starke

»Wir im Tor haben schon eine gewisse Macke. Und auch diesen Druck, dass es nur Schwarz oder Weiß gibt, das macht den Reiz aus. Aber damit muss man umgehen können«, sagt Arminias Torwart Stefan Ortega Moreno. Dass er das kann, hat der 25-Jährige in der vergangenen Saison und im ersten Saisonspiel gegen Heidenheim oft genug unter Beweis gestellt.

Apropos Macke. Nahezu jeder Feldspieler wünscht sich wohl Begegnungen, die mit möglichst wenig brenzligen Situationen vor dem eigenen Tor auskommen. Ortega Moreno, eben ganz Torwart, sieht das vor dem Heimauftakt gegen Dynamo Dresden am Samstag (15.30 Uhr) natürlich anders: »Ich würde mich nicht wehren, wenn ich was zu tun kriege. Es ist schön, wenn man sich auszeichnen kann.«

Dass der Torhüter dann nur Held oder Buhmann werden könne, gehöre dazu. Dieses Schwarz oder Weiß hat auch Arminias unumstrittene Nummer eins schon erlebt. Exemplarisch dafür stehen die Begegnungen gegen Dresden aus der vergangenen Saison. Im Hinspiel, Arminia siegte 2:0, hielt Ortega Moreno seinen Kasten sauber. Im Rückspiel, der DSC verlor 2:3, machte der Keeper beim Siegtreffer von Dynamos Lucas Röser keine gute Figur und einen seiner wenigen Fehler in der vergangenen Saison.

Vor dem ersten Heimspiel

Aufhalten dürfe man sich mit diesen Aussetzern nicht, es »belastet mich auch sicher nicht mehr«, betont Stefan Ortega Moreno. Was auch an den ausführlichen Besprechungen nach den Partien liegt. »Torwarttrainer Marco Kostmann und ich machen nach jedem Spiel eine gründliche Videoanalyse, bei der wir gute und schlechte Sachen durchgehen. Natürlich hängt man bei Gegentoren länger dran, was vermeidbar war. Aber es wird nicht möglich sein, ein ganzes Jahr ohne Gegentor oder Fehler auszukommen«, erklärt der DSC-Keeper.

Gegen den 1. FC Heidenheim ist ihm das gelungen. Den 1:1-Start in die Saison bezeichnet Ortega-Moreno als »ordentlich«. Und was die Leistung der Mannschaft angeht, ist der Schlussmann ziemlich überzeugt von der Qualität des Arminia-Kaders: »Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir schon Phasen gehabt, wo wir ganz ansehnlich den Ball laufen gelassen haben. Defensiv haben wir auch gut gestanden, viel haben wir nicht zugelassen. Insgesamt sehe ich uns schon ganz weit.«

Nun ein Heimspiel. Dieses mal Dynamo Dresden. Konterstärke sagt man den Sachsen nach, was für Ortega Moreno am Samstag tatsächlich viel Arbeit und vor allem viele Eins-gegen-Eins-Duelle bedeuten könnte. »Dresden wird nicht schwerer, aber anders als Heidenheim. Ich glaube es gibt keinen schwachen Gegner in dieser Saison. Das haben wir zwar letztes Jahr auch schon gesagt. Aber gefühlt wird es jedes Jahr schwerer in der 2. Liga«, sagt Arminias letzter Mann.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Brunner, Behrendt, Börner, Hartherz - Edmundsson, Schütz, Prietl, Weihrauch - Voglsammer, Klos

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