DSC-Finanzgeschäftsführer: »Nach wie vor ein Sanierungsfall« Trotz TV-Geld und Massimo-Verkauf: Arminia-Etat unverändert

Bielefeld (WB/dis). Erst der famose Saisonabschluss auf Tabellenplatz vier, der dem DSC Arminia auch in der TV-Geld-Tabelle kräftig weiterhilft. Dann der Super-Deal mit Toptalent Roberto Massimo, dessen Wechsel zum Erstligisten VfB Stuttgart zirka 2,5 Millionen Euro in die Kasse des Fußball-Zweitligisten spült.

Der Super-Deal mit Toptalent Roberto Massimo spült etwa 2,5 Millionen Euro in die Kasse des Fußball-Zweitligisten.
Der Super-Deal mit Toptalent Roberto Massimo spült etwa 2,5 Millionen Euro in die Kasse des Fußball-Zweitligisten. Foto: Thomas F. Starke

Klar, dass sich angesichts eines Gesamtpakets von geschätzt annähernd vier Millionen Euro die Frage stellt, was die Arminen mit dem Geld eigentlich machen und wie viel davon übrig bleibt, um es in den Kader für die kommende Saison zu investieren.

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Trotz der tollen Erfolge der letzten Monate sind wir nach wie vor ein Sanierungsfall.

DSC-Finanzgeschäftsführer Markus Rejek

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DSC-Finanzgeschäftsführer Markus Rejek nannte die Summe »deutlich zu hoch« und meinte: »Trotz der tollen Erfolge der letzten Monate sind wir nach wie vor ein Sanierungsfall. Eine Sanierung bekommt man nicht in ein paar Monaten über die Bühne, so dass auch in dieser Lizenzierung Altlasten zu berücksichtigen sind.«

Wiederholt erklärte der 49-Jährige, dass »der geplante Stadionverkauf in der aktuellen Lizenzierung noch nicht geltend gemacht werden kann«. Rejek betonte, »dass wir mit nicht geplanten Mehrerlösen grundsätzlich seriös umgehen würden«.

Etat beträgt wohl 9,5 Millionen Euro

Was wohl nichts anderes bedeuten dürfte, als dass trotz der Einnahmen aktuell kein zusätzliches Geld für den neuen Kader zur Verfügung steht. Nur der bis Ende Juni geplante Stadionverkauf könnte sich noch positiv auf den Profi-Etat für die neue Serie auswirken. Stand jetzt aber wird der Etat ähnlich wie in der abgelaufenen Spielzeit gut 9,5 Millionen Euro betragen.

Derweil hat der in die 3. Liga abgestiegene 1. FC Kaiserslautern bestätigt, dass Rechtsverteidiger Florian Dick von der Alm auf den Betzenberg wechselt. Er unterschrieb einen Vertrag bis 2019. »Charakter, Mentalität und Einstellung – neben seinen sportlichen Qualitäten hat Florian Dick genau diese Eigenschaften bereits nachgewiesen«, sagte FCK-Sportvorstand Martin Bader bei der Vorstellung des Rückkehrers.

Kommentare

Ein Armutszeugnis Herr Laufer !

Was ist das für ein Verein, der vor Monaten aufgrund der desolaten Finanzlage um Fanspenden bittet (also von denen, die in der Regel selbst nicht auf Rosen gebettet sind) und es nicht ein Mal für nötig hält, eine Rückmeldung über die Einnahmen zu geben ? Kein Wort und auch kein Dank. Ich selbst habe gespendet und tat es gern. Hätte ich aber gewußt, wie man mit diesem Thema umgeht, hätte ich es gelassen. Denn wenn nur der etwas gilt, der Millionen zur Verfügung stellt, dann weiß man, was der Fan wirklich Wert ist. Die Saison hat einen Zuschauerschnitt von 18.000 Menschen gebracht. Ein guter Wert. Viele Menschen also, die sich für diesen Verein interessieren. Interessiert sich der Verein aber auch für den Fan ? Warum nutzt er nicht dieses Potential und rührt die Werbetrommel für weitere Spenden ? So viel Borniertheit macht schon betroffen. Ein Armutszeugnis, Herr Laufer !

2. Liga nächstes Jahr

Puh die Liga wird nächstes Jahr eher noch schwerer und wenn Kerschbaumer wegfällt, dann wird das was dieses Jahr eine Sensation war, nächstes Jahr noch sensationeller oder eben unrealistisch. Leute es muss klar sein was nächstes Jahr erneut das Ziel sein muss..Klassenerhalt und keine Träumereien..Punkt aus

Geld schießt keine Tore

Ich denke die Entschuldung und der Klassenerhalt in Liga 2 sind auch in den kommenden Jahren das Wichtigste. In der momentanen finanziellen Situation wäre die 1. BL nicht stemmbar. Da müssen im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich die Hausaufgaben gemacht sein. Sonst geht es schief.

Als Otto-Normalarmine bleibt momentan nichts anderes übrig, als sich zurückzunehmen, wenn es um Zahlen bei Arminia geht. Ich dachte eigentlich, ganz ordentlich rechnen zu können, aber dem scheint nicht so zu sein. Mir ist schon bewusst, dass wir momentan keine Ablösesumme bezahlen können und werden. Wir können nicht externe Hilfe in Anspruch nehmen und gleichzeitig 1,5 Mio. für Kerschbaumer auf den Tisch legen, alles vollkommen klar. Trotzdem werde ich zum wiederholten Male nicht schlau aus dem Gesamtzahlenwerk. In der letzten Saison waren es Mehreinnahmen von 3-4 Mio (Pokal + Fernsehgeld, dazu erfolgte eine Kader-Redizierung)., die dann aber benutzt werden mussten, um uns unbekannte Löcher zu stopfen, der Etat wurde sogar gesenkt. Jetzt werden nicht eingeplante Mehreinnahmen von etwa 4 Mio erzielt werden (Fernsehgeld + Ablöse). Nach meiner Arithmetik: 1,7 + 2.0 = 3.7, bei Arminia heißt die Gleichung erneut: 1,7 + 2.0 = 0. Ich denke, an wiederum zu stopfenden uns nicht bekannten Finanzlöchern wird es bei Arminia erneut nicht fehlen. Ich habe sowieso noch nie verstanden, warum das Stadion verkauft werden muss, aber sei es drum: wenn wir wieder mit einem Etat aus dem Armenhaus der Liga im oberen Drittel landen, interessiert mich der Zahlensalat mit immer neuen Zutaten (Etat 12,5 - 14,5 Mio., jetzt doch wieder 9,5) herzlich wenig. Ich denke, es ist auch niemand bei Arminia daran interessiert, dass wir alles verstehen. Was mich persönlich betrifft, werde ich wieder diverse Dauerkarten bezahlen. Für mehr würde ich mir etwas mehr Transparenz wünschen. Ich frage mich unter diesen Umständen, warum ein Verantwortlicher kurz nach dem Fast-Exitus überhaupt die Zahl von 14,5 Mio. Lizenzspieler-Etat in die Welt setzen konnte, die durch sämtliche Medien geisterte und letztlich nur die Erwartungshaltung der Fans erhöht hat. Ich verstehe es nicht, muss es aber auch nicht verstehen.

Was ist eigentlich aus der Spenden-Aktion geworden. keinerlei Infos, das nennt man Tranparenz!!!!

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