DSC verteidigt Platz vier - Sandhausen beendet Partie zu zehnt - zwei Lattenknaller Arminia nur 0:0 zum Abschluss

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat die Fußball-Zweitligasaison auf Tabellenplatz vier beendet. Am Sonntag trennte sich der DSC 0:0 vom SV Sandhausen.

Von Dirk Schuster
Arminias Konstantin Kerschbaumer (rechts) ist vor seinem Gegenspieler am Ball.
Arminias Konstantin Kerschbaumer (rechts) ist vor seinem Gegenspieler am Ball. Foto: Thomas F. Starke

Vor der Partie wurden drei Spieler verabschiedet: David Ulm, Florian Dick und Christoph Hemlein. Während Ulm und Dick noch keinen Verein für die kommende Saison haben, unterschrieb Hemlein vor wenigen Tagen einen Kontrakt beim künftigen Drittligisten 1. FC Kaiserslautern.

Dick darf von Beginn ran, Hemlein kommt von der Bank

Ulm verpasste seinen Abschiedsauftritt wegen einer Wadenblessur , Dick stand wie

gewohnt in der Anfangsformation, Hemlein saß zunächst auf der Bank, wurde aber im zweiten Durchgang eingewechselt.

Zum 18er-Kader zählte auch Keanu Staude. Mit einer öffentlich gewordenen WhatsApp-Sprachnachricht an seine Freunde, in der der 21-Jährige mehrere Mitspieler beleidigt, war Staude vor einer Woche in die Schlagzeilen geraten. Für ihn gab es ein paar Pfiffe.

Es dauerte eine Weile, bis das Spiel um die Goldene Ananas, zu dem stolze 23.070 Zuschauer in die Schüco-Arena gekommen waren, Fahrt aufnahm. Florian Hartherz war der Erste, der für Torgefahr sorgte. Sein Linksschuss nach einem Konter über Andreas Voglsammer strich knapp am Pfosten vorbei (8. Minute).

Voglsammer und Massimo treffen nur die Latte

Danach passierte lange Zeit nichts. Bis Konstantin Kerschbaumer und Voglsammer mit einer Triple-Chance das Publikum aufweckten. Erst scheiterte Kerschbaumer an Gästekeeper Marcel Schuhen. Im Nachsetzen traf Voglsammer nur die Latte. Der Ball fiel wieder Kerschbaumer vor die Füße. Diesmal blieb der Österreicher per Kopf an Marcel Seegert hängen. Der Sandhäuser klärte auf der Linie.

Die Ostwestfalen, die mit einem Sieg unbedingt Tabellenplatz vier halten wollten (es reichte am Ende auch so), blieben nun am Drücker. Als nächster probierte es Roberto Massimo. Doch auch der 17 Jahre junge Flügelspieler scheiterte mit einem Linksschuss an der Latte (37.).

Sukuta Pasu sieht Gelb-Rot

Sandhausen blieb komplett ungefährlich. Und verlor dann auch noch Richard Sukuta Pasu. Der Offensivakteur handelte sich innerhalb von fünf Minuten zwei Gelbe Karten ein. Die erste gab’s wegen Reklamierens (35.). Nach einem Ellenbogencheck gegen Tom Schütz sah der Sandhäuser dann zurecht Gelb-Rot (39.).

Der Gastgeber mühte sich im zweiten Abschnitt redlich, den dezimierten Gästen einen Treffer einzuschenken. Die letzte Konsequenz ließ Arminia aber vermissen. In der 81. Minute hatte Nejmeddin Daghfous nach einem Konter sogar die Siegchance für Sandhausen, er scheierte aber an DSC-Keeper Stefan Ortega Moreno.

Statistik

Bielefeld: Ortega Moreno - Dick (84. Staude), Weigelt, Salger, Hartherz - Massimo (56. Hemlein), Prietl, Schütz (74. Weihrauch), Kerschbaumer - Klos, Voglsammer

Sandhausen: Schuhen - Seegert, Karl, Roßbach - Klingmann, Linsmayer, Kulovits, Paqarada (43. Jansen) - Gislason (89. Aygünes), Sukuta Pasu, Vollmann (53. Daghfous)

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach an der Pegnitz)

Zuschauer: 23.070

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Schütz, Klos, Voglsammer / Roßbach, Kulovits

Gelb Rote Karte: -/ Sukuta Pasu (39.)

Kommentare

Mängel offen gelegt

Dieses Spiel hat schonungslos offen gelegt, wo zukünftig der Hebel angesetzt werden muß. Es sind die unübersehbaren technischen Mängel, die gegen gut verteidigende Mannschaften immer wieder zu Tage treten. Das Passspiel ist zu ungenau, die Bälle häufig so hart gespielt, dass die Verwertung aufgrund der limitierten Technik nicht gelingt. Und dann fehlt ein Spieler, der mal den direkten Weg in den Strafraum sucht und möglichst auch findet, ohne ständig am Gegner hängen zu bleiben.
Vor diesem Hintergrund ist mir auch nicht klar, warum man mit Salger einen frei werdenen Kaderplatz ohne Not blockieren will. Er ist für das, was man erreichen will, weder gut genug, noch entwicklungsfähig.

Saison fertig

Zum Glück ist die Saison jetzt zu Ende. Noch so ein Spiel hätte ich nicht ertragen.
Die Mannschaft wirkte in den entscheidenden Szenen meist unkonzentriert. Da war einiges dabei was schon in der Vergangenheit besser umgesetzt wurde. Die Pässe von Außen gingen zu oft schief. Am Ende fehlte dann auch noch das Glück, Aluminium zu vermeiden und einfach zu treffen. Am Ende kann man torlos nicht gewinnen. Und das ist auch gut so.
Ab jetzt blicken wir auf die nächste Saison. Ich hoffe auf gute Verstärkungen und einige fällige Abgänge, sowie eine gute Vorbereitung.
Danke für die gute Saison und besonders UUUULMMM und Dick alles gute auf dem weiteren Weg.

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