Saibene ist sicher: Sieg gegen Aue bedeutet den Klassenerhalt – Mit Video Macht Arminia den Haken dran?

Bielefeld (WB). Ist mit einem Sieg gegen den FC Erzgebirge Aue am Samstag (13 Uhr, Schüco-Arena) endgültig Ruhe im Karton? Heißt: Könnte Arminia Bielefeld den Klassenerhalt mit dem nächsten Dreier und dann 43 Punkten endlich als quasi perfekt verbuchen?

Von Sebastian Bauer
Mit Startelf-Rückkehrer Julian Börner will Jeff Saibene den Klassenerhalt gegen Aue perfekt machen.
Mit Startelf-Rückkehrer Julian Börner will Jeff Saibene den Klassenerhalt gegen Aue perfekt machen. Foto: Thomas F. Starke

In der tabellarisch wohl engsten 2. Liga aller Zeiten, in der vor dem 30. Spieltag nur sieben Punkte zwischen dem Vierten und dem 16. liegen, reichen dem DSC auch die mittlerweile eingesammelten 40 Punkte noch nicht zum sicheren Klassenverbleib. Das hält die Spannung hoch.

»Seit Wochen sagen wir, dass es so wichtig wäre, wenn wir jetzt gewinnen. Das war gegen Nürnberg, Düsseldorf, Kiel und zuletzt Ingolstadt der Fall. Jedes Wochenende sind die Spiele extrem wichtig. Es steht jedes mal zu viel auf dem Spiel«, fasst Arminias Trainer Jeff Saibene die enge Situation in der Liga zusammen.

Bei Sieg »super Ausgangslage«

Dennoch könnte schon am Samstag eine kleine Vorentscheidung zugunsten der Arminen fallen. Saibene ist überzeugt, dass man mit einem Sieg am Samstag »durch« sei. Nur nach unten will der Luxemburger den Blick in diesem Zusammenhang nicht richten. Man muss aufgrund des geringen Abstands auch ein Auge auf die Möglichkeiten werfen, die sich oben bieten, wie der Trainer betont: »Wenn wir das Spiel gewinnen, verschaffen wir uns eine super Ausgangslage. Auch um oben dran zu bleiben. Aber es ist alles immer noch sehr eng.«

Wohl so, wie im Spiel am Samstag. Denn Aue ist keine Laufkundschaft.  Acht Spiele in Folge ist der Klub aus der zweitkleinsten Zweitligastadt (16.300 Einwohner) ungeschlagen, siegte zuletzt dreimal in Folge. Nur ein Punkt trennt DSC und FC Erzgebirge vor dem Duell am Wochenende. Für Beunruhigung sorgt das nicht unter den Arminen.

Ortega bleibt tiefenentspannt

Vielmehr wirkt Torhüter Stefan Ortega Moreno tiefenentspannt, wenn er sagt: »Wir haben ein gutes Polster. Wir können ohne großen Druck in die Spiele gehen. Sollten wir verlieren, sind wir ja nicht abgeschlagen Letzter. Aber natürlich darf man keines der letzten Spiele vernachlässigen.«

Aufgrund der Rückkehr von zwei Stammkräften wird Jeff Saibene die Startelf erneut umbauen. Die zuletzt gelbgesperrten Julian Börner und Konstantin Kerschbaumer stehen wieder zur Verfügung. Beide sind wieder erste Wahl. Das bedeutet, dass Börner und Henri Weigelt voraussichtlich die neue Innenverteidigung bilden und Stephan Salger auf der Bank sitzen wird. Konstantin Kerschbaumer könnte auf der Außenbahn zum Einsatz kommen, weil Saibene beim 4-4-2-System bleiben will: »Daran halten wir fest.«

Fraglich ist, wer außer Kerschbaumer das Vertrauen für die Außenbahn geschenkt bekommen könnte. Zur Wahl stehen Keanu Staude, Leandro Putaro und Patrick Weihrauch. »Wir haben richtig gute Optionen auf dieser Position. Da ist noch nichts entschieden.« Wichtig war dem Trainer, dass sein Spielgestalter Kerschbaumer überhaupt wieder dabei sein kann. Nach dem Kiel-Spiel klagte der Mittelfeldspieler über eine Knieprellung und trainierte seitdem nur dosiert. »Kerschi hat nun aber sein Okay gegeben, dass er spielen kann«, berichtet Arminias Coach.

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