Arminia spielt 2:2 beim FCI – in einem schwachen Spiel fallen drei Tore in kürzester Zeit – Massimo mit Startelfdebüt Verrückte 2:42 Minuten in Ingolstadt

Ingolstadt (WB). Nach einem wilden Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit muss sich Arminia Bielefeld am Ende mit einem Punkt zufrieden geben. Beim FC Ingolstadt spielte der DSC am Sonntag 2:2 (0:0), hat nun aber zumindest die 40 Punkte voll.

Von Dirk Schuster und Sebastian Bauer
Startelfdebütant Roberto Massimo (links) nimmt es mit Ingolstadts Marcel Gaus auf.
Startelfdebütant Roberto Massimo (links) nimmt es mit Ingolstadts Marcel Gaus auf. Foto: Thomas F. Starke

Für eine große Überraschung sorgte Jeff Saibene vor dem Spiel. Auf der rechten

Mittelfeldseite ließ der DSC-Trainer Roberto Massimo beginnen und verhalf dem 17-jährigen Nachwuchstalent damit zu seinem Startelfdebüt in der 2. Liga. Es war die zweite, große personelle Änderung nach der notwendigen Neubesetzung der Innenverteidigung. Weil Brian Behrendt (verletzt) und Julian Börner (gesperrt) fehlten, sollten Henri Weigelt und Stephan Salger das Abwehrzentrum dicht halten.

Die dritte Personalie mit Aufmerksamkeitspotenzial war Andreas Voglsammer. Seit dem Winter bemüht sich der FC Ingolstadt um Arminias Angreifer. Ausgerechnet kurz vor dem Duell kochte das Interesse des FCI an Voglsammer erneut hoch – nicht zur Freude der Arminen.

Der Stürmer war dann auch am ersten Aufreger des Spiels beteiligt. Nach einem Ellbogencheck des Ingolstädtern Marvin Matip blieb Voglsammer mit Blut im Gesicht am Boden liegen (11. Minute). Erst nach einer längeren Behandlung ging es für den 26-Jährigen mit einem Kopfverband weiter.

Massimo sorgt für Gefahr

Erstmals richtig gefährlich vor dem Tor wurde es sechs Minuten später. Sonny Kittel nahm einen Ball per Fallrückzieher an und verfehlte den Bielefelder Kasten nur ganz knapp. Ansonsten passierte in einem eher schwachen Spiel wenig in den jeweiligen Strafräumen. Beim Kreieren von Chancen taten sich beide Seiten schwer. Den bis dahin gefährlichsten Bielefelder Schuss gab Massimo nach 32 Minuten ab. Aber der Ball ging rechts vorbei.

Besser, aber noch nicht gut genug zielte Fabian Klos, der erstmals seit Ende Februar wieder in der Startelf stand. Sein Kopfball aus kurzer Distanz landete in den Armen von FCI-Schlussmann Örjan Nyland (40.).

Besonders verwunderlich: Obwohl die Ingolstädter mit einem Sieg näher an Platz drei heranrücken konnten, zeigte der FCI eine eher biedere Darbietung. Vor allem offensiv war die bayerische Darbietung überschaubar. Trotzdem gingen die Hausherren in Führung. Nach einer Flanke köpfte der völlig allein gelassene Stefan Kutschke zum 1:0 ein (59.).

Es war der Startschuss für verrückte 2:42 Minuten mit drei Toren. Denn Arminia antwortete prompt: Ebenfalls per Kopf glich Fabian Klos aus (61.). Von allen guten Abwehrgeistern verlassen klingelte es aber kurz darauf schon wieder auf der Gegenseite. Eine gute Flanke von Ingolstadts Tobias Levels konnte Robert Leipertz zum 2:1 im Tor unterbringen (62.).

Beide Mannschaften gönnten sich anschließend etwas Ruhe – bis zur 77. Minute. Nach einem kollektiven Defensivversagen der Ingolstädter landete der Ball zum 2:2 im Tor. Der vermeintliche Torschütze Voglsammer hatte den Ball aber nicht mehr berührt. Marcel Gaus war als letzter dran und traf damit ins eigene Tor.

Und dabei blieb es. Mit dem Punktgewinn macht der DSC die 40 voll und empfängt am kommenden Samstag (13 Uhr, Schüco-Arena) den FC Erzgebirge Aue.

Statistik

Ingolstadt: Nyland - Levels, Schröck, Matip, Gaus - Morales (56. Wahl), Cohen - Pledl (85. Lezcano), Kittel, Leipertz - Hartmann (56. Kutschke)

Bielefeld: Ortega - Dick, Weigelt, Salger, Hartherz - Massimo (66. Weihrauch), Prietl, Schütz, Staude (66. Putaro) - Voglsammer, Klos (89. Brandy)

Schiedsrichter: Alt (Heusweiler)

Zuschauer: 10.213

Tore: 1:0 Kutsche (59.), 1:1 Klos (61.), 2:1 Leipertz (62.), 2:2 Gaus (77., Eigentor)

Gelbe Karten: - / -

Kommentare

Starker Manschaftswillen

Wieder einmal eine klasse kämpferische Leistung unserer Arminia und ein super Wille. Das Unentschieden war hochverdient und der Abstand wurde dadurch zur Abstiegsrelegation wieder um 1 Zähler ausgebaut. Wenn wir weiter so souveräne und kämpferische Leistungen bis zum Ende zeigen ist durchaus noch Platz 4 und 5 drin.
Auch nochmal ein ganz dickes Lob an Vogi, wie er trotz der Kopfverletzung bis zum Ende gefightet hat.

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