Durch den Sieg gegen Nürnberg rückt das obere Tabellendrittel noch enger zusammen Arminia verdichtet die Ligaspitze

Bielefeld (WB). Egal ob Spieler oder Verantwortlicher: Öffentliche Saisonprognosen wehren Fußballprofis und Trainer in der Regel lieber ab. Das handhabte man am Freitagabend trotz eines wichtigen Sieges auch bei Arminia Bielefeld so.

Von Sebastian Bauer
Trainer Jeff Saibene, Keanu Staude und Leandro Putaro (von links) bejubeln den Sieg gegen Nürnberg.
Trainer Jeff Saibene, Keanu Staude und Leandro Putaro (von links) bejubeln den Sieg gegen Nürnberg. Foto: Thomas F. Starke

Die Arminen hüteten sich also, auch nach dem Verbuchen der Punkte 36, 37 und 38 vom so gut wie sicheren Klassenerhalt bei noch acht ausstehenden Saisonspielen zu sprechen. »Wir haben unsere Ziele noch nicht erreicht. Wir haben 38 Punkte. Es fehlen also noch welche«, warnte Konstantin Kerschbaumer, der in der 90. Minute zum 1:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg getroffen hatte . »Jetzt haben wir ein super Highlight gegen Düsseldorf. Darauf konzentrieren wir uns. Die Punkte sind schön und gut. Aber soll ich jetzt sagen, dass wir aufsteigen? Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen und die 38 nimmt uns niemand mehr weg«, meinte Trainer Jeff Saibene.

Freude ja, Euphorie nein

Freude war also da, von Euphorie aber keine Spur. Dabei hatte man mit dem wichtigen Sieg nicht nur einen sehr großen Schritt Richtung Ligaerhalt gemacht. Gleichzeitig rückte man zumindest bis Sonntag auf Platz vier und auf drei Punkte an den Tabellendritten Holstein Kiel (am Samstag 1:1 in Bochum) heran. So verdichtet sich das obere Drittel der 2. Liga weiter. Und der DSC hat es mit den Spielen am Freitag in Düsseldorf und am 1. April zuhause gegen Kiel selbst in der Hand, für noch engere Verhältnisse im Spitzenbereich der Liga zu sorgen.

Partylaune herrschte aber nur kurz. Von einer »ausgelassenen Stimmung« nach dem Abpfiff in der Kabine berichtete der Trainer. Wenig später waren aber alle wieder gefasst. Konstantin Kerschbaumer hatte also keinerlei Feierei im Kopf – Selters statt Sekt lautete sein Motto des Abends: »Es gibt ein paar Flaschen Wasser, damit ich mich regeneriere und runterkomme. Das Wochenende wird ganz entspannt. Es ist Besuch aus Österreich da.«

Kerschbaumer will bleiben

Richtig gefeiert werden soll später. Geht es nach Arminias immer stärkeren Stammkraft, dann gleich doppelt. »Wir wollen die Saison erfolgreich zu Ende bringen und dann sehen wir weiter«, sagte der Österreicher zu seinen eigenen Situation beim DSC. Bis zum Sommer ist der 25-Jährige vom englischen Zweitligisten FC Brentford ausgeliehen. Arminia und Kerschbaumer würden aber zu gerne in die Verlängerung gehen. »Es gibt leider noch keinen neuen Stand. Ich fühle mich echt sehr wohl, das sieht man glaube ich auch auf dem Platz. Für einen Spieler ist das immer wichtig«, betont Kerschbaumer. Seine Leistungen und wichtige Tore wie gegen Nürnberg machen den Mittelfeldspieler aber sicher nicht gerade erschwinglicher für den DSC.

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