Arminen freuen sich auf das Duell gegen auswärtsstarke Nürnberger Ohne Angst, mit Rückenwind

Bielefeld (WB). Der Spitzengruppe wieder ein kleines Stück näher kommen zu können, ist verlockend. Auch deshalb herrscht beim DSC Arminia Bielefeld jede Menge Vorfreude auf das Spiel gegen den Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg. (Freitag, 18.30 Uhr, Schüco-Arena).

Von Sebastian Bauer
Patrick Weihrauch (links) und seine Bielefelder Kollegen gehen die Aufgabe gegen Nürnberg überzeugt an.
Patrick Weihrauch (links) und seine Bielefelder Kollegen gehen die Aufgabe gegen Nürnberg überzeugt an. Foto: Thomas F. Starke

»Wir freuen uns. Angst wäre fehl am Platz. Ich bin überzeugt, dass wir auch in diesen Spielen punkten können. Es ist alles offen, wie in jedem Spiel«, betont DSC-Trainer Jeff Saibene. Heißt: Natürlich sind bei diesem Versuch drei Punkte für die Arminen drin. In Sachen Tabellenkonstellation würde das bedeuten, dass sich die Bielefelder (35 Punkte) den Nürnbergern (45 Punkte) auf sieben Punkte annähern würden. Und das führt zu der Situation, die Saibene wie folgt beschreibt: »Es gibt immer noch ein wenig die Hoffnung, nach oben zu schauen, wenn mal einer verliert und wir gewinnen.«

Keine Zurückhaltung bei Weihrauch

Nach hinten achtsam sein, aber optimistisch auf die vorderen Plätze zu blicken, muss sich nicht ausschließen. Dazu gibt es spürbar Rückenwind durch das 2:2 in Heidenheim nach 0:2-Rückstand. Dieser Punkt habe »Selbstvertrauen gegeben« , habe seiner Mannschaft »extrem gut getan« meint Saibene. Von Zurückhaltung in Anbetracht der Tatsache, dass die beste Auswärtsmannschaft der Liga (7 Siege, 24 Punkte, 22:12 Tore) auf der Alm gastiert, ist bei Patrick Weihrauch nichts zu hören. »Die ganze Mannschaft freut sich auf das Spiel. Wir müssen uns nicht verstecken«, stellt der Mittelfeldspieler klar.

Das gilt für Weihrauch ganz besonders. Der Bayer ist Stammkraft im DSC-Team. Und während sich Weihrauch vor gut einem Jahr noch in Diensten der Würzburger Kickers am liebsten im Boden verkrochen hätte, gibt es nun keinerlei Grund für Scham und schlechte Laune. Damals erlebte der Armine mit seinem ehemaligen Team in der Rückrunde einen extremen Absturz. Im zweiten Saisonteil blieben die Kickers sieglos, am Ende stieg Würzburg ab. »Die Rückrunde in Würzburg wünsche ich keinem. Vom Kopf her war das extrem anstrengend. Das war ein böses Erwachen. Im Vergleich zum letzten Jahr ist es entspannter«, sagt Patrick Weihrauch und ergänzt fix: »Aber natürlich müssen wir noch punkten.«

Unberechenbar im 4-1-4-1-System

Aller Voraussicht nach probieren die Arminen das im bereits gegen Heidenheim erprobten 4-1-4-1-Spielsystem. Die defensiver ausgelegte Variante im Gegensatz zum 4-4-2 mit zwei Stürmern setzte Saibenes Mannschaft gut um. »Gegen Heidenheim haben wir es gut gemacht. Wir haben wenig zugelassen«, meint Weihrauch. Der Trainer selbst schätzt vor allem den möglichen Überraschungsmoment der neuen Grundordnung: »Man ist unberechenbarer, da viele Mittelfeldspieler hinten dran sind, die in die Tiefe stoßen können.«

Bleibt der Blick zum kommenden Gegner. Genau der hat ein wenig an Unberechenbarkeit eingebüßt, seit Topstürmer Mikael Ishak (zwölf Saisontore) verletzt zuschauen muss. Nur drei Treffer gelangen dem Club in den vergangenen drei Spielen ohne Ishak. Zweimal blieben die Nürnberger zuletzt sogar ohne Tor. Die Offensivhoffnungen ruhen nun auf dem Slowaken Adam Zrelak. Für ihn und Trainer Michael Köllner ist vor allem das Hinspiel, das der DSC 2:1 gewann, große Motivation für heute. Köllner: »Das ist eine Scharte, die wir jetzt auswetzen wollen.«

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Dick, Behrendt, Börner, Hartherz - Schütz - Weihrauch, Prietl, Kerschbaumer, Staude - Voglsammer

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