Trainer Jeff Saibene: »Wir haben keine Berechtigung, nach oben zu schauen« Arminia ist bedient

Bielefeld (WB). Ob die Bielefelder Arminen trotz ihrer 2:3-Heimniederlage am Freitag gegen Dynamo Dresden in der Zweitligatabelle weiter nach oben schielen dürfen, weiß man erst an diesem Sonntag.

Von Dirk Schuster
Arminia-Keeper Stefan Ortega Moreno gab dabei keine gute Figur ab.
Arminia-Keeper Stefan Ortega Moreno gab dabei keine gute Figur ab. Foto: Thomas F. Starke

Denn sollte Holstein Kiel beim FC St. Pauli gewinnen, würde Arminias Rückstand auf die drittplatzierten Kieler auf stolze sechs Zähler anwachsen. Für Jeff Saibene steht nach der Pleite gegen die Sachsen sowieso fest, dass es für seinen DSC zunächst einmal um nichts anderes geht als um den Ligaerhalt. »Ich will nicht nach oben schauen. Wir haben keine Berechtigung, nach oben zu schauen. Wir müssen 40 Punkte holen, damit wir gerettet sind. Alles andere ist utopisch«, bilanzierte der Arminia-Coach nach der ersten Niederlage in diesem Jahr. Saibene: »Wir haben zuvor fünf schöne Wochen gehabt. Jetzt haben wir verdient verloren.«

Dabei sah es nach dem ersten Durchgang noch so aus, als würde den Ostwestfalen an diesem eiskalten Fußballabend in der Schüco-Arena das Glück zur Seite stehen. Dresden war von Beginn an die deutlich bessere Mannschaft, die Pausenführung aber gelang den Bielefeldern. Einen sehenswerten Konter schloss Florian Hartherz nach starker Vorarbeit von Fabian Klos mit etwas Glück erfolgreich ab. Der Dresdener Florian Ballas hatte den Schuss des Arminen noch leicht, aber entscheidend abgefälscht, sodass Dynamo-Schlussmann Markus Schubert keine Abwehrchance hatte.

»Viel zu hektisch und viel zu unpräzise«

Nach der Pause dauerte es dann nicht einmal 120 Sekunden, ehe den Gästen der Ausgleich gelang. Moussa Koné nutzte eine von mehreren Unsortiertheiten in der Arminia-Abwehr mit einem gezielten Schuss ins lange Eck zum 1:1. Lucas Röser glückte nach einem Durcheinander in der DSC-Deckung dann gar das Dresdener Führungstor. »Wir dürfen nicht so einfache Gegentreffer bekommen«, klagte Führungstorschütze Hartherz. Und Saibene bemängelte, dass es im Spiel seiner Mannschaft »viel zu hektisch und viel zu unpräzise« zugegangen sei.

Die Dresdener, die als Tabellen-13. mit einigen Abstiegssorgen nach Bielefeld gekommen waren, hatten in der Tat viel zu leichtes Spiel. »Dass der Sieg verdient war, daran kann keiner einen Zweifel haben«, befand SGD-Coach Uwe Neuhaus. Es mochte ihm niemand widersprechen.

Moreno gab dabei keine gute Figur ab

Zwar kam Arminia dank eines von Andreas Voglsammer verwandelten Foulelfmeters zum zwischenzeitlichen 2:2, doch drei Minuten später gelang erneut Röser der Siegtreffer. Der in dieser Saison bislang so herausragende Arminia-Keeper Stefan Ortega Moreno gab dabei keine gute Figur ab. Er stand bei Rösers Fernschuss zu weit vor seinem Tor.

Nach den Ergebnissen vom Freitag rutschten die Arminen in der Tabelle auf Rang acht ab. Sollte Heidenheim am Sonntag in Darmstadt gewinnen, droht sogar der Sturz auf Platz neun.

Bielefeld: Ortega Moreno (4) - Dick (4,5/80. Özkan), Behrendt (3,5), Börner (4,5), Hartherz (3,5) - Weihrauch (4,5/69. Putaro), Prietl (4), Schütz (4,5/67. Staude), Kerschbaumer (4) - Klos (4), Voglsammer (4)

Dresden: Schubert - Kreuzer, Franke, Ballas, Heise - Horvath, Konrad, Hauptmann (67. Seguin), Berko (80. Duljevic) - Röser, Koné (87. Müller)

Schiedsrichter: Christof Günsch (Marburg)

Zuschauer: 17.503

Tore: 1:0 Hartherz (28.), 1:1 Koné (48.), 1:2 Röser (64.), 2:2 Voglsammer (76./Foulelfmeter), 2:3 Röser (79.)

Gelbe Karten: Schütz (3), Dick (4), Klos (2), Kerschbaumer (4) / Konrad (4), Mlapa (3)

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