Zweitligist kassiert 2:3-Niederlage gegen Dresden Arminia verliert verdient

Bielefeld (WB).  Arminia Bielefeld hat die Chance verpasst, in der 2. Fußball-Bundesliga nach Punkten mit dem Tabellendritten Holstein Kiel gleichzuziehen. In einer spannenden Partie unterlagen die Ostwestfalen am Freitagabend vor 17.503 Zuschauern in der Schüco-Arena gegen Dynamo Dresden verdient mit 2:3 (1:0).

Von Dirk Schuster
Florian Hartherz trifft zum 1:0 für Arminia.
Florian Hartherz trifft zum 1:0 für Arminia. Foto: Thomas F. Starke

DSC-Trainer Jeff Saibene vertraute im Angriff wieder auf Fabian Klos als Partner von Toptorjäger Andreas Voglsammer (acht Saisontreffer), nachdem in den vorherigen Partien in Duisburg und gegen Darmstadt Leandro Putaro blass geblieben war.

Den ersten Warnschuss gaben aber die Dynamos ab. Niklas Kreuzers Versuch flog knapp über das Tor (7. Minute). Nur vier Minuten später die nächste Chance: Nach einer Kreuzer-Ecke kam Florian Ballas frei zum Kopfball. Doch einmal mehr war auf Keeper Stefan Ortega Moreno Verlass. Er lenkte den Ball über die Latte (11.).

Arminia fand überhaupt nicht in die Partie. Das starke Pressing der Sachsen setzte den Ostwestfalen zu. Zudem überzeugten die Gäste mit exzellenten Standards, die immer wieder Gefahr brachten.

Gäste übernehmen das Kommando

Doch wie so oft im Fußball: Das Tor fiel auf der anderen Seite. Und zwar nach einem Konter. Nach feiner Vorarbeit von Klos kam Florian Hartherz im Strafraum plötzlich frei zum Schuss. Sein von Ballas zwar nur leicht aber entscheidend abgefälschter Ball war für Dynamo-Keeper Markus Schubert nicht zu halten (28.).

Auch nach dem Wiederanpfiff übernahmen die Gäste sofort wieder das Kommando und belohnten sich mit dem Ausgleich. Der agile Moussa Kone, der vor der Saison auch bei Arminia im Gespräch war, vollendete eiskalt zum 1:1 (48.).

Und es kam noch schlimmer für den DSC. Voglsammer schoss im Mittelfeld Mitspieler Patrick Weihrauch an. Die Dresdener bekamen den Ball und nutzten die Gelegenheit, um in Führung zu gehen. Lucas Röser vollstreckte, nachdem Ortega Moreno und seine Vorderleute nicht konsequent genug geklärt hatten (64.).

Dresden wieder in Front

Zwar kamen die Hausherren dank eines Foulelfmeters (Sascha Horvath an Keanu Staude), den Voglsammer verwandelte, zum 2:2 (76.). Doch nur drei Minuten später brachte Röser mit einem tollen Fernschuss Dresden wieder in Front. Ortega Moreno stand etwas zu weit vor seinem Kasten und war machtlos (79.).

Manuel Prietl hatte in der Nachspielzeit Pech mit einem Pfostenschuss. Es wäre das 3:3 gewesen. So blieb es bei der gerechten Niederlage.

Arminia: Ortega Moreno – Dick (80. Özkan), Behrendt, Börner, Hartherz – Weihrauch (69. Putaro), Prietl, Schütz (67. Staude), Kerschbaumer – Klos, Voglsammer

Dresden: Schubert – Kreuzer, Franke, Ballas, Heise – Horvath, Konrad, Hauptmann (67. Seguin), Berko (80. Duljevic) – Röser, Kone (87. Müller)

Schiedsrichter: Christof Günsch (Marburg)

Zuschauer: 17.503

Tore: 1:0 Hartherz (28.), 1:1 Kone (48.), 1:2 Röser (64.), 2:2 Voglsammer (76., Foulelfmeter), 2:3 Röser (79.)

Gelbe Karten: Schütz, Dick – Konrad, Mlapa

Kommentare

Wo ist der Respekt?

Ätzend wie hier und in anderen Kommentarspalten von einigen wieder mit unseren Jungs umgegangen wird.

Auf dem Platz stehen keine Maschinen sondern Menschen, die mal einen guten, mal einen schlechten Tag, mal Glück und mal Pech haben. Das ist menschlich und so ist Sport. Die Substanz stimmt und mit Jeff Saibene hat sich wieder ein guter Spirit und ein Blick nach vorne entwickelt. Es wird zudem kontinuierlich und selbstkritisch gearbeitet und der Nachwuchs wird gleichermaßen dosiert und mutig gefördert und weiterentwickelt. Verdiente Spieler ordnen sich mit der gehörigen Portion Demut den Notwendigkeiten unter und halten dem Verein die Treue. Alles ausgesprochen positiv. Arminia macht wieder Freude, auch wenn man mal als „Verlierer” vom Platz geht. Kein Spieler komm auf den Platz um zu verlieren.

Diese unqualifizierten dummen Sprüche und Beleidigungen einiger weniger „Couch-, Hefe- und Chips-Spezialisten” hat kein Verein und kein Spieler verdient. Lasst mal Luft in die Bude und bringt den eigenen Kreislauf in Bewegung - das hilft - zumindest in den nicht ganz so schweren Fällen!

Miesmacher- und Besserwisserei sowie Beleidigungen unterhalb der Gürtellinie sind Dinge, die kein Spieler und kein Verein braucht. Geht ihr auch so mit euren Kindern um, wenn sie mal mit ner 4 nach Haus kommen oder beim Sport verloren haben? Sucht euch doch ein anderes Hobby oder werdet Fan im langweiligsten Club der zigfachen Millionäre, aber verschont uns mit euren Monologen.

Unsere Arminia hat ENDLICH den Segen eines rettenden Bündnisses erfahren dürfen und die Stabilisierung des Vereins scheint in den besten Händen. Auch wir Fans und Mitglieder sind gefragt und aufgerufen, uns an dieser positiven Entwicklung zu beteiligen. Jetzt kann Schritt für Schritt gezielt am Fundament und der Perspektive gearbeitet werden. Das geht nicht von heute auf morgen und braucht Zeit, viel Geld, Gehirnschmalz, Rückschläge und uneingeschränkte Unterstützung durch uns Fans. Ich bin tatkräftig dabei, wie viele andere auch, verlasst euch drauf!

Auf geht’s Arminia, ich freue mich auf unsere Zukunft!

Abstiegskampf. Spielverweigerung. Versager. Die Mannschaft muss runderneuert werden. Aha. Verkehrte Welt. Während neueste Veröffentlichungen des Lehrstuhls für "Angewandte alternative Fakten im Web 2.0 zur effektiven Meinungsgestaltung" der Uni Hannover plötzlich erstaunlich gute, richtige und sachliche Beurteilungen enthalten, scheint hier die Panik auszubrechen. Fehlt nur noch der Ruf nach einem neuen Trainer und neuem Sport-Geschäftsführer. Ich persönlich laufe nun nicht mehr Gefahr, mir einen Augenfehler einzuhandeln. Statt mit dem linken Auge nach oben und mit dem rechten Auge nach unten zu schauen, werde ich ab sofort mit beiden Augen dorthin schauen, wo Arminia landen wird: im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Dass Arminia gestern schwach gespielt hat und Dresden die klar bessere Mannschaft war, hat jeder gesehen. So what ? Man muss nur die Statistik bemühen, um festzustellen, dass drei Viertel aller Zweitligisten ähnliche Probleme haben, zu Haus ein effektives Spiel aufzuziehen. Wenn wir im nächsten Jahr in der 2. Liga spielen dürfen, die sich momentan andeutet und wir endlich mit gleichen Waffen antreten dürfen, haben wir mehr erreicht, als ich vor einem Jahr für möglich gehalten habe.

Erneuerung der Mannschaft

Bitte erneuert die Mannschaft!

Versager

In Bielefeld schaffen wir es immer wieder, gegnerische Manschaften so stark zu machen, hier auf der Alm
die Punkte mitzunehmen. Dresden hat "achtmal" nicht gewonnen, hier geht das mit links, wie so oft.
Ich frage hier alle Anwesenden u. natürlich mich selber, warum die Manschaft ihre Heimspiele
nicht gewinnen kann !!
Ich kann es Ihnen sagen: weil Trainer u. Co-Trainer nicht in der Lage sind, die Manschaft richtig einzu-
stellen bzw. heiß zu machen. Wenn ein Trainer das nicht schafft, ist er der "falsche".
Zudem fordere ich seit langem, den Herrn Klos aus der Manschaft zu nehmen. Er hemmt das Spiel
bzw. das System u. ist bekanntermaßen kein Mann für die 2. Liga.

Spielverweigerung

17.500 Zuschauer müssen bei eisiger Kälte sich die Spielverweigerung der Arminen ansehen. Für diese Leistung müßten das Einkommenm der Spieler um 1/3 gekürzt werden. Wirtschaft, Fans und Land unterstützen die Mannschaft mit Millionenbeträge und die Mannschaft verweigert das Spielen. Nie war es so leicht aufzusteigen wie in diesem Jahr. Weshalb engagieren die Spieler nicht um die Chance den 3. Relegationsplatz zu erreichen?? In der Wirtschaft nennt man soetwas: Arbeitsverweigerung!

Nur der Klassenerhalt zählt

Endlich hat das Gerede um den 3. Tabellenplatz ein Ende. Wenn die nächsten 3 Spiele
verloren gehen, was durchaus möglich ist, beginnt wieder einmal der Abstiegskampf.
Die Mannschaft muß auf vielen Positionen verstärkt werden, wenn sie im oberen Tabellendrittel
mitmischen möchte.

Zerfahren

Ein kampfbetonten Spiel ohne richtigen Spielfluss. Dresdens Abwehr stand besser und konnte fast alles bewältigen. Leider fanden wir keine Durchschlagskraft. Am Ende hätte mit ein wenig Glück noch das 3:3 erzielen können. Aber leider war Dresden heute die bessere Mannschaft.

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