Arminia: Vertragsverlängerung mit Brian Behrendt bahnt sich an – Darmstadt will er weh tun Neuer Vertrag für Behrendt?

Bielefeld (WB). Wenn die Grippe derart um sich greift wie in diesen Wochen, braucht es ein Mittel, das die Abwehrkräfte stärkt. Bei Arminia ist das  Brian Behrendt . Seit Wochen spielt der Innenverteidiger auf hohem Niveau. Doch das war in dieser Saison nicht immer so.

Von Dirk Schuster
Durchgesetzt: Brian Behrendt (oben) hat sich seinen Platz in der Innenverteidigung zurückerkämpft.
Durchgesetzt: Brian Behrendt (oben) hat sich seinen Platz in der Innenverteidigung zurückerkämpft. Foto: Thomas F. Starke

Behrendt macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Klar habe er sich nach Alternativen umgesehen, als es im alten Jahr zeitweise gar nicht gut lief für den Defensivmann des DSC: »Die Hinrunde war ein Knick in meiner Karriere. Ich kannte es nicht, nicht zu spielen.« Die Rote Karte, die am 12. Spieltag gegen Ingolstadt eine Zwei-Spiele-Sperre nach sich zog, sei sinnbildlich gewesen »für diese verkorkste Hinrunde«. Doch im neuen Jahr ist Behrendt unumstrittener Stammspieler und wird auch im Zweitligaspiel am Samstag gegen  Darmstadt 98 (13 Uhr, Schüco-Arena) zur Anfangself gehören.

Details müssen noch geklärt werden

An Abschied denkt er nicht mehr. Stattdessen dürfte es nicht mehr lange dauern, bis die  Verlängerung seines im Juni auslaufenden Vertrages bekannt gegeben wird. »Details müssen noch geklärt werden, aber wir sind dabei«, sagt der 26-Jährige: »Es macht mich stolz, dass Arminia mit mir verlängern möchte. Ich fühle mich pudelwohl in Bielefeld. Noch ist nichts spruchreif, aber wir sind auf dem besten Weg.«

Sportchef Samir Arabi, der Behrendt 2015 von Rapid Wien holte, hatte den Innenverteidiger zuletzt wiederholt gelobt. Kein Wunder: Die Chance, die ihm der krankheitsbedingte Ausfall von Stephan Salger bot, hat der Profi genutzt. Salger trainiert zwar inzwischen wieder mit, doch an Behrendt führt derzeit kein Weg vorbei.

Das müssen auch die gegnerischen Angreifer leidvoll erkennen. Erst drei Gegentore haben die Bielefelder in den vier Partien 2018 kassiert. Trainer Jeff Saibene lobt: »Brian hat dazu beigetragen, unsere Abwehr zu stabilieren.«

»Wir müssen den Finger in die Wunde legen«

Einen wie Behrendt könnten auch die Darmstädter gut brauchen. Denn das Problem der Hessen ist die Abwehr. Nur Heidenheim (39) kassierte mehr Gegentore als die Lilien (35). Von den letzten 15 Spielen hat der Gegner nur eins gewonnen, weshalb Armine Behrendt fordert: »Wir müssen den Finger in die Wunde legen.«

Als die Lilien 2014 das dramatische Relegationsrückspiel in der Schüco-Arena für sich entschieden, war Behrendt noch kein Bielefelder. Dass die Zeitzeugen von damals die Partie noch zu einem großen Thema in der Kabine machen, verneint er: »Wenn darüber gesprochen wird, dann vielleicht hinter meinem Rücken«, sagt Behrendt grinsend – doch natürlich wohlwissend, wie bitter die Begegnung damals für den DSC endete. »Diese Partie ist für immer eingebrannt in die Geschichte des Klubs«, sagt Behrendt: »Aber wie man heute sieht, gibt es auch wieder bessere Tage für Bielefeld.« Woran auch er seinen Anteil hat.

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